Munster/Berlin (dpa) - Kurz vor dem Tod eines kollabierten Soldaten bei einem Bundeswehrmarsch hat der Mann mit seinen Kameraden noch eine Extra-Strecke laufen müssen. «Dieser Hin- und Rückmarsch (...) vom Ausbildungsort in die Kaserne und zurück war im Dienstplan nicht vorgesehen», heißt es in […] mehr

Kommentare

13flowII18. August 2017
auch ist ja fraglich, warum ausruestung vergessen wurde. das ist doch das erste, was man als soldat kontrolliert. dass wird einem doch eigentlich schon in der aga schmerzlich beigebracht und nicht erst im ek-lehrgang
12flowII18. August 2017
die grundfitniss ist doch generell nicht mehr gegeben und die soldaten sind ja am mittwoch kollabiert. die aussbilder werden mit den oas ja montag und dienstag nicht auf der stube gehockt haben um playstation zu spielen
11blubarju18. August 2017
Habe mir den Artikel durchgelesen, aber es ändert nichts an dem, was ich zuvor geschrieben habe. Es handelte sich um OAs, bei denen man schon von einer gewissen Fitness ausgehen darf. Ich war damals nur Rekrut und auch sehr unsportlich. Aber ich habe es dennoch geschafft (natürlich mit dicken Blasen an den Füßen).
10thrasea18. August 2017
Bei der Obduktion des toten Soldaten wurden jedenfalls keine aufputschenden Mittel gefunden. "Im Ministerium wird der Fall mittlerweile argwöhnisch betrachtet. So verweigerten nach SPIEGEL-Informationen mehrere der am 19. Juli eingesetzten Ausbilder eine Vernehmung, offiziell sind sie krankgeschrieben. Bei erfahrenen Soldaten wirft das den Verdacht auf, dass die fraglichen Personen etwas verschweigen oder sich schützen wollen." <link>
9blubarju18. August 2017
@8 : Ganz genau, so ist es. Ein solcher Marsch mag anstrengend sein, aber er bringt niemanden um. Wenn man allerdings aufpuschende Mittel nimmt...
8WhiteWolf18. August 2017
@7 was müssen die entsprechenden Personen genommen haben um zu kollabieren ist die Frage. Einem gesunden Menschen wär das ja wohl nicht passiert.
7thrasea18. August 2017
Das sind ja alles tolle Geschichten von damals in euren Kommentaren. Man kann daraus lesen, wieviel ein Mensch leisten kann. Was muss dann an diesem Tag und vor diesem Marsch passiert sein, dass ein Soldat gestorben ist, ein Soldat immer noch in kritischem Zustand im Krankenhaus liegt, zwei Soldaten in Reha geschickt werden mussten? Das stinkt doch zum Himmel...
6blubarju18. August 2017
Ich war bei den Panzern. Unser Hauptmann war ein Brenner, der damals mit ca. 33 Jahren Major hätte werden sollen. Der lehnte aber ab, weil er nicht in den Stab wollte (sprich: Sesselpupser). Er hat viel von uns abverlangt, aber wir leben ja alle noch.
5WhiteWolf18. August 2017
Ich hab beim Bund als "normaler" Rekrut 1998 noch meine 20 Km ableisten müssen mit vollem Gepäck (ca 15 bis 20 Kg) und Gewehr was allein schon 5 Kg wiegt (das gute G3) und das nicht nur auf befestigten Straßen sondern auch durch Wald und Wiesen Pfade - Bergauf und Bergab. Wir haben es alle geschafft !! Enormer Leistungsdruck kann ich nicht von sprechen - war alles machbar zu meiner Zeit. Panzergrenadiere Koblenz - Dran - Drauf - Drüber
4blubarju18. August 2017
Ergänzung: Es hatte sich damals niemand beschwert und ALLE sind total geschlaucht, aber gesund, in die Kaserne zurückgekehrt.
3blubarju18. August 2017
Während meiner Wehrdienstzeit 1992/93 in Schleswig-Holstein gab es einen 25km-Marsch, der tatsächlich aber 37 km lang war. Die Temperaturen lagen bei 30 Grad IM Schatten und nach ca. 15 km gab es noch einen ABC-Alarm. Das bedeutete: über T-Shirt, Hemd und Feldjacke noch einen Gummipancho und Gasmaske. Spätnachts kamen wir in unser Ziellager an. Am nächsten Morgen wurden wir zwar mit LKW zurückgefahren, aber auf halber Strecke gab es eine Überfallübung. Das bedeutete: raus aus dem LKW und laufen
2frank6186018. August 2017
Enormer Leistungsdruck? Wir reden hier von einer Offiziersausbildung bei einer Armee. 6,5 km Marsch teilweise im Laufschritt und dann nach weiteren 3 km zusammen gebrochen? Enormer Leistungsdruck herrscht vielleicht beim Aufnahmetest für's KSK. Als ich bei der Bundeswehr den Grundwehrdienst als normaler Rekrut abgeleistet habe gehörten 30km Marsch (auch teilweise im Laufschritt und mit entsprechend Gepäck) zum Standardprogramm.
1Troll18. August 2017
Es ist tragisch, daß es zu einem Tod geführt hat. Aber der enorme Leistungsdruck ist doch bei solchen Übungen normal. Da kommen auch unangekündigte Belastungen dazu, die vorher nicht im Dienstplan stehen. Das ist ganz normal und eben das Leben in der Lage. Jeder kann diesen Lehrgang jeder Zeit abbrechen und hat ihn dann halt nicht erfüllt. Blöd ist nur, daß es mit enormen Laufbahnnachteilen verbunden ist. Aber das weiß man ja vorher, wenn man sich für den Beruf und die Laufbahn entscheidet.