Erfurt (dts) - Das Einsparpotenzial bei russischen Öl-Importen durch die Einführung eines allgemeinen Tempolimits in Deutschland wird deutlich überschätzt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Erfurter Ökonomen Dominik Maltritz, über die die "Welt am Sonntag" berichtet. In der öffentlichen […] mehr

Kommentare

10Pontius24. April 2022
Gleiches gilt für den Alternativverkehr - sowohl ÖVPN als auch Fahrradverkehr. Die Städte und ihr Wachstum fand um das Automobil herum statt.
9Pontius24. April 2022
@7 Die Problematik der Geschwindigkeitsüberwachung bleibt generell offen - das gilt in gewissem Maße natürlich jetzt ebenso, es würde sich nur noch weiter verstärken. Um die Autos aus den Wohnvierteln heraus zu bekommen müsste man die Städte quasi neu aufbauen. Man kann mit grüner Welle Verkehrsadern schaffen, welche Vorteile vor den Abkürzungen durch Wohnviertel haben - das in die bestehende Infrastruktur einzubinden wird jedoch in der Regel nicht funktionieren.
8thrasea23. April 2022
@7 Danke für das Update, das hätte ich sonst wohl übersehen 👍 Ich fürchte nur, dass die erste, falsche Schlagzeile in vielen Köpfen hängen bleiben wird.
7crochunter23. April 2022
Hab gerade noch wo anders gelesen, dass Herr Maltritz selbst zurückgerudert ist: <link> Innerorts sehe ich ein generelles Tempo 30 übrigens sehr kritisch, da dann vermehrt auf Nebenstraßen ausgewichen wird und mangels Verkehrsraumüberwachung und einmaligen "Zone 30" Schildern weiterhin 50 Gefahren wird.
6Pontius23. April 2022
Also 2.1% sind doch nur ein Tropfen Öl auf den heißen Stein - da braucht es kein Tempolimit. Und ich zitiere noch den berühmten Schotten William Wallace: "Freeeeeeeeiiiiiiheeeeeeiiiiit ttt!!!!"
5thrasea23. April 2022
2/2 – Einsparpotenzial russischer Ölimporte durch Tempolimits mit 5-8% geschätzt, wie wir uns erinnern und nachlesen können: <link> Das allerdings bei mehreren Tempolimits – 100 auf Autobahnen, 80 auf Landstraßen, 30 innerorts. Maltritz selbst kommt zum Ergebnis, dass allein durch Tempo 100 auf Autobahnen die russischen Ölimporte um 3,16% gesenkt werden können. Rechnet man nun noch Landstraße und Orte hinzu, kommt man definitiv in den Bereich von Kemferts Aussagen.
4thrasea23. April 2022
@3 Doch, das wurde wissenschaftlich untersucht. Man bezieht sich i. d. R. – so auch Maltritz – auf die Studien und Veröffentlichungen des Umweltbundesamtes. <link> So groß sind die Unterschiede in den Angaben / Berechnungen von Kemfert und Maltritz gar nicht, wenn man ins Detail schaut. M. E. ist die Argumentation, das Einsparpotenzial durch ein Tempolimit würde deutlich überschätzt, nicht seriös (typisch Axel-Springer-Presse). Folgende Details dazu: Kemfert hat das – 1/2
3Marc23. April 2022
Die Frage ist ja wie man es rechnet: Rechnet man einfach: alle fahren 130 vs. alle fahren 200? Selbst bei keiner Begrenzung fahren viele ja nicht schneller als 130-140. Man müsste quasi auf den freien Strecken repräsentativ alle Geschwindigkeiten messen und die rausrechnen, die über 135 fahren. Dann repräsentativ den Verbrauch auf die Fahrzeuge umlegen...ist da noch niemand wirklich so wissenschaftlich drangegangen? Es wird gefühlt immer nur mit Verbrauchszahlen um sich geworfen.
2k29329523. April 2022
Klar ist das für die zutiefst reaktionäre Springer-Presse genauso ein willkommenes Fressen wie für die komplett blöde Internet-Abschreibstube dts aus Halle/Ostdtl. Natürlich hat @1 völlig Recht: Das Genze ist mehr als die Summe seiner Teile, und jedes eingesparte Tröpfchen Öl ist gut für uns, gut für den Planeten, und schlecht für Putins Sowjetunion-2.0-Pläne.
1k50535923. April 2022
Kleinvieh macht auch Mist. Zudem hätte ein Tempolimit den Vorteil, daß weniger gerast würde und das würde zu weniger Unfällen und Verkehrstoten führen.