Berlin (dpa) - Eine Mehrheit der Deutschen und der SPD-Anhänger traut den Parteivorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas nicht zu, die SPD aus der Krise zu führen. Angesichts der schlechten Ergebnisse der Partei bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gaben 75 Prozent der […] mehr

Kommentare

12Pontius28. März um 07:00
Es ist sicherlich ein Fehler der SPD, dass man sich so schnell auf eine Koalition eingelassen hat - allerdings lag es auch an Merz, der Kanzler as fast as possible werden wollte und man dabei offene Konflikte einfach in Kommissionen outgesourct wurden. Dass man dann noch mit weiteren Krisen konfrontiert wird, dass gibt einen zusätzlichen Knacks - für den man selbst auch gar nichts kann.
11thrasea28. März um 06:44
@10 Mir fehlt die Fantasie, bei Neuwahlen an ein anderes Ergebnis zu glauben, das andere Regierungskoalitionen ermöglicht hätte. Die Parteien wären doch die selben gewesen. Und vor allem wäre ein direkter neuer Wahlkampf nicht die Oppositionszeit gewesen, in der man sich in Ruhe über 4 Jahre glaubhaft neu ausrichten hätte können. Wie auch immer. Im Grunde teile ich ja deine Gedanken (insbesondere @5 ), bin nur zu sehr Realist.
10suse9928. März um 01:09
@7 : Ja, ich weiß um das Wahlergebnis. Die Wähler haben ihre meinung kundgetan und es kam keine wirkliche regierungsfähige Mehrheit dabei raus. Dabei hatten wir das Theater doch schon bei der Wahl davor. Eine Koalition um jeden Preis, von beginn an zum Scheitern verurteilt. Und was wäre ohne diese unselige Koalition gewesen? Neuwahlen, ganz simpel. natürlich nicht einfach, aber eine Chance, sich zu positionieren, Stellung zu beziehen, bisherige Nichtwähler zu motivieren.
9thrasea27. März um 12:10
Narrativ oder eine verbesserte Kommunikation würden der Krise kaum abhelfen. Mikfelds Schlussfolgerung: „Die SPD ist nicht Subjekt oder auch nur Projektionsfläche des Zeitgeistes.“
8thrasea27. März um 12:10
Ex-Juso-Chef Benjamin Mikfeld hat ein interessantes Papier geschrieben mit einer guten Analyse. Ganz plakativer Auszug: Nach über 27 Jahren fast nahtloser Regierungsbeteiligung sei die Sozialdemokratie keine Projektionsfläche mehr für kluge soziale Kompromisse, sondern für das vermeintliche Versagen „der Politik“ und für viele bislang ungelöste und neue Probleme. Die Strategie, „auf Zustimmung durch oft kleinteiligen reformerischen ‚Output‘ zu setzen“, reiche nicht mehr aus. Auch ein neues
7thrasea27. März um 12:06
@5 "Und warum musste es schon wieder die Koalition mit der Union sein, statt sich in der Opposition erst einmal neu auszurichten?" – Was wäre denn die Alternative gewesen? Erinnere dich bitte an das Wahlergebnis: <link> Nur zwei andere Koalitionen hätten eine Mehrheit im Bundestag: Union + AfD oder Union + Grüne + Linke. Beide Optionen völlig unrealistisch. Ich glaube auch, dass Opposition mit Neuausrichtung der SPD gut getan hätte, aber die Option gab es nicht.
6suse9927. März um 11:56
... Opposition erst einmal neu auszurichten? Mittlerweile ist es fast zu spät und die älteste Partei, die so vieles gutes erkämpft und durchgesetzt hat, ist nur noch ein Mitläufer, Erfüllungsgehilfe, bald nur noch eine Randnotiz. Kein Profil, keine klaren Positionen = kaum noch WählerInnen.
5suse9927. März um 11:53
... Unterstützung von oben und unten. Da ist dieser junge Mann aus BW (Robin Mesusch?) und etliche andere, die wirklich noch etwas bewegen wollen. Schon die innerparteiliche Strategie, wer eine Wahl verliert, wird totgeschwiegen und kalt gestellt, ist absolut kontraproduktiv. Wer will denn heute noch Spitzenkandidat werden, wenn klar ist, dass man nach der verlorenen Wahl in der Versenkung verschwindet? Und warum musste es schon wieder die Koalition mit der Union sein, statt sich in der...
4Polarlichter27. März um 11:53
Lanz hat zuletzt mal eine schöne Zusammenstellung gemacht, die deutlich aufzeigt, dass die SPD im Grunde gar nichts checkt. Die nächsten Wahlen werden noch grausamer.
3suse9927. März um 11:48
Ich verstehe, dass Klingbeil und Co Probleme haben, in der Realität der Regierungsarbeit mit der Union noch durchzuhalten. Aber leider hat der Ausverkauf des Vertrauens bei der SPD schon mit Schröder und Gabriel begonnen. Heute gibt es durchaus gute, jüngere Leute in der Partei, die versuchen, an den ursprünglichen Inhalten festzuhalten. Aber um sich ein Vollzeitengagement in einer Partei leisten zu können, braucht es halt mehr als nur den guten Willen. Vor allem aber braucht es Rückgrat und ...
2vdanny27. März um 10:34
Vertrauen muss man sich erarbeiten und Vertrauen sehe ich aktuell zu keiner einzigen Partei.
1KonsulW27. März um 10:26
Ich sehe niemanden, der die SPD aus der Krise führen kann.