Berlin (dts) - Die ukrainische Regierung hat Deutschland bei der Frage der Waffenlieferungen und der Russland-Sanktionen eine Blockade-Haltung vorgeworfen. "Deutschland hat sich vor Beginn des Krieges geweigert, Waffen an die Ukraine zu liefern", sagte der außenpolitische Berater von Präsident […] mehr

Kommentare

10thrasea25. März 2022
@9 Da stimme ich dir komplett zu – bis auf das Wort "fordern". Das ist m. E. die Standardformulierung der Nachrichtenagenturen und spiegelt sich oft nicht wider, wenn man sich die Reden im Original anschaut. Oft würden Wörter wie bitten, drängen, vorschlagen etc. ebenso gut passen.
9Sonnenwende25. März 2022
@8 So sehe ich das schon auch. Mich nervt nur dieses vorwurfsvolle Fordern. Zum Teil habe ich Verständnis dafür - die Lage ist einfach verzweifelt - zum Teil geht mir das zu weit. Und eines ist wohl klar: wir brauchen weder noch mal ein Land wie Polen noch noch mal ein Land wie Ungarn in der EU.
8thrasea25. März 2022
@7 Ich sehe das – wohl im Gegensatz ukrainischer Minister und Botschafter – ja auch gar nicht als sofortige Entscheidung. Ein Beitritt verlangt eine umfangreiche Anpassung und Transformation des Landes, das dauert Jahre. Da gehören dann u. a. auch wirksame Maßnahmen gegen Korruption dazu, sonst wird es nichts mit einem Beitritt. Ja, sicher spielt in den Umfragen Solidarität mit, aber jetzt haben sich auch viel mehr Menschen mit der Ukraine beschäftigt.
7Sonnenwende25. März 2022
@6 Eine relative Mehrheit ist keine große Mehrheit. Und wie gesagt, das hängt auch mit Solidarität wegen des russischen Überfalls zusammen. Vor 2 Jahren haben da 30 % zugestimmt. Und die Gründe, warum die Ukraine bisher weit entfernt war, in die EU aufgenommen zu werden, haben sich ja nicht geändert. Auch wenn eine positive Entwicklung da ist, ist deren Demokratie erst wenig entwickelt. Und was Korruption anbetrifft, ist Selenskyj ja eher deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben.
6thrasea25. März 2022
@5 Auch in der von dir verlinkten Studie gibt es zumindest eine ordentliche relative Mehrheit für einen EU-Beitritt der Ukraine, das steht nur etwas verklausuliert im dpa-Text. Bei der Primärquelle ist es übersichtlicher: 46% der Befragten waren für einen EU-Beitritt, 30% gegen einen EU-Beitritt. <link>
5Sonnenwende25. März 2022
@4 traue keiner Umfrage...Da gibt es total verschiedene Angaben zur Zeit z.B.: <link> u.a. Fazit: die Zustimmung in der deutschen Bevölkerung zu einem Beitritt der Ukraine zur EU hat zugenommen, das hängt aber mit der Solidarität wegen des Krieges zusammen. Von einer großen Mehrheit kann man jedoch wohl kaum sprechen.
4Pontius25. März 2022
@1 Na dann ist bei dem gefährlichen Spiel ja kein Problem, dass man ohne weitere Hilfen auch nur verlieren kann... @3 <link>
3Sonnenwende25. März 2022
"Eine große Mehrheit der Bundesbürger [Deutschland's] ist für den EU-Beitritt der Ukraine." Wie kommt der außenpolitische Berater Selenskyj's denn da drauf? Das wäre mir neu...
2Moritzo25. März 2022
...Der Regierungsberater forderte die NATO dazu auf, eine Flugverbotszone über der gesamten Ukraine zu errichten... Ich verstehe leider nicht, warum diese Forderung immer wieder kommt. Versteht die Regierung der Ukraine denn nicht, was dies bedeuten könnte. Einen möglichen 3. Weltkrieg würde am Ende mit Atombomben geführt und dann hätten alle verloren. Einziger Gewinner wäre am Ende die Natur und der würde ich es echt gönnen. Eine neue Chance für die Erde und den wenigen überlebenden Menschen.
1driverman25. März 2022
Die Ukrainische Politik spielt hier ein gefährliches Spiel. Die Hilfsbereitschaft in Deutschland ist momentan, ähnlich wie auch in Polen, enorm groß. Allerdings könnte ich mir durchaus vorstellen, das der Bogen bald überspannt ist. Denn niemand der aus freien Stücken hilft lässt sich gerne so kritisieren, ja manchmal sogar beschimpfen, wie dies derzeit aus der Ukraine geschieht. Es gibt Grenzen die Deutschland und die NATO nicht überschreiten, dies trotzdem immer wieder zu fordern ist unklug.