Ein Vorstoß, der polarisiert Clemens Hoch (SPD) hat ein Thema angestoßen, das jeden betrifft, der arbeitet: die Krankschreibung. Während bisher nach drei Tagen ein ärztliches Attest nötig ist, will Hoch die Pflicht verschieben – auf bis zu 14 Tage. Das sei, so der Minister, ein notwendiger […] mehr

Kommentare

20Pontius20. Oktober 2025
Und ich wiederhole: Dein*e Arbeitgeber*in kann den Schein auch von Tag 1 an verlangen.
19World4Cats19. Oktober 2025
Ich habs im letzten Beitrag schon geschrieben...bei uns gibt es Tage Karenz und die werden regelmäßig immer wieder ausgereizt. Von manchen auch mehrmals im Monat. Auffällig ist auch, dass es sich i.d.R. um dienstjunge Kollegen handelt. Die 'Alten' haben weitaus weniger Ausfallzeiten. Ich selbst hatte meine letzte Krankschreibung vor 13 Jahren für 5 Tage. Aber so ist das eben...die, die arbeiten gehen, sind die Dummen. Im Schnitt fehlt bei uns jeder Kollege etwa 25 Tage im Jahr...
18Pontius19. Oktober 2025
@16 Im Endeffekt ist die jetzige Regelung der 3 Tage schon so eine Art Kostenersparnis - mit der Möglichkeit, dass die Arbeitgebenden im Missbrauchsfalle oder des Verdachtes diese auch schon früher verlangen können. Oder durch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen können die Regelungen auch pro Zweig oder Betrieb angepasst sein.
17Pontius19. Oktober 2025
@9 Das tut mir leid und auch, dass du jetzt die ganze Arbeit hast. Aber wenn die anderen Chefs nicht übernehmen können, sind dann nicht fast "gleichzusetzen" mit den faulenzenden Arbeitenden, welche die Loyalität zum Betrieb nicht haben, welche aus Vertrauen entsteht? Und auch als Kunde muss man ab und zu mal Rücksicht nehmen - was durch den Wegfall der Lagerhaltung schwieriger geworden ist. Ich drifte aber schon wieder in die Kapitalismuskritik und den Egoismus ab.
16Sonnenwende19. Oktober 2025
(3) auch für die erste Woche ganz sein lassen, Denn wer wirklich so krank ist dass er mehr als drei bis fünf Tage braucht, braucht auch Behandlung und wird sowieso zum Arzt gehen, und das wahrscheinlich nicht erst am dritten oder vierten oder fünften Tag. Die anderen können dann einfach zu Hause bleiben. Dann spart man wenigstens die Kosten für die AU-Bescheinigung
15Sonnenwende19. Oktober 2025
(2) Allerdings stimme ich den Herrschaften, die in der News genannt werden, aus einem anderen Grund zu: wenn sich nämlich jemand krankschreiben lassen will, dann bekommt er die Krankschreibung auch. Nicht etwa, weil der Arzt unseriös arbeitet, sondern weil der Arzt keine Zeit hat, eine AU zu verweigern, das ist nämlich zeitraubend. Und wenn doch mal, geht der "Kranke" zu einem anderen Arzt… Auch ein Punkt, in dem unser System äußerst missbrauchsanfällig ist. Dann kann man die AU Schreibung (3)
14Sonnenwende19. Oktober 2025
@12 Und ich bleibe dabei dass es in Deutschland keine einzelnen Missbrauchsfälle mehr sind. Es dürfte eine Minderheit sein, aber eine spürbare Minderheit. Vielleicht ist es eine Art Teufelskreis, das System begünstigt Missbrauch - dazu gehört auch eine Lohnfortzahlung, die vielleicht allzu großzügig ist – die Hemmschwelle sinkt, und über 'zig Jahre sind es dann keine Einzelfälle mehr. Auffällig ist jedenfalls schon, dass wir das großzügigste System haben und die höchsten Krankheitstage u.a. (2)
13thrasea19. Oktober 2025
@10 Ja, richtig, das sagt die Statistik. Was auch daran liegt, dass wir die Zeit der Arbeitsausfälle in deutscher Manier besonders gründlich erfassen. Wir "messen" einfach besser als andere Länder. Die Zahlen werden nicht auf gleicher Grundlage erhoben. <link>
12thrasea19. Oktober 2025
@9 Das mit dem verstorbenen Chef (mein Beileid, ihr habt engen Kontakt gehabt) und dem anderen "unfähigen" Chef ist sicherlich eine Sondersituation. Bei allem Verständnis – ich bleibe dabei, dass einzelne Missbrauchsfälle nie ausgeschlossen werden können und kein Grund dafür sein dürfen, ein ineffizientes System aufrecht zu erhalten, bei dem die gesellschaftlichen Kosten mutmaßlich noch höher sind. Wir kommen hier nicht zusammen. Ich kann nur aufrufen, auf den Rat der Expertïnnen zu hören.
11Sonnenwende19. Oktober 2025
@7 ... und Deutschland hat auch die höchsten Krankheitstage - zumindest in der EU. Wie es weltweit aussieht weiß ich nicht, aber ich würde mal vermuten, dass wir auch da Spitzenreiter sind. Meine Meinung: ja, das ist auch ein Fehler im System, aber nicht nur. Es ist auch ein Fehler in der - deutschen - Einstellung. Sorry, aber ich teile das Misstrauen von @10 , ebenfalls aus meiner Erfahrung heraus. @10 es tut mir sehr leid wegen deines großen Verlustes.
10raffaela19. Oktober 2025
Kunden bedienen, die fragen nicht nach Krankheit oder Lust. Wir haben noch Jahresaufträge, die abgearbeitet werden müssen. Ich bin auf die Loyalität der Kollegen angewiesen. Der Verlust m. Chefs und besten Freundes ist schlimme genug!"
9raffaela19. Oktober 2025
@5 Ich habe keine Arbeitnehmenden - bin selbst Arbeitnehmerin. Mein Chef ist verstorben vor ein paar Wochen, ich muss den ganzen Laden wuppen, weil der andere Chef dazu nicht in der Lage ist. Wir können es uns nicht leisten, dass AN nicht erscheinen. Nach 25 Jahren hier im Laden und 32 im anderen (den ich auch noch weiterleite) habe ich wirklich schon alles erlebt und gesehen, sodaß mein "Vertrauen" mehrmals malträtiert und missbraucht wurde. Von daher setze ich auf Kontrolle! Wir müssen unsere
8thrasea19. Oktober 2025
Zumal man das System heute schon umgehen kann, wenn man unbedingt eine AU erschleichen will. Telefonische Krankschreibung, Online-/Internetpraxen... Nur eins passiert immer: Die Atteste werden abgerechnet – auf Kosten aller Versicherten.
7thrasea19. Oktober 2025
Mir scheint der Vorschlag von letzter Woche – Arbeitsunfähigkeit bis zu 5 Tage ohne Attest – ein guter Kompromiss. Zwei Wochen mag vielleicht zu hohen Schaden anrichten bei Missbrauch. Tatsache bleibt aber, dass Deutschland weltweit bei der Zahl der Arztbesuche (mit?) an der Spitze liegt, (mit) die größten Gesundheitsausgaben pro Kopf hat, aber bei der Lebenserwartung nur im Mittelfeld liegt. Das zeigt, dass unser System nicht effizient ist, dazu gehören für mich erzwungene Arztbesuche.
6Pontius19. Oktober 2025
beides in ein Gleichgewicht bringt. Im Idealfall natürlich für die Unternehmenden im Minimum aus Kosten und Verlusten - und dann wird sich das Vertrauen in die Belegschaft auch maximal auszahlen.
5Pontius19. Oktober 2025
@3 bei jemanden, der chronische Probleme hat und bei dem am Ende eh eine Woche oder zwei Krankheit bescheinigt werden - muss diese Person extra für das Attest zum Arzt gehen? Wenn du deinen Arbeitnehmenden allerdings gar nicht vertraust, dann bist du im Gegenzug auch d'accord damit, dass du mehr fürs Gesundheitssystem bezahlen musst. Überwachung kostet Geld, das sollte bekannt sein. Misstrauen kostet ebenso - Vertrauen kann ausgenutzt werden und man muss am Ende einen Tradeoff finden, der
4Sonnenwende19. Oktober 2025
"Eine Gesellschaft, die bei jedem Husten einen Stempel verlangt ..." Eine Gesellschaft deren Mitglieder bei jedem Husten der Arbeit fern bleiben ...
3raffaela19. Oktober 2025
Von mir aus können demnächst alle 5 Kollegen immer mal wieder 2 Wochen wegbleiben ohne dass ich kontrollieren kann, ob sie erkältet sind, Migräne haben oder einen verstauchten Fuß. Sind alles bekannte Diagnosen die ich auch stellen kann ohne dass ich 6 Jahre studiert habe. Da hast du tatsächlich recht @2 . Sollte das vorkommen, geb ich den Schlüssel ab, melde Insolvenz an und schick alle nachhause. ICH habe meine Rente...
2Pontius19. Oktober 2025
@1 Wenn es eine einfach Erkältung ist, dann kann der Arzt selbst wenig therapieren - das Rezept hat jeder schon mehrfach von ihm gehört.
1raffaela19. Oktober 2025
„Wir müssen den Ärzten die Zeit geben, sich auf wirklich Kranke zu konzentrieren, nicht auf Formalien“, ---- Das heißt für mich, die, die sich krankschreiben lassen sind nicht wirklich krank. Na denn...