Freiburg - Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, plädiert für die Einführung einer Klarnamenpflicht im Internet. "Um die Diskurskultur etwas zu rationalisieren, sollte es im Internet Pflicht werden, seinen Klarnamen zu benutzen", sagte Voßkuhle dem "Tagesspiegel". […] mehr

Kommentare

13Pontius26. Dezember 2025
@11 Die Coronaaufmärsche vor den Häusern von Personen in dieser Thematik vergessen? Es passiert...
12thrasea25. Dezember 2025
@11 Na das klingt doch schon anders als der Vorwurf, die Meinung würde Hass, Verunglimpfung und Schlimmeres akzeptieren. Ich fürchte, dass gerade zu schützende Menschen mit Klarnamen zu "Freiwild" werden würden. Hast du auch folgenden weiterführenden Link mit Beispielen gelesen? <link>
11Grizzlybaer25. Dezember 2025
@10 Es kann zu Schlimmerem kommen, aber es würde vielleicht viele davon abhalten. Denn dass es dazu kommen kann, ist auch "Spekulation!.
10thrasea25. Dezember 2025
@9 Du hast meinen Link gelesen - danke. Ich teile deine Interpretation des Zitats aber nicht. Der Autor akzeptiert Hass, Verunglimpfung und Schlimmeres nicht. Er ist nur der Meinung, dass eine Klarnamenpflicht kein geeignetes Mittel ist, um Hass und Schlimmeres zu verhindern. Er erklärt sehr anschaulich, warum es gerade durch eine Klarnamenpflicht zu Schlimmerem kommen kann. Nebenbei bemerkt: Eine Klarnamenpflicht kenne ich nur aus autoritären Ländern wie China. Warum wohl?
9Grizzlybaer25. Dezember 2025
"Sie gefährdet die Pressefreiheit, die freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Meinungsfreiheit, die Freiheit der Kunst" Was ist das für eine Meinung, die Hass, Verunglimpfung und Schlimmeres akzeptiert?
8Polarlichter25. Dezember 2025
Man kann ja Nutzernamen vorschalten, und man hätte immer noch über die Anmeldeinformationen die relevanten Daten.
7tastenkoenig25. Dezember 2025
Hmm … quasi am Vorabend von wahrscheinlichen AfD-Regierungsbeteiligungen sollte man sich das doppelt und dreifach überlegen …
6tchipmunk25. Dezember 2025
Es ist bereits jetzt kein Problem im Falle von Ermittlungen die Identität eines Nutzers digitalforensisch festzustellen. Eine Klarnamenpflicht braucht es jedenfalls dafür nicht.
5Pontius25. Dezember 2025
@4 Daher sollte der Nutzername mit dem Klarnamen verknüpft sein - um im Falle der Ermittlung verfügbar zu sein. Wenn man allerdings bedenkt, was Menschen unter ihrem Klarnamen ins Netz posten: von Beleidigungen über Volksverhetzung bis hin zu Todesdrohungen...
4thrasea25. Dezember 2025
Leider veröffentlicht der Tagesspiegel das Interview mit Voßkuhle erst am 27.12., hätte doch gerne mehr Details zur Argumentation gelesen. Ich halte die Forderung Voßkuhles aber für völlig abgehoben. Warum eine Klarnamenpflicht im Internet eine ganz, ganz schlechte Idee ist, hat Markus Reuter für netzpolitik.org hier anschaulich aufgeschrieben: <link>
3raffaela25. Dezember 2025
Prinzipiell halte ich diesen Vorschlag für gut. Ich frage mich nur, was gewisse Leute dann mit meinem Namen anfangen könnten? Ich möchte sicherlich keinen vor meiner Haustür stehen sehen, den ich nicht eingeladen habe.
2Joey25. Dezember 2025
Hat der schonmal darüber nachgedacht, warum viele Menschen (ich denke da insbesondere an junge, alleine lebende Frauen) im Internetz nicht gerne ihren echten Namen benutzen wollen? Oder gar noch ihre Adresse öffentlich machen? Vielleicht sollte den mal jemand besuchen... Ich meine von denen, die auch gerne mal hinter "Frischfleisch" her sind. O_o
1burghause25. Dezember 2025
Gute Analyse der Situation!