Istanbul (dpa) - Mehr als eine Woche nach Beginn der türkischen Offensive in Nordwestsyrien wächst in der Türkei der Druck auf Kritiker des Einsatzes. Die Behörden ordneten die Festnahme von elf führenden Mitgliedern der Türkischen Ärztevereinigung (TTB) an, die sich gegen den Krieg ausgesprochen […] mehr

Kommentare

20Snowde01. Februar 2018
Ärzte sind nun auch Terroristen,
19Sebi140731. Januar 2018
Ich hoffe, dass so langsam mal der ein oder andere Türke mehr aufwacht! Aber vmtl müssen erst ALLE in den Knast, bevor sie merken, dass Erdogan doch nicht so toll ist, wie sie denken.
18rauhaardackel31. Januar 2018
Es wird höchste Zeit, dass so ein Unrechtsstaat aus der Nato fliegt.
17galli30. Januar 2018
@16 2014 ja
16tastenkoenig30. Januar 2018
@15 : korrekterweise war es keine Wahl Erdogans, sondern eine Abstimmung über eine Verfassungsänderung, wenn ich mal eben klugscheißen darf. Auch wenn damit natürlich eine Unterstützung Erdogans ausgedrückt wurde und ich Deine Wahrnehmung teile. Die letzte Wahl Erdogans (2014) war aber meiner Erinnerung nach noch weitgehend korrekt abgelaufen.
15bleifrau30. Januar 2018
Lieber @3 ! ",,,war die letzte Wahl Erdogans zum Staatspräsidenten demokratisch." Denkst Du das wirklich? (Nicht nur) Ich hatte den Eindruck, dass die "HAYIR"-Leute lächerlich wenig Platz und Zeit zugebilligt bekamen für Wahlwerbung. "Evet" und ein rotes Meer von Ayildiz-Flaggen - Yeah! Und dazu herzerfrischende sultanische Verse zur Glorifizierung des RE-CEP-TAY-YIB-OH-SULTAN.
14galli30. Januar 2018
Der türkische Gesundheitsminister Ahmet Demircan sagte nach Angaben von Anadolu zu den festgenommenen Ärzten: «Sie haben kein Recht, eine solche Erklärung abzugeben. Sie haben einen großen Fehler gemacht.» Das sagt doch alles
13raptor23096130. Januar 2018
Gott sei dank kommt bald unser Erdogan-Fan - und erklärt uns unsere ganzen Denkfehler. Das die Türkei aus Notwehr gegen die Terror-Ärzte vorgehen musste. ...und das die Offensive gegen Syrien ja nicht für die Türkei sondern für die NATO gemacht wird - weil die NATO sich nicht traut, gegen die "terroristischen Kurden-Truppen" vorzugehen (weil die NATO da lieber gegen den IS kämpft) ...
12raptor23096130. Januar 2018
@11 : Ich könnte mir vorstellen, das diese Ärzte bis vor kurzem auch auf der Seite von Erdogan waren. Das ist das, was ich seit etlichen Monaten schreibe: Schön, wenn die Türken mit der Erdogan-Politik so zufrieden sind, das sie ihn erneut wählen. Ich hoffe nur, das diese Leute nie eine eigene Meinung entwickeln - und so zu "Terrorunterstützern" werden.
11galli30. Januar 2018
@9 So einen gibt es hier auch .Der verdeitigt Erdogan alles was er macht.
10raptor23096130. Januar 2018
@9 : Perfekt Formuliert! Daumen hoch. Das kommt davon, wenn man bei allen mißliebigen Personen lediglich die selbe Anklage kennt: "Terrorunterstützung". Obwohl - vielleicht waren die Ärzte ja nicht nur "Verbreiter von Terror-Propaganda". Unter Umständen kann Erdogan ja "nachweisen", das diese Ärzte auch am Putsch beteiligt waren - oder schlimmer vielleicht sind es ja sogar "Gülen-Anhänger!
9Stiltskin30. Januar 2018
Es ist schon recht entlarvend, wenn Menschen die sich gegen Krieg aussprechen,"Propaganda für eine Terrororganisation" und "Aufwiegelung des Volks zu Hass und Feindseligkeit» vorzuwerfen. An der Aussage "Nein zum Krieg. Frieden, jetzt sofort!" mit der die Erklärung der Ärzte endet, ist nichts verwerfliches. Ich bin vielmehr entsetzt, mit welch großer Zustimmung Erdogan Krieg führen, Menschen mit teils fadenscheinigen Vorwürfen inhaftieren, und die Türkei in eine Diktatur umbauen kann.
8Stiltskin30. Januar 2018
@7 . Ich kenne dieses Bild und kann mir absolut nicht vorstellen, dass etwas vergleichbares in der Türkei geschieht, ohne dass es für den Verfasser ernsthafte Konsequenzen hat. Wenn man fürchten muss, deshalb seinen Beruf zu verlieren, bzw inhaftiert zu werden, dann herrscht in diesem Staat alles- aber keine Demokratie, keine Meinungsfreiheit, dann ist das schlicht und ergreifend eine Diktatur. Da sind selbst die oft so arg gescholtenen USA weitaus liberaler.
7Kwr30. Januar 2018
@5 : Erdogan behauptet ja, sein Land hätte eine freie Presse. Dazu ein Beispiel. Anfang des Jahres 2006 gab es in den USA eine Karikatur, auf dem das Bild "Der Schrei" von Edvard Munch abgebildet war, zusammen mit einem bedauernden Text über die 2. Amtszeit von George W. Bush. Kann sich jemand vorstellen, dass in der Türkei eine ähnliche Karikatur erscheint, mit einem bedauernden Text über die noch zu erwartende Amtszeit Erdogans? Ohne, dass der dafür Verantwortliche bestraft wird?
6tastenkoenig30. Januar 2018
@2 : Leute, die so etwas hier sagen, kriegen halt Gegenwind. Aber sie werden nicht von Staats wegen verfolgt oder sogar eingesperrt. Man darf hier sogar diese Situationen ernsthaft gleichsetzen, ohne dafür ernstere Konsequenzen als Kopfschütteln oder schallendes Gelächter fürchten zu müssen.
5Stiltskin30. Januar 2018
Sicher, auch in Deutschland gibt es Kritik an der Politik, schnell wird man in die linke/ rechte Ecke gedrückt. Der gravierende Unterschied zur Türkei ist jedoch, dass man hier seine Meinung sagen kann, ohne befürchten zu müssen, seinen Job zu verlieren, inhaftiert zu werden, oder wie in der Türkei künftig u.U wieder möglich, zum Tod verurteilt zu werden. Ich möchte nicht wissen, was Menschen in der Türkei geschehen würde, die z.B Plakate mit einem Galgen, der Erdogan gewidmet ist, hochhalten.
4galli30. Januar 2018
@2 Naklar . In Deutschland werden ja auch alle verhaftet. Und Deutschland kann seine Grenzen nicht schliesen ,hat nur welche zur EU und keine Ausengrenzen
3Stiltskin30. Januar 2018
Selten einen Staatspräsidenten, bzw. Institutionen erlebt, de mehr als dünnhäutig auf jede Form von Kritik reagieren, wie in der Türkei. Von einer Demokratie von der Erdogan behauptet, sie würde in der Türkei praktiziert, darf man mit Recht erwarten, dass sie mit jeder Form der Kritik anders umgeht. Nach allgemein gültigen Kriterien war die letzte Wahl Erdogans zum Staatspräsidenten demokratisch. Alles was danach folgte, ist eher eine stetig zunehmende Autokratie bzw. Diktatur.
2k49245930. Januar 2018
Das ist genauso wie in Deutschland. Wer nicht Bedingungslos ja sagt zu offenen Grenzen ohne Grenzkontrollen der ist ein Nazi ... Bloss KEINE andere Meinung dulden ... In der Türkei wie hier ...
1raptor23096130. Januar 2018
Also - ich muss aber auch sagen: So geht das nicht! Man kann doch keine offene Kritik an Erdogans Politik äußern! Gerade Ärzte haben doch eine Verantwortung! Nun ja - die türkische Regierung hat ja auch direkt richtig reagiert - und mit der zu allem passenden Anklage geantwortet: "Terrorunterstützer" - "Propaganda für eine Terrororganisation". Wer nicht ja sagt kann ja nur ein Feind der Türkei sein! Von wegen "eigene Ansichten - wo kommen wir denn da hin??