Berlin (dts) - Angesichts des geringen Frauenanteils von 30,7 Prozent unter den Abgeordneten im Deutschen Bundestag spricht sich die Vorsitzende der Frauenunion, Annette Widmann-Mauz, für eine Gesetzesänderung aus, um diesen Missstand zu beheben. "Ich halte es für richtig, Frauen über das Wahlrecht […] mehr

Kommentare

43thrasea11. Februar 2019
@41 Ein hehrer Wunsch, der in der Praxis leider nicht funktioniert. Als Beispiel sei hier die 2018 gescheiterte Wahlrechtsreform in Baden-Württemberg genannt, dem Länderparlament mit dem niedrigsten Frauenanteil in Deutschland. Dort hat die CDU-Fraktion gegen den Willen ihres Landesvorsitzenden eine im Koalitionsvertrag vereinbarte Wahlrechtsreform verhindert. Hintergründe in einem umfassenden Artikel der FAZ: <link>
42k47464711. Februar 2019
...ansonsten wirken diese "Gleichberechtigungs"-Vorstöße als wären Frauen nicht in der Lage auf "normale" Weise ihre Ziele zu erreichen...für mich ist diese Forderung daher auch wenn es paradox klingt eine klare Abwertung der Frau
41k47464711. Februar 2019
man muss immer noch bedenken, wieviele Frauen unter den Parteimitgliedern sind...wenn 5 Frauen unter 100 Mitgliedern sind und man 10 Personen auswählt...sollte man dann aufgrund einer Frauenquote alle 5 Damen automatisch als gesetzt ansehen? Ist das gerecht? Eventuell sollte man konkret auf die Gesetze hinweisen, die a) eine Frau benachteiligen, oder b) nicht befolgt werden, womit Frauen daraufhin benachteiligt werden...
40raptor23096110. Februar 2019
Nun, ich sehe da keinen Widerspruch: Da in (1) festgestellt wird, dass alle Menschen gleich sind ist für mich (2) nur eine Erweiterung - wenn auch sehr schwammig formuliert. Die Gleichstellung und die Beseitigung von bestehenden Nachteilen gilt durch GG Artikel 3 (1) automatisch für "alle Menschen". Also auch für Männer (2), jede Rasse, jeden Glauben, für Behinderte (3) ... und natürlich für alle anderen Menschen, die nicht in Artikel 3 extra aufgeführt sind.
39thrasea10. Februar 2019
@38 Ich kann deinen Gedanken verstehen. Aber würde das nicht bedeuten, dass das Grundgesetz grundgesetzwidrig ist, wenn es an der Stelle differenziert? Nein, für den Absatz 2 gibt es meiner Meinung nach schon gute Gründe.
38raptor23096110. Februar 2019
In meinen Augen kann die Verlautbarug nicht das Grundgesetz außer Kraft setzen. Dort steht, dass alle Menschen gleich sind. Da Frauen Menschen sind gelten die Rechte der Frauen auch für die Menschen in GG Artikel 3 (3), da diese ebenfalls Menschen sind. Entweder alle Menschen sind gleich - oder Frauen sind über dem Artikel 3 (1). Dann muss das Grundgesetz Artikel 3 (1) geändert werden: Alle Menschen sind gleich - außer Frauen. Für diese gilt, dass eventuelle Nachteile beseitigt werden müssen.
37thrasea10. Februar 2019
@34 Genau diese Argumentation wird in meinem Link widerlegt. "Die damalige Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erläuterte: Die gefundene Formulierung betont den bisher vernachlässigten Bereich der faktischen Gleichberechtigung. Sie hebt diesen Bereich in den Rang einer Staatszielbestimmung. Diese Staatszielbestimmung führt nicht zu einer Begründung einklagbarer Individualansprüche. Sie verpflichtet den Staat aber, auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinzuwirken."
36thrasea10. Februar 2019
@33 Kein Problem. Als kleinen Denkanstoß noch ein Literaturverweis zur Geschichte des Artikel 3 Absatz 2: <link> Ist zwar aus dem Jahr 2003, ich finde es aber dennoch lesenswert. Man kann damit die Bedeutung des Absatzes 2 (und die Kontroverse darum, auch in dieser Diskussion) vielleicht ein bisschen besser verstehen.
35raptor23096110. Februar 2019
Somit musst Du Deine Forderung von Frauenquoten zumindest auf die anderen erwähnten Gruppenn ausweiten.
34raptor23096110. Februar 2019
Aber um auf @26 : einzugehen: Ich brauche Dir diesen Auftrag im GG nicht zu zeigen: Der "Auftrag" steht in dem Artikel: Zitat: (1): "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich." Wenn alle gleich sind - dann muß der Staat - (wie in (2) - die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von allen Menschen fördern und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinwirken. Wenn das nicht der Fall ist sind nicht alle Menschen gleich - und dann gilt das auch nicht wie GG Artikel 3 (2): für Frauen!
33raptor23096110. Februar 2019
Da muss ich mich bei Dir entschuldigen. Da habe ich einen Beitrag übersehen. Ich nehme alles zurück.
32thrasea10. Februar 2019
@30 Die Antwort steht doch klar und deutlich in @26?
31raptor23096110. Februar 2019
... Nun - dann werde ich Dir auch keine Antworten mehr geben!
30raptor23096110. Februar 2019
@thrasea: Zu meiner Frage (ca 20:00 Uhr) in @25: Du berufst Dich auf GG Artikel 3 (2) – und forderst die Frauenquote. Lässt aber GG Artikel 3 (1) und (3) außer Acht – und forderst da keine Quoten! Nachdem ich alle Deine Fragen zeitnah beantwortet habe fragte ich Dich warum Du nur Frauen-Quoten forderst – und alle anderen im GG Artikel 3 erwähnten Gruppen nicht erwähnst. Leider keine Antwort. Irgendwie seltsam, wenn einer von Anderen Antworten fordert – aber selber keine Antworten gibt! ...
29raptor23096110. Februar 2019
@27 : Genau, wie zuwenig Frauen vertreten sind gibt es auch viele weitere Fehler in unserer Demokratie. Aber ist das ein Grund, Verbesserungen nicht mehr zu erwähnen? Soll jeder schweigen, wenn weitere Fehler gemacht werden - weil es Fehler gibt? Ist Politik nur für Politiker? In meinen Augen sollte es jedenfalls in einer Demokratie so sein, dass der / die Beste gewinnen sollte. ... und der / die Beste hat man bestimmt nicht wegen des Geschlechts zu wählen.
28thrasea10. Februar 2019
@27 Danke! Ich hab schon an mir selbst gezweifelt, bin wohl im falschen Film hier...
27tastenkoenig10. Februar 2019
Auf die Wahllisten kommen also bisher die Besten und Qualifiziertesten? Ja, genau …
26thrasea10. Februar 2019
@24 Mit deiner Zweitstimme wählst du aber im Gegensatz zur Erststimme eben nicht den deiner Meinung nach kompetentesten Kandidat*en. Du wählst das, was die Parteien im Hinterzimmer mauscheln, beschließen und dir schließlich vorsetzen. @25 Wenn du mir den Auftrag im Grundgesetz zeigst, bestehende Nachteile von Behinderten, Glaubensrichtungen etc. zu beseitigen, werde ich meine Forderung gerne darauf ausweiten.
25raptor23096110. Februar 2019
Ich habe alle Deine Fragen beantwortet - wie wäre es, wenn auch Du die Frage beantwortest, wo Deine Forderung nach anderen Quoten bleibt, wenn Behinderte, Glaubensrichtungen, Vertretung der Heimat, Rasse, Glauben ... nicht wie im GG Artikel 3 gefordert prozentual im Parlament vertreten sind?
24raptor23096110. Februar 2019
Für mich ist eine politische Wahl nicht abstraktes. Diese Wahl ist wichtig - und es darf nur das Beste für die Bundesrepublik für diese Wahl zur Entscheidung führen! ... und das Beste hat nichts mit dem Gechlecht zu tun. Genau so ist für mich die Wahl eines Einkaufs. Da geht es nicht darum, das die Automarke, die am wenigsten gekauft wird, gestärkt wird. Ich wähle den Einkauf und ich wähle den politischen Kandidaten NUR danach, was das Beste ist.
23thrasea10. Februar 2019
@17 Du erkennst den Unterschied zwischen nicht benachteiligt / bevorzugt werden und dem expliziten Auftrag, auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinzuwirken? Oh, und wenn du Lust hast, kannst du mir ja noch den Artikel mit der Gleichberechtigung von Autos, Bekleidung und Lebensmitteln nennen. @18 Das ist eine gute Frage. Ich sage ja nicht, dass die paritätisch besetzte Liste eine optimale Lösung ist. Der Status quo ist es für mich aber eben auch nicht. Bin für Vorschläge offen.
22Alle190810. Februar 2019
Ich sage nur "Frauen die etwas wollen, die bekommen es auch! Quote hin oder her! Es gibt genug Frauen in Führungspositionen, und keine Frau lässt sich in eine Position zwingen nur weil Männer es wollen! Frag mal die Frauen die einen Vorstandposten haben oder eine firma besitzen: Die haben es gewollt, die haben sich ausgebildet und Wissen angeeignet, Kompetenzen gebildet etc, eben Führungskräfte! Eine Frau nehmen die lieber Mutter ist und ihre Kinder anständig erzieht ist fast viel höher zu bewer
21gabrielefink10. Februar 2019
Ist ja auch mal interessant zu erwähnen, dass hier zu diesem Thema außer mir nur Männer diskutieren. Haben die Frauen keine Meinung dazu? ;o)
20Wasweissdennich10. Februar 2019
Wenn es nicht mehr um Qualifikation oder Wählerwillen geht sondern um Dinge die damit gar nichts zu tun haben dann ist man eh gewaltig auf dem Holzweg. Eine Frauenquote führt auch automatisch zu Diskriminierung ist also von daher auch eine Scheiß Idee.
19raptor23096110. Februar 2019
Wenn jeder Mann das gleiche Recht wie jede Frau hat - warum sollen dann männliche Kandidaten für eine Frau von ihrem Recht auf ein politisches Amt zurücktreten nur damit die "Frauen-Quote" stimmt? Warum sollten in Zukunft Frauen auf ihr Recht auf ein politisches Amt verzichten, damit die "Männer-Quote" stimmt?
18k29329510. Februar 2019
@16 : Ok, die Grünen machen das ja so - immer abwechselnd 1 Mann, 1 Frau - auf ihren Wahllisten. Scheint kein Problem zu sein. Aber wie macht man das mit den DirektkandidatInnen? Die werden ja voneinander unabhängig aufgestellt.
17raptor23096110. Februar 2019
@16 : Du hast Artikel 3 (2.) richtig wiedergegeben - vergißt aber (3.): "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden." Und auch (1): "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich." Wo bleibt da Deine Forderung für eine Quote auf Wahlzetteln???
16thrasea10. Februar 2019
@14 Die Antwort ist Artikel 3 unseres Grundgesetzes: "(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."
15gabrielefink10. Februar 2019
Ich glaube auch, dass sich allgemein weniger Frauen als Männer in der Politik engagieren. Wenn sich eine Frau durchsetzen will, dann schafft sie das auch ohne Quote - wir haben seit vielen Jahren eine Bundeskanzlerin und Die SPD hat eine Parteivorsitzende.
14k15568210. Februar 2019
Alleine die Diskussion ob Mann oder Frau ist schon ein ad absurdum:-( Was ist mit der Quote für Lesben / Schwule oder eine Quote für verschiedene Altersschichten ( 10 % 20 - 30 Jährige, 15 % 30 - 40 Jährige usw.), auch die Armen und Reichen müssen mit ner festen Quote versehen werden. Wo möchte man da Anfange / Aufhören?
13thrasea10. Februar 2019
@11 Wenn du Autos, Bekleidung und Lebensmittelkauf mit Wahlen vergleichst, dann brauchen wir nicht weiter diskutieren. Das ist sinnlos.
12raptor23096110. Februar 2019
Dann will ich mal Deine Frage beantworten: Leider habe ich meine Kristallkugel nicht dabei. Daher kann ich Deine Frage, warum weniger Frauen vertreten sind nicht beantworten - außer, dass es in unserer Region ähnlich ist, wie @9 bereits schrieb: Hier sind mehr Männer politisch aktiv als Frauen - und das spiegelt sich eben in den Wahllisten wieder. Zudem bleibe ich bei der Meinung, dass nicht mehr für kompetente Frauen geworben werden muss - es muss für mehr kompetente Menschen geworben werden!
11raptor23096110. Februar 2019
Wenn ich ein Auto kaufe, wenn ich Bekleidung kaufe, wenn ich Lebensmittel kaufe - dann frage ich nicht zuerst, was weniger gekauft wird - um durch eine Quote den Markt anzugleichen . Ich kaufe das, was ich für das Beste halte. Genau so gehe ich wählen. Ich wähle keinen Mann / keine Frau damit das Geschlecht oder gar eine Partei besser vertreten ist - ich wähle, was ich für das Beste für die Politik halte.
10thrasea10. Februar 2019
@7 Richtig, meine Antwort war aber an @3 , nicht an dich gerichtet. Inhaltlich hat es natürlich trotzdem gepasst. Ganz beantwortet sehe ich meine Frage trotzdem nicht. Was ist nun deiner Meinung nach der Grund, warum so wenig Frauen auf der Liste stehen und dementsprechend wenig gewählt werden? @8 Aber es gäbe ja eben keine Bevorzugung. @9 Genau das soll sich doch durch eine solche Regelung ändern. Dann wären Parteien gezwungen, mal um intelligente geeignete Frauen zu werben.
9k15568210. Februar 2019
@6 , "Was spricht nun dagegen, dass die Wahllisten zur Hälfte aus Frauen und Männern bestehen ", bei Wahlveranstaltungen in unserer Region sind max. 20 Prozent aktive Frauen, warum sollte dann die Wahlliste 50/50 sein?
8raptor23096110. Februar 2019
@6 : Es spricht dagegen, dass eine demokratische Wahl nichts mit "Frau" oder "Mann" zu tun haben sollte. in einer Wahl sollte es nur eine Frage geben: "Wer ist besser geeignet?" Es ist in meinen Augen schon ein Unterschied zwischen Gleichberechtigung und einer Bevorzugung von Geschlechtern! Das Selbe würde ich übrigens schreiben, wenn viel mehr Frauen im Parlamet wären - und Männer-Quoten gefordert würden!
7raptor23096110. Februar 2019
Zitat: "Daher meine Frage in @2 . Deine Antwort?" Antwort zu Frage in 2 habe ich bereits in Beitrag 4 gegeben!
6thrasea10. Februar 2019
@4 OK. Was spricht nun dagegen, dass die Wahllisten zur Hälfte aus Frauen und Männern bestehen - und du als Wähler dort die Möglichkeit hast, den deiner Meinung nach besser geeigneten Kandidaten oder die besser geeignete Kandidatin auszusuchen?
5thrasea10. Februar 2019
@3 Das ist doch genau der Punkt. Ich stimme dir zu - wer am besten geeignet ist, sollte den Job bekommen. Nun ist es aber Tatsache, dass Frauen in Parlamenten wesentlich weniger zu finden sind, als es zu erwarten wäre. Das lässt zwei Rückschlüsse zu. 1) Frauen werden strukturell benachteiligt und finden trotz guter Eignung eben nicht den Weg auf die Wahllisten. 2) Die geringe Zahl der Frauen liegt daran, dass sie schlechter geeignet sind als Männer. Daher meine Frage in @2. Deine Antwort?
4raptor23096110. Februar 2019
@2 : Nein - ich bin absolut nicht der Meinung, dass Frauen schlechter sind! Aber Wahlen sollten Wähler entscheiden - nicht Quoten! Wenn eine Frau besser ist als ein Mann gebe ich ihr gerne die Stimme - aber nicht nur weil sie eine Frau ist. Genau so soll eine Frau auch mein Chef sein, wenn sie besser ist als der Mann. Wie ich schon oft gesagt habe: es geht darum, wer besser ist - nicht, welches Geschlecht der Bewerber hat!
3auron200810. Februar 2019
@2 , es sollen die Leute den Job bekommen, die am besten dafür geeignet sind. Das Geschlecht sollte dabei keine Rolle spielen. Aber wenn man dabei ist, warum keine Frauenquote für Müllabfuhr, Kanalreiniger, Straßenbauer, etc. ?
2thrasea10. Februar 2019
@1 Du bist also der Meinung, Frauen sind schlechter für parlamentarische Aufgaben geeignet?
1raptor23096110. Februar 2019
Also ich bin auch für eine Frauenquote! Es kommt ja nicht darauf an, wer besser für den Job geeignet ist - viel wichtiger ist, ob man ein Mann oder eine Frau ist. So etwas muss dann auch unbedingt per Gesetz festgelegt werden. Dann wäre ich noch für eine Ost-Deutschen-Quote, eine Moslem-, Katholiken- und Evangelischen-Quote ... Wer gewählt wird - so etwas darf man nicht den Wähler und der Wählerin überlassen - dafür ist das viel zu wichtig! Diese Fragen regelt man über Quoten!