Berlin (dpa) - Trotz des Verzichts auf das Führen ihres Doktortitels hält die Kritik an Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) an. Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki sagte der «Bild» (Samstag), Giffey werde durch dieses Vorgehen nicht erlöst, denn die Frage, ob sie bei […] mehr

Kommentare

17locke15. November 2020
Ein Dr. Titel war vor 10 Jahren noch viel wichtiger als heute. Im Fall Giffey ist es ja mittlerweile so das sie Positionen erreicht hat die den Dr. Titel für ein Vorankommen nicht mehr brauchen. Macht ihr also kein Problem wenn sie einfach drauf verzichtet. Titelmißbrauch wird ja leider nicht wirklich bestraft.
16commerz14. November 2020
allem Anschein nach ist der Dr unabdingbar für Erfolg und offensichtlich menschlich notwendig. Ein Umfeld das ich nicht kenne, mir aber nun auch verständlich wird wie weit weg vom Pöbel Entscheidungen getroffen werden.
15Han.Scha14. November 2020
@14 : In @12 habe ich auf die "Nachweisversuche" hingewiesen. Aber warum führst du den Aufwand von Herrn Schmidt an? Es ist doch gut, wenn jemand die Arbeit der anscheinend sehr "gefälligen" Prüfungskommission und der "Doktormutter" hinterfragt. Der Wert einer richtigen Doktorarbeit wird hierdurch nur angehoben und damit die Inflation dieser Titel eingedämmt.
14thrasea14. November 2020
@13 Auch dazu nochmal ein Zitat zum "Plagiatjäger" Schmidt aus dem Interview mit Barz: "Jetzt ist er mit an der Promotion von Franziska Giffey dran. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hat er gesagt, diese Arbeit habe ihn bisher schätzungsweise 500 Stunden gekostet." Hoher Aufwand, oder? Sollte dies der Maßstab für jede Promotion sein? Oder nur bei Politikern? Wird die Prüfung am Ende aufwändiger als das Verfassen der Arbeit selbst? Den Betrugsvorwurf sehe ich nicht nachgewiesen.
13Han.Scha14. November 2020
@10 : Kurz: Betrügen und abschreiben ist heute schwieriger. Und das ist gut so!
12Han.Scha14. November 2020
@9 : Zumindest ist es schon sehr anrüchig, dass die Mitglieder der Prüfungskommission alle aus ihrem unmittelbarem "Dunstkreis" kommen. Wenn dies keine Absicht war, kann es kaum als ungeschickt gelten. Warum muss sich jemand, der intellektuell dazu nicht in der Lage ist, promovieren lassen?
11Sonnenwende14. November 2020
@9 Sind alle immer recht geschickt im "Augenwischen".
10thrasea14. November 2020
Interessant auch die Aussage des Bildungsforschers Barz: "Es ist wahrscheinlich immer so gewesen, dass Rekapitulationen der Vorläuferliteratur mal mehr, mal weniger originell ausfielen. Es ist nicht so, dass es da einen dramatischen Verfall der Betreuungskultur gibt. Es ist im Zeitalter des Internets bloß viel leichter nachweisbar, was woher stammt. Vor zwanzig, dreißig Jahren konnte man höchstens per Zufall über formulierungsidentische Stellen stolpern." <link>
9thrasea14. November 2020
Kubicki macht das sehr geschickt. "Es gebe keinen logischen Grund, warum bei ihr andere Maßstäbe gelten sollten als bei Karl-Theodor zu Guttenberg." Wer würde da widersprechen? Tatsächlich ist es aber so, dass der Fall Guttenberg qualitativ in einer ganz anderen Liga spielt. Und das weiß Kubicki auch. "Stellt sich heraus, dass sie getäuscht hat, bleibt ihr nur der Rücktritt" meint Kubicki. Und, hat das jemand festgestellt? Kann eine absichtliche Täuschung, ein Betrugsversuch nachgewiesen werden?
8Mike_114. November 2020
Die meisten Politiker verkaufen sich für was was sie gar nicht sind, führen die Wähler damit in die Irre und meinen auch noch die besten zu sein, Lug und Trug auf der ganzen Linie aber uns regieren wollen.... So langsam sollten diese Damen und Herren mal ihr Gehirn (soweit vorhanden) einschalten und an das Volk denken und nicht daran wie kann ich das meiste für mich rausholen und das Volk Volk sein lassen.... **** ES REICHT *** WIR SIND DAS VOLK ****
7goa5314. November 2020
das Amt hat eine Vorbildfunktion und das hat sie hintergangen mit vorsätzlichem Betrug, das ist ein Grund, das Amt niederzulegen, da gibt es keine Rechtfertigung in meinen Augen
6Jewgenij14. November 2020
Der zu Gutenberg hat Konsequenten davon getragen, sie will mit Betrug eine politische Karriere machen.
5gabrielefink14. November 2020
Der Zeitpunkt der Neuuntersuchung ist mal wieder interessant. Zwei Wochen vor ihrer Kandidatur zu einem neuen Amt? ...
4Troll14. November 2020
... verzichten. Klar hat Kubicki Recht, daß dem trotzdem noch nachgegangen werden muß. Aber das passiert ja ohnehin schon. Hier sieht Kubicki einfach eine klare Chance, sich selbst aufzuspielen, und die Verfehlung von Giffey für sich zu nutzen. Das ist auch nicht gerade die feine Art, sondern eher eine Schlammschlacht.
3tastenkoenig14. November 2020
Momentan finde ich das Verhalten der Uni kritikwürdig. Es war absehbar, dass die Prüfung hohe mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Dennoch hat man sie nicht gründlich genug durchgeführt, sodass man sie nun wiederholen muss? Was FGs Kandidatur angeht, das ist nun wirklich Sache der SPD.
2Troll14. November 2020
Kubicki hat natürlich recht, daß man nicht ganz davon kommen soll, wenn betrügt, daß man dann einfach, sofern es aufliegt, nur den Titel zurückgibt und dann alles gut ist. Daher ist es richtig, daß man dem weiter auf den Grund geht und nicht sagt "nur weil sie hochrangige Politikerin ist, kommt sie davon." Aber im Vergleich zu anderen Politikern, die in letzter Zeit aufgeflogen sind, ist ihr Verstoß harmloser und sie hat den Vowurf soweit als Anlaß genommen, freiwillig auf den Titel zu...
1flowII14. November 2020
man stelle sich mal vor, ihr wuerde sowas in lehre oder in der wirtschaft passieren. glaub so schnell kann man gar nicht kucken, wie man da gegangen wird