Berlin - Die Mehrheit der Deutschen ist offenbar für eine Abkehr vom Acht-Stunden-Tag. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des "Stern" und von RTL sind 57 Prozent der Deutschen dafür, diese Regelung abzuschaffen und stattdessen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit einzuführen, die erlaubt, an […] mehr

Kommentare

16tchipmunkvor 1 Minute
@15 Die 48 Stunden sind bei einer 6-Tage-Arbeitswoche rechnerisch auch der 8-Stunden-Tag. Eine 6-Tage-Arbeitswoche: siehe Supermärkte von Montag bis Samstag geöffnet. Selbst das ist jetzt schon ungesund. Und die wollen eher Personal weiter reduzieren (z.B. durch Selbstbedienungskassen). Von daher ist der 8-Stunden-Tag sehr relevant. Und aus biologisch-medizinisch-psychologischer Sicht ist ein Arbeitstag sogar von nicht mehr als 6-Stunden besser.
15thraseavor 11 Minuten
@14 Die Verlängerung auf 10-Stunden erfordert nur dann einen Ausgleich, wenn man mit den 10-Stunden-Tagen mal auf mehr als 48 Stunden in einer Woche kommt. Daran soll nichts geändert werden. Wenn du andere Infos hast, gerne verlinken. Ich habe nichts dagegen, den 8-Stunden-Tag Richtwert zu nennen. Relevant ist er aber trotzdem nicht, er ist keine Obergrenze – im Gegensatz zu den zehn Stunden.
14tchipmunkvor 23 Minuten
Also ich halte die Debatte und auch diese News samt Überschrift überhaupt nicht für "maximal irreführend". Auch ist der 8-Stunden-Tag nicht irrelevant. Es ist ein gesetzlicher Richtwert. Die 10-Stunden-Grenze soll eben laut Gesetz gerade nicht der Standard sein, auch wenn das vielerorten so praktiziert wird. Die heutige mögl. Verlängerung auf bis zu 10 Std. erfordert an anderer Stelle Ausgleich. Den wollen einige AG lieber weg haben. Denkt mal an Supermärkte, die bis abends 22 Uhr offen sind.
13thraseavor 47 Minuten
Im Koalitionsvertrag steht: "Deshalb wollen wir im Einklang mit der europäischen Arbeitszeitrichtlinie die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer täglichen Höchstarbeitszeit schaffen" Daraus schließe ich, uns so habe ich es auch in den Medien wahrgenommen: Die 10-Stunden-Grenze soll geschliffen werden, an den 48 Stunden pro Woche (im Durchschnitt) aber nicht gerüttelt. Der Acht-Stunden-Tag ist wirklich nicht relevant.
12thraseavor 50 Minuten
@10 ArbZG § 3: "Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden." Da steht doch sogar direkt drin, dass 10 Stunden pro Tag relevant sind, nicht 8, bei max. 48 Stunden pro Woche. @11 Ist angekommen :-)
11nierenspendervor 52 Minuten
@10 sicher das du nicht @9 meintest?
10Sonnenwendevor 58 Minuten
@8 Das ist nicht ganz richtig, diese gesetzliche Obergrenze gibt es bisher sehr wohl – innerhalb von 24 Wochen darf die durchschnittliche Arbeitszeit von 8 Stunden pro Arbeitstag nicht überschritten werden, und genau das soll jetzt geändert werden - mit nicht absehbaren Folgen, was die AZ-Belastung anbetrifft. Ansonsten, wie ich ja auch schon dargestellt habe, gibt es diese Flexibilität, die jetzt als Begründung angeführt wird schon längst, wie du ja auch sagst.
9thraseavor 1 Stunde
Die Debatte und auch diese Meldung (Überschrift!) ist maximal irreführend. Es gibt keine gesetzliche Vorgabe eines Acht-Stunden-Tags. Die relevante gesetzliche Obergrenze liegt bei 10 Stunden reiner Arbeitszeit pro Tag. Über diese Grenze kann man sicherlich diskutieren, sofern andere geltende Grenzen bestehen bleiben: Max. 60 Stunden pro Woche, im Durchschnitt über 6 Monate nicht mehr als 48 Stunden pro Woche. Damit gäbe es doch genug Flexibilität, wo heute die 10-Stunden-Grenze hinderlich ist.
8nierenspendervor 1 Stunde
@7 natürlich, ein weiteres Beispiel bei dem ständig gegen geltende Gesetze verstoßen wird weil es eben nicht anders geht, obwohl es da glaube ich sogar Ausnahmen im Gesetz gibt (bin aber nicht sicher). Aber Fazit ist: würden wir alle bestehenden Arbeitszeitgesetze hart durchsetzen hätten wir ein richtiges Problem im Land.
7Sonnenwendevor 1 Stunde
@4 ,6 Das betrifft auch Pflege, Altenpflege, Ärzte, Sanitäter, um nur einige Berufsgruppen zu nennen. In medizinischen Berufen ist eine 24-Stunden-Rundum-Versorgung ohne Schichten, die länger als 8 Stunden dauern, schon lange gar nicht mehr realisierbar. Und da ist nix mit "wegen 4-Tage-Woche".
6nierenspendervor 1 Stunde
@3 machen viele ja schon, lieber 10-12h/d und Freitag frei, gerade wenn man unter der Woche eh nicht zu Hausen ist.
5Sonnenwendevor 1 Stunde
Ich denke mal ein großer Teil kennt schon 11-Stunden-Arbeitstage – eigentlich sind es 10 Stunden gesetzlich höchst mögliche AZ +1 Stunde gesetzlich verpflichtende Pause, wobei die durchschnittliche AZ von 8 h innerhalb von 24 Wochen nicht überschritten werden darf sowie Ruhezeiten zwischen den AZ von mindestens 11 h eingehalten werden müssen - und unterschätzen, dass ein Hochsetzen der gesetzlich festgelegten täglichen AZ > 8h u.a. auch die maximal zulässige AZ erhöht.
4nierenspendervor 1 Stunde
Ich bin da grundsätzlich auch dafür, aber es ist natürlich ein bissl ein zweischneidiges Schwert. Viele Monteure machen das ja schon so das sie Ihre 40-50h/W in 4 Tagen erledigen und dann Freitag zu Hause sind, was soll man sonst auch immer machen die ganze Woche fern von zu Hause. Und auch bei Inbetriebnahmen/Dienstreisen sind 12h (oder mehr) Tage nicht unnormal, aber dann eben nicht ständig und mit späterem Ausgleich. Und da muss man eben aufpassen das Leute nicht dauerhaft ausgebeutet werden
3Elegandinavor 1 Stunde
Alle mal in körperlich schwer arbeitende Berufe arbeiten gehen. Bin mal gespannt, was die dann sagen.
2Marcvor 1 Stunde
Ich behaupte mal, dass der überwiegende Teil der Befragten gar keine Ahnung hatte, worüber er gerade abstimmte. Außerdem wird kaum einer die aktuelle Regelung im Detail kennen.
1tchipmunkvor 1 Stunde
Bei Arbeitstagen bis zu 13 Stunden könnte allerdings auch die Konzentrationsfähigkeit leiden, in sicherheitsrelevanten Bereichen ein Risiko.