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45
Belege findest du z. B. im hervorragenden Link in @
21
(im Film – oder im Text aufklappen: "Ist mitgemeint auch mitgedacht?" und "Beeinflusst Sprache auch die Berufswahl?"). Das sind übrigens auch Antworten auf die Frage von @
43
, was sich im Alltag ändern soll, wenn gegendert wird (den genannten Unsinn schlucke ich jetzt mal).
45k293295
17. Dezember 2021
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42
: Du hast nicht zufällig nen Beleglink? Meine These ist ja, dass Hirnforschern die Arbeitlosigkeit droht, weil ihnen das Forschungsmaterial knapp wird. ich würde mich gern irren.
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43
Angenommen, wir als Gesellschaft würden uns zusammenraufen, eine Empfehlung für eine möglichst einfache, eingängige gendergerechte Sprache herausgeben (z. B. durch den Rechtschreibrat), nach der sich dann alle Medien, Behörden, Firmen etc. in ihrer Kommunikation richten. Angenommen, wir könnten uns ein paar Jahre daran gewöhnen. Würde das bei dir dann immer noch zu steigendem Blutdruck führen? Ärgert sich heute noch jemand, wenn er dass statt daß liest?
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42
Also das würde mich jetzt aber mal interessieren was sich im Alltag ändert wenn dieser Gender-Unsinn angewendet wird. Bei mir führt das jedenfalls nur dazu das sich unter anderem die Nackenhaare aufstellen und mein Blutdruck rasant ansteigt.
Hirnforscher haben's nachgeprüft und festgestellt, dass eben sehr häufig nicht alle wirklich mitgemeint und vor allem mitgedacht werden. Und gerade letzteres hat konkrete Folgen für den Alltag.
Für mich ist gendern der größte Blödsinn, den sich Menschen nach der Rechtschreibreform ausgedacht haben. Meiner Meinung nach beinhaltet "Liebe Mitbürger" z.B. alle, Männer und Frauen. Man braucht nicht Mitbürger*innen oder wie das geschrieben wird. Alles Spinnerei.
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39
Bzgl. Ärztin rausschmeißen: Dann war das doch ein Missverständnis zwischen uns. Das beschreibt nicht den englischen Weg. Aus Steward und Stewardess wurde Flight Attendand, auch wenn keines der bisherigen Wörter einen direkten geschlechtsbezogenen Bestandteil (-man / -woman) hatte.
39k63932
17. Dezember 2021
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38
: Man könnte auch einfach "Ärztin" rausschmeißen - das ist ein Teil von dem, was ich unter "schmeißt das Geschlecht aus der Sprache" fordere. Zumal das kein neues Wort ist, sondern nur eine Flexion ist. "They" habe ich schon häufiger gelesen, allerdings wird so nicht mehr sichtbar, ob das jetzt Ein- oder Mehrzahl ist, was u.U. die Verständlichkeit deutlich reduziert. Deutsch hat mit "sie" ein ähnliches Problem in verschärfter Form.
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37
Dein erster Satz ist zwar inhaltlich richtig, man kann es aber auch weitergehedn interpretieren: Sie reagieren dort, wo es unterschiedliche weibliche und männliche Formen gibt. Wenn wir im Deutschen den gleichen Anspruch haben, ergibt das viel mehr Änderungen. Zu "doctor" gibt es keine weibliche Form, das ist geritzt. Neben Arzt existiert aber Ärztin --> Handlungsbedarf. Ja, sie nehmen statt he/she etc. oft they. Das ist mir nun schon mehrfach begegnet – aber nicht störend.
37k63932
17. Dezember 2021
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32
: Richtig, sie schmeißen explizit geschlechtsbezogene Wortbestandteile raus. Was meines Erachtens genau der richtige Weg ist. Das Pronomenproblem haben sie leider genau wie die Deutschsprachler - und auch da noch keine gescheite Lösung gefunden. Gut, wenigstens haben sie einen bestimmten Artikel, und bei den Personalpronomen würde ich einfach das he/she (und Equivalente) kicken und durch it ersetzen - oder ne (kurze!) Neukreation (was fast besser wäre). "le" wäre z.B. noch frei^^
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33
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34
Aktueller Anlass ist, dass gestern das in Auftrag gegebene Rechtsgutachten veröffentlicht wurde. Das Rechtsgutachten bestätigt das Vorgehen der Stadt Hannover und das Gendern sogar als Pflicht der Behörden sieht. Wer sich in das Gutachten oder eine Zusammenfassung einlesen möchte, einmal hier entlang:
<link>
35Urxl
17. Dezember 2021
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34
: Ich bin nicht unbedingt dafür, mir ist es schlicht egal. Meiner Meinung nach ist diese Gender-Nummer ein Luftloch, das nur von ungleicher Bezahlung bzw. Behandlung der Geschlechter ablenkt.
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33
: Frag das diejenigen, die sich darüber aufregen. Die Behörden in Niedersachsen machen das seit 3 Jahren. Sie haben ein Gutachten in Auftrag gegeben, um sich abzusichern, so interpretiere ich die News. Und wieder gibt es reichlich Menschen, die sich darüber aufregen. Meinetwegen, aber die Ewiggestrigen werden die Entwicklung nicht aufhalten können, denke ich.
33Urxl
17. Dezember 2021
Wieso ist das eigentlich ein Problem, mit dem man sich jetzt befassen muss?
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27
Der Verweis auf Englisch ist sehr interessant. Es stimmt aber nicht, dass in der englischen Sprache nicht gegendert wird. Sicher, sie haben es viel leichter, weil sie weniger Nomen gendern"müssen" – sie machen das i.d.R. nur dann, wenn männliche und weibliche Bezeichnungen Teil des Nomens sind (policeman und policewoman --> police officer, oder chariman und chairwoman --> chair). Dafür gendern sie oft und gerne die Pronomen.
<link>
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27
: Hast du dir den Beitrag angesehen? Ich vermute mal nein. Die Wissenschaft hat bewiesen, dass es über die Sprache SOFORT in die Köpfe kommt. Und, dass das männliche Neutrum nicht funktioniert. Ja, die Sprache wird dadurch verhunzt. Aber nur, weil die Sprachforscher dafür noch keine Lösung gefunden haben, sollen wir warten, bis es für alle am bequemsten ist? Beispiel: Klimawandel und Klimakatastrophe. Beide beschreiben das Selbe, werden aber unterschiedlich aufgenommen.
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29
Hast du die vielen Informationen zu Studien und wissenschaftlichen Erkenntnissen im Text sowie den prima Link in @
21
überlesen, nicht verstanden, oder bewusst ignoriert? @
28
Was in den "Köpfen ankommt", hängt wohl individuell von der Grundeinstellung der Menschen ab. Du lässt ja leider keine Gelegenheit aus, über das Gendern, Gleichberechtigung, mögliche Quotenlösungen etc. zu schimpfen und dagegen zu kämpfen. Auch hier der Verweis auf die Studienlage,die deiner Meinung deutlich widerspricht
Es ist nicht die deutsche Sprache, die irgendwem unterdrückt. Also wird eine "Verhunzung" der Sprache auch das Problem nicht lösen. Man versteht ja die Behördentexte so schon kaum.
28k63932
17. Dezember 2021
So ein Pfusch sorgt nur dafür, dass in den Köpfen kommt "ah, wollen die armen Fräulein mit Minderwertigkeitskomplexen auch mal explizit genannt werden?" - mitsamt nicht grad Wohlwollen auf das (wichtige) Thema Gleichberechtigung. Aber dafür muss m.E. das Geschlecht aus den Köpfen raus, und nicht bei jeder Gelegenheit einen ins Gehirn gehämmert werden "Das Geschlecht ist ja sooooo wichtig". Das bewirkt nur das Gegenteil.
27k63932
17. Dezember 2021
@
26
: Dann muss man halt an den Köpfen ran - und nicht dabei eine Sprache so zu verhunzen, dass sie teilweise quasi unbenutzbar wird. Das ist einer der Gründe, wieso ich mittlerweile deutlich lieber englisch lese und schreibe. Zumal das im Englischen und viele anderen Sprachen, wo die Substantive seit eh und je kein Geschlecht haben, ja auch funktioniert. Und die deutsche Sprache grammatikalisch eh schon zu den schwierigeren zählt (ja, komplexer geht immer).
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22
: Schau dir meinen Link an. Es geht nicht zwingend um die Ansprache, sondern um das Denken in den Köpfen zu sensibilisieren. Frauen setzen sich selbst herab, indem der Verstand an den Wissenschaftler denkt und nicht an die Wissenschaftlerin. Also streben sie z.B. auch keinen Beruf in diesem Betätigungsfeld an. Umgekehrt funktioniert das auch: "Die Krankenschwester". Keiner sagt "Der Krankenbruder". Aber es gibt ja neuerdings "Der Pfleger".
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22
Was ist dann der Sinn der Genderpause, die zwischen der männlichen und weiblichen Form zu finden ist? Natürlich gibt es noch andere wichtige Punkte, aber deswegen missachtet man sie nicht einfach bei der Ansprache. Getreu dem Motto: Was nicht angesprochen wird, existiert nicht. Daher bleiben wir geschichtlich korrekt mit "Werte Männer" (Frauen und andere als Sklaven sind schon inkludiert...)
Naja, bin ehrlich und würds eigentlich auch eher so lassen, wie es bisher war (der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier, dazu zähl ich mich auch ^-^)... Aber ich tu mich jetzt auch nicht schwer damit, mich da ggf "anzupassen". Weil: kostet mich nichts, meine Zeit ist zu wertvoll um mir groß da den Kopf drüber zu zermatern oder mich rumzuärgern, und wenn sich irgendwelche Leute dadurch besser, mehr akzeptiert, gleichberechtigter, oder was auch immer finden: Lets go ^^
22Joey
16. Dezember 2021
Warum nicht einfach die männliche oder weibliche Form benutzen, je nachdem, wie man gerade mag, und das andere Geschlecht ist dann halt jeweils mitgemeint? Dieses Gegendere ist total nervig. Ich denke, da gibt es wichtigere Punkte, wo man ansetzen sollte für Gleichberechtigung. Und das schier ewige Gender-Thema dient nur dazu vorzutäuschen, es würde etwas gegen Geschlechterdiskriminierung getan, während man dies da, wo es wirklich darauf ankommt, tunlichst vermeidet.
Die Wissenschaft hat dazu einen klaren Standpunkt und die entsprechende Begründung dazu:
<link> Ganz im Genesatz zu all dem Bauchgefühl, welches hier geäußert wird. Nur wie es aktuell umgesetzt wird, ist eben extrem sperrig. Zudem werden Menschen, die sich die Texte vorlesen lassen müssen, völlig benachteiligt.
20k293295
16. Dezember 2021
Immer noch besser als Lübkes "Liebe Amerikanerinnen, liebe Amerikaner, liebe Neger". Verammt nochmal, wem bricht denn ein Zacken aus der Krone, wenn gegendert wird? Warum trägt DER überhaupt eine Krone? Kerlchens, kriegt euer Ego mal in den Grifff, das sowieso so klein ist wie euer "Gemächt", über das man(n), Frau und Kind nur lacheen kann. OK, und jetzt pimmelt alle Türzargen an - das Hobby des "kleinen" ^^ Mannes.
19k63932
16. Dezember 2021
@
16
: Mit einem Unterschied: Bei dem generischen Maskulinum ist das in der Sprache/Grammatik verankert - wobei es deutlich mehr als nur "mit"gemeint ist. Die weibliche Form spricht explizit _nur_ da weibliche Geschlecht an - und ist außerdem auch länger. Das sollte eigentlich jedem klar sein, außer man _will_ das absichtlich übersehen.
18k63932
16. Dezember 2021
Wenn man unbedingt an der Sprache herumdoktern will dann macht es wenigstens vernünftig und schmeißt das Geschlecht komplett raus. Und zwar bitte ohne eine Menge Substantive (aka: alle, die unter dem generischen Maskulinum zählen) für ungültig zu erklären.
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13
weiß ich eben nicht. Du sagst, dass es grauenhaft ist, und sprichst dich im nächsten Satz dafür aus.
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12
: dann sind halt die Männer ausnahmsweise mal mitgemeint
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12
wäre ja schön wenn man einfach die weibliche Form nutzen könnte, dann muss man sich nicht mit Verunstaltung der Sprache und Mumpitz beschäftigen
14k63932
16. Dezember 2021
@Titel: Ganz einfach: Nein.
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überflüssiger Kommentar, du weißt genau was gemeint ist
Ach Leute, wir haben eh bald nur noch die weibliche Form, hört doch mal beim ZDF zu... die "Pause" vor/nach dem Doppelpunkt ist fast nicht zu hören
11k36767
16. Dezember 2021
Die sollen lieber vernünftig arbeiten und sich nicht mit solch einem Mist beschäftigen.
Ich finde es furchtbar, aber das kann auch am Alter liegen.
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6
dir ist aber schon klar, dass die Nutzung männlicher UND weiblicher Formen auch eine Form des Genderns ist, dass du so grauenhaft findest, oder?!
An gendern werde ich mich nicht wirklich gewöhnen können.
Dieses "Gendern" ist einfach nur grauenhaft, es verunstaltet Schrift und Sprache gleichermaßen und ist völlig überflüssig. Warum kann man nicht einfach jeweils die männliche und weibliche Form nutzen, wozu gibt es diese denn sonst ? Ich kann mich den Kritikern jedenfalls nur vollends anschließen, da wird ein nicht vorhandenes Problem aufgebauscht das einem die Galle hochkommt..
Klar, sollen sie. Das gehört zu einem wertschätzenden Umgang mit Menschen einfach dazu. Niemand soll diskriminiert werden und einfach nur "mitgemeint" sein.