Berlin (dpa) - Rund jeder Zweite in Deutschland findet den Atomausstieg vor drei Jahren falsch. 53 Prozent lehnen die Abschaltung der letzten Meiler in einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov und des Sinus-Instituts ab, 40 Prozent finden sie richtig. Fast jeder Dritte (32 Prozent) […] mehr

Kommentare

18truck67623. April um 10:15
@17 Stimmt, aber es sind keine „Endlager“ wie für hochradioaktiven Atommüll aus Spaltungsreaktoren nötig, da die 'Abklingzeiten' sich in wesentlich niedrigeren Rahmen von Jahrzehnten bis allenfalls Jahrhunderten bewegen, und nicht hunderttausende oder mehr. 'Mögen' würde ich Fusionreaktoren auch nicht, aber ich fände sie 'notfalls akzeptabel', mehr nicht.
17Pontius23. April um 10:04
@15 es gibt keine langlebigen Fusionsprodukte so wie bei der Spaltung, aber während des Fusionsprozesses entsteht Strahlung und die verstrahlten Reaktorteile sind wie im Spaltungsfalle im Anschluss speziell zu lagern.
16satta23. April um 10:02
@15 Genau genommen, nutzen PV, Biogas, Wind- und Wasserkraftanlagen ja alle die Energie des Fusionsreaktors Sonne. Erdöl, Kohle und Erdgas aber letztlich auch. Nur Uran/Thorium und Erdwärme nicht. :D
15truck67623. April um 09:57
@14 Wobei natürlich die Fusionsreaktoren keinen radioaktiven Müll produzieren würden, was ja an sich schon ein Argument darstellt. Ich bezweifle aber, dass Fusionsreaktoren sich als wirtschaftlicher erweisen werden, als Sonne-, Wind- und Wasseranlagen. Das mag sich vielleicht irgendwann ändern, aber das ist noch gaaaaanz weit weg!
14skloss23. April um 09:51
@13 wobei Forschung an der Fusion ja ungeachtet des Betriebs von Spaltanlagen betrieben werden kann - allein schon, um die Fusionskonstante t=30 Jahre zu senken ;-) Aber ja, wenn Fusion kommerziell abbildbar UND nachhaltig zu betreiben ist, dann kann das gern den Strommix ergänzen. Aus dem freigewordenen Li der Netzakkus bauen wir dann, mh, U-Boote oder so - läuft ja dann schon alles auf E ;-)
13Pontius23. April um 09:50
@12 Das SMRs kostengünstiger als ausgewachsene AKWs ist eine Mär von Anbeginn. Alle Startups haben mit teureren kWh-Preisen geplant - und das noch vor Baubeginn!
12satta23. April um 09:34
@10 Markus Söder u.a. haben ja die Idee von SMRs aufgegriffen, damit verbinden sich Hoffnungen für kürzere Inbetriebnahmezeiträume, geringere Kosten, aber eben auch geringerer Leistung und trotzdem vorhandenes Betriebsrisiko. Eine weitere Möglichkeit der Renaissance von Kernkraftanlagen in Dtl. ergäbe sich auch, wenn irgendwann mal Fusionsreaktoren aus dem Versuchsstadium hinauskommen und kommerziell betrieben werden könnten.
11ichbindrin23. April um 09:27
Solche Umfragen zeigen auch stets die Herausforderung der Politik mit der Kurzsichtigkeit und Momenthaftigkeit der Bevölkerung umzugehen. Gleichzeitig sickert auch das gehaltlose Gefasel über mögliche Vorteile, wenn man drei hätte weiterlaufen lassen, halbgar in die Meinungsbildung ein: "Ach mit Kernenergie wäre das jetzt gerade alles für mich viel billiger und ist eh schon lange nichts mehr passiert, also hätte ich das gerne." (Politische) Bildung braucht Laufzeitverlängerung!
10Urxl21. April um 13:58
Ich verstehe die CDU nicht. Die alten KKWs in Betrieb zu nehmen würde jetzt schon richtig Geld kosten, das kein Stromversorger in die Hand nehmen wird. Und ein neues KKW zu bauen dauert richtig lange und ist extrem teuer, das macht noch weniger Sinn. Egal, ob die Politik KKWs wieder freigibt: Es wird keine Wiederauferstehung der Atomkraft in Deutschland geben, das ist schlicht zu teuer.
9Sonnenwende21. April um 09:24
Ich glaube vieles liegt auch daran, dass die Leute nicht vollkommen aufgeklärt sind oder sich auch nicht mehr umfassend erinnern. Tschernobyl war in erster Linie auf das korrupte System der Sowjetunion zurückzuführen, vor allem auf eine restriktiv-diktatorische Befehlskette, die förderte dass Verantwortliche lieber gefallen wollten als bei Schwierigkeiten die Reißleine zu ziehen. Und diese Art "menschliches Versagen" nimmt weltweit zu - weil diktatorische und korrupte Systeme weltweit zunehmen.
8Pontius21. April um 09:04
@7 ach die 3-5 Milliarden für die Revision hätte die deutsche Bevölkerung doch gern bezahlt. Warte ich rechne das kurz als Aufschlag auf den Strompreis um...
7satta21. April um 08:57
Die letzten Meiler hätten sowieso zwecks Durchsicht für eine gewisse Zeit vom Netz gehen müssen, das Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wäre selbst bei den modernsten KKW in Dtl. bald erreicht (ohne umfassende Modernisierungen). Die Regelbarkeit von Kernkraftwerken ist eher träge, der Teillastbetrieb senkt die Wirtschaftlichkeit. Das heutige Stromnetz mit vielen dezentralen Erzeugeranlagen benötigt eher reaktionsschnelle Energiespeicher.
6skloss21. April um 08:44
Passend zur Eisbergspitze - hier eine schöne grafische Übersicht mit Filtermöglichkeiten <link>
5truck67621. April um 08:30
"Wenig Angst vor Nuklearkatastrophe" - Tschernobyl, Fukushima, waren nur die schwersten Unfälle. Und der Müll? Kostet uns dauerhaft Milliarden... ohne Ende... <link>
4Sonnenwende21. April um 08:23
Die Umfrageergebnisse halten sowieso nur bis zum nächsten nuklearen Unfall - naja, und da brauchen wir ja nur einen besonders heißen Sommer in Frankreich + kleinere Zufälle.
3Pontius21. April um 05:02
"Wenig Angst vor Nuklearkatastrophe" Na dann nimmt einfach jeder ein Stück in den Keller und schwups haben wir auch die Endlagerproblematik gelöst...
2zippostuff21. April um 04:54
wie erwartet
1nierenspender21. April um 04:49
Siehe hier: <link>