Bad Hersfeld (dpa) - Vier Jahre nach dem Beginn der Streiks bei Amazon herrscht bei Verdi Ernüchterung. Die Gewerkschaft demonstriert in dem Tarifkonflikt aber auch weiter Kampfeswillen. Verdi zeigt sich überrascht darüber, dass die Auseinandersetzung so lange dauert. Aber man sei noch nicht am Ende […] mehr

Kommentare

45Wasweissdennich23. Mai 2017
@41 man muss dem Staat aber auch nicht für alles die Schuld geben, wenn man sich durch Qualifikation und gute Arbeit nur schwer ersetzbar macht dann geht man auch nicht mit Mindestlohn nach Hause...wenn man aber wirklich ernsthaft Gas geben will dann ist es eigentlich auch unsinnig Angestellter zu bleiben
44K14847014. Mai 2017
@ Da gebe ich dir nur zum Teil recht Mit ner Pauschale zb.30% ist nur ein Bruchteil finanzierbar
43sibelkes14. Mai 2017
Das sieht wie eine Unendlichkeitsschleife aus.
422fastHunter14. Mai 2017
@41 : Meine Rede. Umgekehrt ist es leider. Meist werden die Unternehmen subventioniert, damit sie sich ansiedeln. Also statt Geld der Gesellschaft zuzuführen, nimmt der Staat ihr welches weg. Und das nur, damit sich ein Bürgermeister nen Bienchen in sein Tagebuch malen darf. "Habe Jobs geschaffen. Koste es, was es wolle."
41Lady_Clarissa14. Mai 2017
@ ALLE Eine große Mitschuld tragen auch unsere Volksvertreter. Mit dem sog. Mindestlohn ist kein vernünftiges Leben bzw. der Aufbau einer Altersversorgung möglich. Dieser Staat lässt doch selber zu das Unternehmen sich "ARM rechnen" Einfache Steuergesetze würden da Abhilfe bringen. "Du verdienst hier dein Geld also zahlst du hier auch deine Steuern und das ist mindestens xx %" Mit steigendem Gewinn wird der Steuersatz angehoben. So einfach könnte es sein aber das wollen unser Vvt nicht.
402fastHunter13. Mai 2017
...nur nicht in die eigenen Angestellten. Und mit Steuern zahlen haben die es auch nicht. Also doch die eigene Tasche.
39Chris198613. Mai 2017
@38 Wie schon gesagt, Firmen sind keine soziale Einrichtungen daher ist der Arbeitgeber in erster Linie der Firma verpflichtet und versucht diese bestmöglich auf dem Markt zu platzieren. Profit bedeutet ja nicht nur den Hals irgendwelcher Investoren zu füllen sondern auch die Firma am Leben zu halten. Amazon ist da übrigens ein positives Beispiel denn Amazon schüttet keine Dividende aus sondern reinvestiert alles (Meines Wissens nach) und schafft damit u.a. Arbeitsplätze.
382fastHunter13. Mai 2017
@37 : Was unterscheidet den Sozialbereich hiervon? @36 : Das ist aber kein Grund, die Leute nach dem Motto auszubeuten: Du bist entbehrlich und ich finde jeder Zeit jemanden, der für weniger die selbe Arbeit macht. Wollen wir wirklich Unternehmen mit solcher Denkweise unterstützen? Jeder Arbeitgeber sollte seinem Gewissen und nicht seiner Dividende verpflichtet sein.
37thrasea13. Mai 2017
@34 Ich halte dieses Beispiel einfach für extrem schlecht, um gerade daran die allgemeine Situation in Deutschland zu diskutieren. Entschuldige, aber dieses Versandhandel vs. Lagerarbeiter ist so plakativ... Ansonsten teile ich deine Meinung, ich würde das aber lieber z.B. anhand der Situation im sozialen bzw. Pflegebereich o.ä. diskutieren.
36Chris198613. Mai 2017
@35 Es geht nicht um dieses eine Beispiel aber es ist ein gutes Beispiel um aufzuzeigen, dass Arbeitsplätze mit minimalen Qualifikationsanforderungen nunmal viel mehr potentielle Arbeitnehmer zur Verfügung hat als es bei einem Job mit hohen Anforderungen an die Qualifikation der Fall ist. Diese Jobs mit niedrigen Anforderungen sind nunmal nicht sonderlich geeignet um dem stetig steigenden Wohlstand in Deutschland zu folgen und da sie weniger werden und die potentiellen AN mehr ist es wie es ist.
352fastHunter13. Mai 2017
@32 : Das ist mir schon klar. Dennoch Unfug. Auch in der IT gibt es reichlich Fachkräfte. Und auch das war nur EIN Beispiel. Es gibt etliche mehr für so ziemlich jede Branche. Ich finde es spannend, dass sich immer auf ein Besipeil gestürzt wird, um dies zu zerpflücken, statt die gesamtdeutsche Situation zu betrachten. Diskutieren des Diskutierens Willen?
342fastHunter13. Mai 2017
@33 : Das war nur EIN Beispiel. Lebensmittel, Nebenkosten (Ja, die sind in wirtschaftlich schwachen Regionen oft sehr hoch, weil die Kommunen es nicht gebacken bekommen) etc. Und warum Amazon? Die zahlen auch nur knapp über dem Mindestlohn. Dann streik mal eine Gewerkschaft und alle sind plötzlich auf der Seite des gnädigen Arbeitgebers, der ja Arbeitsplätze schafft. Ganz großes Kino.
33thrasea13. Mai 2017
@28 Der Vergleich hinkt jetzt aber gewaltig. Welche Anteil des Einkommens gibt man für einen Handy-Vertrag aus und wie viel für Miete oder Eigentum? Bei Miete und Eigentum gibt es große regionale Unterschiede, das ist fakt. Abgesehen davon weiß ich nicht, warum man Amazon hier modernes Sklaventum vorwirft. Es gibt so viele Branchen, in denen man weniger verdient bzw. nur den Mindestlohn bekommt.
32Chris198613. Mai 2017
@31 Angebot und Nachfrage regelt hier nunmal. Der Hinweis auf IT und Lagerarbeit hängt damit zusammen, dass es in bestimmen Bereichen nunmal einen deutlichen Unterschied in der Qualität der Arbeit geben kann und in anderen nicht. Das Delta im Benefit für die Firma ist bei einem schlechten zu einem guten ITler nunmal deutlich größer als das bei einem Lagerist der Fall sein kann. In Zeiten von Globalisierung stehen nunmal auch Arbeitskräfte international im Wettbewerb daher der Hinweis "Grenze".
312fastHunter13. Mai 2017
@30 : Ich beziehe mich nicht speziell auf Amazon, sonder auf die Situation an sich. Und was das mit dem Unterschied zwischen Lagerarbeitern und IT-Person zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Und nur weil wo anders billiger gearbeitet wird, müssen alle Leute jetzt ihre Prinzipien wegwerfen und auch billiger arbeiten? Willst Du wirklich diese Abwärtsspirale beim Lohnniveau verfolgen? Ein extrem schwaches Argument.
30Chris198613. Mai 2017
@27 Auch im Osten gelten die gleichen Gesetze wie im Westen, von Sklaverei zu sprechen ist hier einfach nur lächerlich. Wie Amazon vom Staat subvetioniert wird musst du hier auch nochmal aufzeigen. @28 Hier geht es um Lageristen und nicht um Softwareprogammierer, man muss nicht überregional um "gutes Personal" konkurrieren. @29 Wenn Löhne wie in München gezahlt werden dann baut Amazon halt jenseits der Grenze. Haben die schon bewiesen, dass sie das machen.
292fastHunter13. Mai 2017
Im Gegenteil! Würden anständige Löhne gezahlt, würde die komplette Gegend deutlich stärker davon profitieren und das Lohngefälle würde sich endlich mal ausgleichen.
282fastHunter13. Mai 2017
Ergo geht ihre Gewinnsteigerung schon zu Lasten der Gesellschaft. Und dann zusätzlich soll selbige auch noch Billigarbeit dulden? Zum Glück ist dieser Trend z.B. in der IT rückläufig. Gleiche Arbeit für gleiches Geld. Im Osten wird nach Westtarif bezahlt, wenn man anständiges Personal halten will. Und jetzt nicht mit niedrigeren Lebenshaltungskosten kommen. Das ist Unfug. Oder zahlt jemand regionalbedingt weniger für seinen Handyvertrag?
272fastHunter13. Mai 2017
@26 : Richtig! Ein Unternehmen ist keine soziale Einrichtung. Die Schaffen Arbeitsplätze nicht, weil sie gütig sind, sondern weil sie diese benötigen. Dann aber darauf abzielen, dass man legale Sklaverei dafür einführen darf, weil die Angestellten ja für jeden Cent dankbar zu sein haben, ist Käse. Die Gewinne des Unternehmens werden mit Subventionen vom Staat gepusht. Dabei zahlen diese meist nichtmal vor Ort ihre Steuern.
26Chris198613. Mai 2017
@25 Was verstehst du unter Gleichbehandlung? Ich unterstütze ganz klar, dass Arbeitsplätze in Regionen gebracht werden in denen es keine gibt, sie aber gebraucht werden. Da eine Firma keine soziale Einrichtung ist gehen die halt dorthin wo die Betriebskosten niedrig sind, mehr als verständlich aber dennoch Win/Win-Situation für beide.
252fastHunter13. Mai 2017
@24 : Genauso ist es. Der Grund ist das Problem. Die könnten einen Standort auch in München aufbauen, würden dann aber keine Dumpinglöhne zahlen können, bzw. dafür keine Leute finden. Also sucht man sich gezielt Gegenden aus, wo man das Volk knechten kann, weil die ja ach so froh sein müssen, dass es endlich Arbeit gibt, egal zu welchen Bedingungen. Und das unterstützt Du, statt Gleichbehandlung aller?
24Chris198613. Mai 2017
@23 Weil man bei 20 aus dem Kontext schließt, dass er Amazon unterstellt in den strukturschwachen Regionen Arbeitsplätze zu schaffen weil sie dort die Arbeitnehmer besser "knechten" können.
23Merowing13. Mai 2017
@22 : Voraus schließt du das die kritischen Stimmen dagegen sind das Amazon in strukturschwachen Gegenden Jobs schafft?
22Chris198613. Mai 2017
@20 Einerseits regt man sich hier auf weil in strukturschwachen Gegenden zu wenig Arbeit geschaffen wird und wenn Amazon dort viele Jobs entstehen lässt ist das jetzt auch nicht recht?
21NiciW13. Mai 2017
@20 : Froh ... ja, alles gefallen lassen ... nein. Und beim Umverteilen von oben nach unten bin ich wieder bei meinem Lieblingsthema. Schonmal die Kursentwicklung der Aktie angeschaut? Vom Weihnachtsgeld die Hälfte investiert ... super Umverteilung!
202fastHunter13. Mai 2017
@18 : Vielleicht weil die Leute froh sind, überhaupt einen Job zu haben und sich daher alles gefallen lassen? Amazon baut seine neuen Zentren ja nicht grundlos in wirtschaftlich schwache Gegenden.
192fastHunter13. Mai 2017
Ich finde es spannend, wie alle immer über "die da oben" und die Umverteilung von unten nach oben schimpfen. Aber wenn dann mal jemand dagegen angehen will, ist das auch nicht richtig. Die Deutschen sind schon ein lustiges Völkchen.
18NiciW13. Mai 2017
@16 : Gibt es eigentlich eine Erklärung für die geringe Streikbeteiligung unter den Angestellten? In meinem persönlichen Umfeld hab ich doch den ein oder anderen Amazon Mitarbeiter ... auf Verdi angesprochen wird da meist nur mit einem Lachen oder mit Kopfschütteln reagiert!
17k46880213. Mai 2017
@ wenn man sich das sehr einfach macht und oberflächlich denkt dann sehen die mitarbeiter zahlen gut aus bei amazon.
16Merowing13. Mai 2017
@15 11,71€ nach drei Jahren! Das erreichen da die wenigsten.... Und Urlaubsgeld wäre mir auch neu.
15Chris198613. Mai 2017
@13 11,71€ gegen 10,93€ im Tarif ist also nicht übertariflich? Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld gibts da übrigens auch. Sicher haben beide Seiten Vor- und Nachteile für den Arbeitnehmer aber ,im Vergleich der ausgeübten Tätigkeit mit anderen Unternehmen, wird man bei Amazon alles andere als schlecht bezahlt. @14 Nur weil hier gerade keine Informationen für die Standorte vorliegen muss es da nicht deutlich schlechter sein.
14Merowing13. Mai 2017
Also bei einem von 9 Standorten. Finde ich persönlich ein bisschen mager.
13Merowing13. Mai 2017
"In Bad Hersfeld beträgt der Einstiegslohn für einen Lagerarbeiter laut Unternehmen pro Stunde 10,01 Euro, im zweiten Jahr 11,59 Euro und im dritten Jahr 11,71 Euro. Nach dem Versandhandelstarif müssten es in den ersten drei Jahren durchgängig 11,77 Euro sein, in der Logistikbranche 10,93 Euro." Das hört sich jetzt nicht unbedingt nach übertariflicher Bezahlung an. Zumal ein Tarifvertrag ja nicht nur den Stundenlohn regelt. Einzig in Leipzig könnte man von übertariflicher Bezahlung reden.
12Chris198613. Mai 2017
@10 Zwar ein paar Tage alt aber auf die schnelle gefunden: <link>
11Merowing13. Mai 2017
@9 : Leider falsch. Verdi will den Tarifvertrag für Lagerarbeiter im Einzel- und Versandhandel. Davon die Mitarbeiter wie Verkäufer zu bezahlen war nie die Rede.
10Merowing13. Mai 2017
@8 : Hast du auch eine Quelle für deine Aussage?
9Lady_Clarissa13. Mai 2017
@3 Verdi will Tarifvertrag für Verkäufer im Einzelhandel B2C und das ist absolut nicht die Tätigkeit der Amazonmitarbeiter.
8Chris198613. Mai 2017
@6 @7 Da die Tätigkeit in den Logistikzentren von Amazon die größte Schnittmenge mit der Tätigkeit in der Logistikbranche hat ist auch nur ein Tarifvertrag nach dieser Branche vorstellbar. Allerdings zahlt Amazon bereits mehr als der Tarifvertrag der Logistikbranche ausruft.
7Mehlwurmle13. Mai 2017
Verdi will ja nicht den Einzelhandels-Tarifvertrag durchsetzen, sondern den Versandhandelstarifvertrag.
6Merowing13. Mai 2017
@5 Welchen Tarifvertrag denn dann?
5Chris198613. Mai 2017
@3 Zumindest nicht den Einzelhandelstarifvertrag. @4 Wenn man mal nach der Anzahl der Mitarbeiter von Amazon in Deutschland schaut steht da keine negative Zahl...
4k46880213. Mai 2017
@1 amazon schafft keine arbeitsplätze, sondern vernichtet sie!
3Merowing13. Mai 2017
@2 : Und deswegen haben diese Menschen keinen Anspruch auf einen Tarifvertrag?
2Lady_Clarissa13. Mai 2017
Verdi ist ein unsozialer Verein, der die eigenen Leute ausbeutet. Außerdem sind die Leute bei Amazon keine Verkäufer sondern Lagerarbeiter oder maximal Logistiker. Vielleicht sollten die Großkopferden von Verdi die Leistungsbeschreibung der einzelnen Berufsgruppen nachlesen.
1K14847013. Mai 2017
Amazon schafft Arbeitsplätze und Verdi ist dagen anders kann man den Streit nach 4 Jahren erklären