Berlin/Kiew (dpa) - Die Ukraine schließt nicht aus, in Verhandlungen mit Russland auch über eine mögliche Neutralität des Landes zu sprechen. «Solche Fragen ließen sich in Verhandlungen diskutieren, das ist durchaus möglich», sagte Ihor Showkwa, außenpolitischer Berater des ukrainischen Präsidenten […] mehr

Kommentare

14Ravishe09. März 2022
@13 : Das ging alles schon 2013 los, als Janukowitsch das EU-Assoziierungsabkommen unterzeichnen wollte und dieses dann aufgrund des massiven Drucks von Putin nicht zustande kam. Resultat war Euromaidan, Janukowitschs Absetzung, Krim, Donbass. Der Nachfolger Poroschenko folgte dann nach der Annexion dem Willen des Volkes und war voll auf NATO/EU-Kurs, weil es auch die einzige Möglichkeit war, sich von der Abhängigkeit Russlands zu befreien.
13thrasea09. März 2022
@10 Danke für den Hinweis, hab die Änderung gerade gesehen. Zum zeitlichen Ablauf 2014: Nach meinen Quellen hat Poroschenko im Dezember 2014 angekündigt, den blockfreien Status der Ukraine durch einen Parlamentsbeschluss aufheben zu lassen. exemplarisch: <link> Das war also die Folge der Krim-Annexion durch Russland und die Probleme im Donbass – nicht umgekehrt.
12Ravishe09. März 2022
@11 : Soweit so gut: Dass die Ukrainer natürlich nach der NATO schreien, nachdem(!) sie die Krim verloren haben, ist eine natürliche, nachzuvollziehende Reaktion. Allerdings hat sich der Standpunkt des Westens im Grunde bis heute nicht geändert. Die Ukraine in der NATO würde schlichtweg mehr Probleme verursachen als lösen (wovon wir ja gerade Zeuge werden)
11thrasea09. März 2022
Und weiter steht da: "Geht man der Frage nach, wie die ukrainische Bevölkerung selbst zu einem NATO-Beitritt steht, sprach sich diese 2008 noch mehrheitlich gegen einen Beitritt aus. Erst nach dem Verlust der Krim 2014 hat sich dies geändert. "
10Ravishe09. März 2022
@9 : Ich hatte meinen Beitrag nochmal editiert, sorry :-) Ich glaube du musst auch nochmal ran :-)
9thrasea09. März 2022
@8 Ich weiß nicht, wie man das unterschiedlich lesen kann. Da steht, dass die Nato der Ukraine und Georgien grundsätzlich eine Beitrittsperspektive in Aussicht gestellt hat. Das ging von der Nato aus, nicht von der Ukraine. Und dann, ich zitiere: "Am 1. Juli 2010 nahm das ukrainische Parlament ein Gesetz an, das eine Fortsetzung der Partnerschaft mit der NATO zum Ziel hat, aber ausdrücklich das Festhalten der Ukraine an einer Politik der „Blockfreiheit” vorsieht."
8Ravishe09. März 2022
@7 : Bezüglich deines Artikels: Da steht doch, dass bereits 2008 sowohl Deutschland als auch Frankreich eindeutig gegen einen NATO-Beitritt der Ukraine waren, um "Russland nicht unnötig zu reizen und eine Destabilisierung Osteuropas zu riskieren". Poroschenko hat dann 2014 die Maxime der Blockfreiheit aufgegeben und wandte sich gezielt der EU/NATO zu. Das Resultat war die Annexion der Krim.
7thrasea09. März 2022
Man darf nicht vergessen, dass die Ukraine blockfrei bleiben und nicht Mitglied der Nato werden wollte – bis sich Russland bzw. Putin die Krim genommen hat. <link> Dieser Aspekt wird in den Diskussionen m. E. nicht ausreichend gewürdigt.
6Ravishe09. März 2022
Das beste ist noch der Gesichtsausdruck des Fox-Kommentators, der kaum glauben kann, was der Colonel a.D. da raushaut, besonders gegenüber der "Marionette" Selenskij :-) Da kommt selbst das erzkonservative FOX News nicht mehr klar
5wimola09. März 2022
Wenn Neutralität Frieden bedeutet, gibt es doch kein Argument dagegen, oder? Ich persönlich halte das ohnehin für die beste Option.
4Ravishe09. März 2022
Da wären wir schon wieder bei meinem alten Lösungsvorschlag (Teilung oder Neutralität) :-) Selbst der eine oder andere ehemalige US-Colonel wäre dem Ganzen nicht abgeneigt <link>
3Folkman09. März 2022
Jo, und das römische Reich auch. Wenn schon, denn schon..
2DJBB09. März 2022
Die Grenzen, die in den letzten hundert Jahren künstlich verschoben wurden, werden wieder hergestellt. Das russische Reich, das chinesische Reich, das deutsche Reich, das osmanische Reich
1Pontius09. März 2022
"Solche Verhandlungen und eine mögliche Übereinkunft könnten aber erst zustande kommen, wenn die Kriegshandlungen aufgehört hätten und es einen Waffenstillstand gäbe." Was nicht im Sinne des Aggressors ist. Auch der Druck durch die Sanktionen wird kurzfristig nicht zu einem Einlenken führen. :-(