Istanbul/Soma (dpa) - Nach dem schwersten Grubenunglück in der Geschichte der Türkei wächst die Wut auf die Regierung. Entrüstung löste ein Berater von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan aus, der am Ort der Katastrophe in Soma, wo mindestens 282 Menschen starben, auf einen Demonstranten […] mehr

Kommentare

30mceyran16. Mai 2014
@29 Deshalb finde ich ja auch diese voreiligen Proteste gegen Erdoğan so respektlos. Da wird auf dem Rücken von Toten Propaganda gemacht, statt den Opfern beizustehen. Und dann noch mit Molotov und Steinen? Und die Gewerkschaften machen auch noch mit. Daran sieht man, wer die Gesetze (wie das von mir erläuterte) nicht kennt. Einpaar Gruppen waren wenigstens intelligent genug, gegen den Betreiber zu protestieren. DER muss nämlich im Endeffekt die sicheren Bedingungen schaffen.
29k24619016. Mai 2014
und selbst die besten kontrollen nützen nichts, wenn ein fehler oder schaden danach auftritt und eben keiner schuld ist. auch das gibt es schliesslich. sprachlich: ein unabwendbares ereignis. ob das auf das grubenunglück zutrifft, kann keiner von uns allen einschätzen oder beurteilen, da wir weder die fachliche ausbildung dazu haben noch direkt am ort des geschehens sind.. den menschen dort kann jede sein beileid aussprechen, die von dieser tragödie dort betroffen sind.
28mceyran16. Mai 2014
@23 Dann gibt es noch Sonderzuständigkeiten in Art. 30, wer halt wo wann und wie festlegen kann, ob irgendein Gremium für irgendwas gegründet werden muss etc. und noch die Festlegungen, dass das Gesetz 4857 insofern gültig ist, wo es diesem Gesetz nicht widerspricht, einpaar Artikel verändert, einpaar aufgehoben etc. etc. @26 Ja, wollte nur mal einen Überblick gegeben, über den Umfang. Hier wird einiges schief gelaufen sein und das muss tatsächlich und natürlich bis ins Haar untersucht werden.
27mceyran16. Mai 2014
@23 Es sind natürlich Prüfungen vorgesehen (Art. 24 i.V.m. Gesetz 4857 Art. 92, 93, 96, 97, 107 <link> Strafen von 5000 TL (zugegeben nicht viel) für's Nichteinhalten und nochmal 5000 TL fürs Behindern der Überprüfungen), Betriebe können geschlossen werden (Art. 25). Es gibt Strafen für alles mögliche (Art. 26), bei Gründung eines risikobehafteten Betriebes muss beim Ministerium ein Bericht abgegeben von von diesem abgenommen werden (Achtung: Gesetz gilt seit 2002) (Art. 29)
26k29329516. Mai 2014
@24 : Die Untersuchung solcher Vorfälle ist immer langwierig und schwierig, wenn sie denn gründlich sein soll. Sie MUSS aber gründlich sein, denn wenn man die genauen Ursachen nicht kennt, kann man diese Vorfälle nicht für die Zukunft unterbinden. Und weil es da um Menschenleben geht, hat gefälligst kein Aufwand zu groß zu sein. Die US-Methode - 9/11, AlQuaida, paßt schon; JFK, magische Kugel und gut ist - ist idiotisch.
25mceyran16. Mai 2014
@23 ..., die Arbeiter informieren (Art. 16) und schulen (Art. 17; insbesondere bei der Einstellung und bei Veränderung der Arbeitsbedingungen; Abs. 1) und ihre Ideen und Bedürfnisse bei den Planungen einbeziehen (Art. 18). Die Arbeiter haben natürlich die Verantwortung, eben die Ressourcen und ihr Wissen auch zur Abwendung von Gefahren einzusetzen (Art. 19). Ein Betriebsrat ist vorgesehen (Art. 20) und ein dem Arbeits- & Sozialministerium unterstehendes Gremium für die Arbeitssicherheit (Art.21)
24mceyran16. Mai 2014
@23 Könnte eine lange Kette werden. Laut Gesetz 6331 (das ist das neue Gesetz, von dem ich sprach; <link> ist die Staatszeitung, also das Äquivalent zum Bundesanzeiger) muss der Arbeitgeber die Berufsrisiken minimieren, die Arbeiter nach Eignung einsetzen usw. (Art. 4 und 5), zur Betreuung Experten einstellen und diesen die nötigen Ressourcen zur Verfügung stellen (Art. 6), den Arbeitsplatz vor Notfällen schützen (also Notfallpläne einrichten etc.) (Art. 11), ...
23k29329516. Mai 2014
@22 : Da müssen sich die Kontrolleure wohl die Frage gefallen lassen, welche Qualität ihre Kontroll-Arbeit denn gehabt hat.
22mceyran16. Mai 2014
@21 Das ist richtig und kann und sollte man kritisieren. Mit schuld ist auch die "ach, passiert schon nichts"-Mentalität. Da bringen dann auch die besten Kontrollen nichts, die natürlich auch strenger werden müssen. Die Stolle wurde ja schon zwei Mal in diesem Jahr kontrolliert.
21seepferd15. Mai 2014
Nummer @4 meint auch das die Türkei - mittlerweile - nach deutschen Standard lebt. Lengede war das schwerste deutsche Grubenunglück.....und auf diesem technischem Stand ist die Türkei tw. heute. Man darf sich nicht davon täuschen lassen das es in der Türkei Handy, Internet usw. gibt, aber noch in vielen Gebieten der Ackerbau mit Ochsen-/Pferdepflug - wie auch Bergbau mit Pickel und Kerzenlicht - getätigt wird. Manches in der Türkei liegt - im Vergleich zu D - auf dem Stand der 50/60er Jahr
20hannes_lausi15. Mai 2014
Was regt ihr euch denn auf? Das ist der ganz normale Kapitalismus, Profit steht an erster Stelle. Ihr wolltet es doch auch so !!!
19Stiltskin15. Mai 2014
Was in den Menschen vorgeht, die Vater, Bruder, Ehemann, oder Sohn verloren haben, gerät hier zur Nebensache. Da wird, wie überall sonst auf der Welt auch, eine kleine Gruppe Geretteter medienwirksam besucht, Hilfe versprochen- und das wars dann aber auch. Ob wirklich viel Geld in die Hand genommen wird, um die gruben sicher zu machen, kann man in Zweifel ziehen. Warum sollte es in der Türkei anders sein als sonst wo auf der Welt? In erster Linie zählt der Profit, Menschen kann man ersetzen.
18Stiltskin15. Mai 2014
Es ist zu einfach, diese Katastrophe damit abzutun, daß es immer mal zu solch einem Ereignis kommen kann. Fest steht, daß die Opposition von Erdogans Partei forderte, eine Kommission einzusetzen, die sich ein Bild über die Zustände in den Türkischen Gruben machen sollte. Dies wurde mit der Begründung, das sei nicht nötig, die Gruben seien sicher genug, abgeschmettert. Möglicherweise hätte dieses Unglück ansonsten verhindert werden können. Aber es ist wie immer, niemand will Schuld haben.
17k24619015. Mai 2014
das ist ja dass,was ich des öfteren meine, da werden einelne worte und halbsäze von dem gesagten veröffenlicht, aber nicht alles. nur um den zitierten im schlechten licht darzustellen,wut,aufruhr,neid und zwietracht zu säen.das passiert immer wieder von der kriminellen main-stream-presse und agenturen.
16k11353415. Mai 2014
Ich denk mal die türkische Opposition sucht ein Anlaß sich über Erdogan aufzuregen. Und das wiederum ist angesichts des Schreckens der betroffenen Familien schlimmer als der ungeschickte Satz von Erdogan. Erdogan so eine Tragödie in die Schuhe zu schieben machen mir die Gegner von ihm auch nicht symphatisch.
15k29329515. Mai 2014
@14 : Ganz einfach abwarten und Tee trinken ... oder Mokka :)
14mceyran15. Mai 2014
@13 Das wäre sehr schade für die Türkei. Erdoğan hat 12 Jahre lang Nägel mit Köppen gemacht und die Türkei nach vorne geboxt, hat jetzt so einige Müdigkeitserscheinungen, jetzt wäre es Zeit für einen ruhigen sympathischen Gül, der die Fortschritte festigt und wirtschaftliche und rechtliche Reformen bringt. Deine News ist aber einen Monat her :) und in den türkischen Nachrichten steht das noch offen. Wahrscheinlich Arınç als Übergangspremier, bevor Gül kommt, etc.
13k29329515. Mai 2014
@12 : Na, ob das so ein Selbstläufer mit Gül/Erdogan wird? <link> wg. Unglück: Klar, erstmal versuchen zu retten, wer noch zu retten ist. Und dann gucken, woran's genau gelegen hat, eventuelle Schuldige bestrafen.
12mceyran15. Mai 2014
@9 ...schuldig sprechen finde ich reichlich übertrieben. Sicherlich ist Erdoğan auch nur ein Mensch und Menschen machen Fehler und jeder Fehler ist irgendwo vermeidbar, das bestreite ich ja gar nicht, aber wie gesagt, die Schuldigen HIER sollte man erstmal beim Betreiber der Zeche suchen. Ist das wirklich nicht Quatsch, wie man mittlerweile für alles versucht Erdoğan verantwortlich zu machen? Naja, bald ist er ja Präsident, mal sehen ob sie dann gegen Gül protestieren...
11mceyran15. Mai 2014
@6 Man sollte erstmal alles mögliche tun, um die Arbeiter zu retten, und dann die Gutachter hinschicken, die die Ursache feststellen. Dann kann man den Schuldigen kritisieren. @9 Für die Mitarbeiter des Kanzleramts ist der Kanzleramtsminister zuständig und nicht die Kanzlerin selbst. Vom Yerkel höre ich zum ersten Mal. Wenn der polizeilich nicht bekannt ist, kann man kaum wissen, dass der mal austicken würde. Man kann Erdoğan kritisieren, wenn er den nicht feuert, aber da auch noch...
10mceyran15. Mai 2014
@6 Mit anderen Worten wollte er in das Bewusstsein der Leute holen, dass das nicht der nächstbeste Arbeitsunfall ist, sondern bei dem harten Job einpaar Dimensionen heikler ist. Man muss halt schon richtig übersetzen. Das ist ein *Kohle*bergwerk, da werden organische Gase freigesetzt, die nunmal brennen und Kohlenmonoxid freisetzen. Es ist ein Teufelskreis, denn die Menschen, aber auch das Feuer brauchen Sauerstoff, und mit einem Eimer Wasser ist so ein Feuer nunmal nicht zu löschen.
9k29329515. Mai 2014
@7 : Das Amt des Premierministers hat nunmal Erdogan inne. Wenn in Deutschland der Kanzler wechselt, wechselt auch der Kanzleramtsminister. Letztendlich ist der Chef für seinen Laden verantwortlich. Sieh doch Erdogan bitte nicht immer als verkanntes Genie! Erdogan macht einen Job. Er macht nicht nur Fehler, aber er macht eben auch Fehler. Und einige dieser Fehler wären vermeidbar.
8mceyran15. Mai 2014
@6 Er hat die Sache auch nicht heruntergespielt und gesagt, dass so was halt immer passiert und man sich keine Gedanken machen muss, so wie das hier dargestellt wird. Ich habe das im türkischen TV gesehen. Er sagte, dass der Beruf ein erhöhtes Risiko birgt und man ein Unglück nie ausschließen können wird und auch in Zukunft so etwas immer wieder passieren kann. Und das ist so, egal wie hoch die Technik ist. Solange ein Mensch in diese Tiefen muss, ist er einem gewissen Risiko ausgesetzt.
7mceyran15. Mai 2014
@6 Das ist das Problem. Er ist ein "Başbakanlık müşaviri", die Betonung ist bei der Silbe "lık". Er ist nicht Erdoğans Berater, sondern Berader am Premierminister*amt*. Das ist vergleichbar mit einem Berater am Kanzleramt. Aber deutsche Medien halt, stellen ihn dar wie den persönlichen Berater Erdoğans, vermischt mit etwas "guck mal was der für Leute um sich wählt", und schon hat man wieder das Bild des großen Tyrannen gemalt.
6k29329515. Mai 2014
@2 : Ich weiß nicht in welchen Angelegenheiten Yerkel Erdogan berät, aber an Erdogans Beraterstab ist mehr Erneuerungsbedarf. Angesichts des größten Grubenunglücks der Landesgeschichte zu sagen, sowas komme dauernd vor, ist zwar sachlich richtig, aber schlichtweg pietätlos. Kopper hatte mit seinen "Peanuts" bei der Schneider-Pleite sachlich auch recht, aber er hätte trotzdem die Klappe halten müssen. Alles, was man sagt, muß stimmen, aber nicht alles was stimmt, muß man auch sagen.
5mceyran15. Mai 2014
@4 Ist doch egal, wie er was vergleicht. Es ist ja nicht so, dass Erdogan den Trafo zum Explodieren gebracht hat... Es ist auch nicht so, dass es Trafos gibt, die nicht explodieren können. Die Zeche wurde zwei Mal in diesem Jahr kontrolliert. Es gibt ein von der Regierung verabschiedetes modernes Schutzgesetz <link> Vielleicht sollte man auch mal die Schuld beim Betreiber suchen und nicht immer bei Erdogan.
4komerzhasi15. Mai 2014
@2 : Wer ein Grubenunglück im Jahr 2014 mit einem aus dem 19. Jahrhundert vergleicht, hat nicht mehr alle Zwiebeln im Döner.
3axelnes15. Mai 2014
Der türkische Berlusconi oder Bush... Die sind doch selbst schuld wenn die so einen wählen.
2mceyran15. Mai 2014
@1 Warum Erdogan und nicht der Berater, der gefeuert werden dürfte?
1k1759515. Mai 2014
Erdogan wird immer mehr ein Problembär für die Türkei.