Berlin - Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Annika Klose, unterstützt den Aufruf von mehr als 50 weiblichen Prominenten für einen besseren Schutz von Frauen. Sie fände es richtig, gezielte Tötungen von Frauen - sogenannte Femizide - als Tatbestand ins Strafgesetzbuch aufzunehmen, ...

Kommentare

(7) oells · 28. Oktober 2025
@6 Ja, vielen Dank, hat wirklich geholfen. Die Autorin sieht es wie ich: "Deshalb ist nicht jede Tötung einer Frau ein Femizid, aber jeder Femizid ein Mord." Wenn das deutsche Gerichte (anscheinend soagr der BGH!) anders sehen, ist es tatsächlich höchste Zeit, das StGB zu ändern und Gerichte bei ihrer Rechtsprechung entsprechend zu binden.
(6) tp274 · 28. Oktober 2025
@5 vielleicht hilft der Link ja ein bisschen weiter. Die Merkmale für Mord sind festgelegt und bei Femiziden werden diese häufig nicht angewendet. Beispiel: Frau trennt sich, Ex- Partner ermordet sie. Oft wird dann eben nicht auf Mord angeklagt, sondern auf Totschlag, weil "der arme Mann wurde verlassen und war nicht Herr seiner Sinne" (extra überspitzt geschrieben) <link>
(5) oells · 28. Oktober 2025
@4 Mir ist durchaus bewusst, dass nicht jede Tötung ein Mord ist, deshalb hatte ich den (zugegeben nicht juristischen Begriff) "gezielt" eingefügt. Bei einem Femizid gehe ich von einer gezielten Tötung "aus niedrigen Beweggründen" (also einem Mordmerkmal) aus. Oder andersrum: ich kann mir eigentlich keinen Femizid vorstellen, der kein Mord wäre. Aber gut, wenn es helfen und Richter sozusagen "binden" würde, dann soll man halt ins StGB reinschreiben, dass Femizide stets Morde sind.
(4) thrasea · 28. Oktober 2025
@3 Das laienhafte Verständnis passt eben nicht zur Rechtslage. Das Töten einer Person ist für sich noch kein Mord. Mord wird es durch vorliegen von Mordmerkmale, die im Prozess nachgewiesen werden müssen. <link>
(3) oells · 28. Oktober 2025
Kann mich vielleicht jemand aufklären? Die gezielte Tötung einer Person würde ich als Laie als Mord bezeichnen. Und dieser Tatbestand steht bereits im StGB.
(2) tp274 · 28. Oktober 2025
der Straftatbestand ist meiner Meinung nach mehr als überfällig... Aber wie wichtig Merz der Schutz von Frauen ist, ist ja hinlänglich bekannt.
(1) wazzor · 28. Oktober 2025
Die Debatte wurde zwar durch Merz ausgelöst, ich bezweifle aber, dass gerade er, der gegen das Verbot der Vergewaltigung in der Ehe gestimmt hat, dem zustimmen wird.
 
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