Berlin (dts) - Siemens-Personalvorständin Judith Wiese will den Anteil von Frauen in Führungspositionen in ihrem Unternehmen erhöhen. "Mit Blick auf die Zahlen im Konzern ist natürlich klar, dass ich mich mit einer Quote von weniger als 30 Prozent Frauen in Führungspositionen bei Siemens nicht […] mehr

Kommentare

5satta30. März 2021
Man könnte den Spieß genauso herumdrehen und zu einem leitenden Mann sagen: Du bist doch nur hier auf deinem Posten weil hier schon immer alles in Männerhand war. Außer Mannsein kannst Du doch nichts weiter. Du musst mal paar Jahrzehnte in der bundesrepublikanischen Geschichte zurückgehen, da musste die Ehefrau noch den Familienvorstand um Erlaubnis bitten für eine Erwerbsarbeit oder selbst die Fahrerlaubnis. Gleichberechtigung geht über das rein prinzipielle Erlauben von Tätigkeiten hinaus.
4k6393230. März 2021
@3 : Dann sollte man an den Ursachen arbeiten. Durch solche Quotenansätze gehen zwar die Anteile hoch (was dann als "die Quote wirkt" bejubelt wird) - dass die Betroffenen aber, egal ob mit Recht oder nicht, dann als Quotenfrauen verschrien werden und entsprechende Aufgaben bekommen bzw. nicht bekommen, wird übersehen. Vom dauernden Rechtfertigungsdruck "Nein, ich habe den Job nicht, weil ich eine Frau bin" ganz zu schweigen.
3satta30. März 2021
@1 @2 Aus arbeitssoziologischer Perspektive kann ich euch versichern, dass die Realität nicht so eindimensional ist, wie ihr diese hier versucht zu skizzieren. Und reine Qualifikationen entscheiden leider oft (zu) wenig über Karrierechancen, auch in klassischen Industriekonzernen wie Siemens.
2k43323430. März 2021
Wann hört dieser Quatsch endlich auf? Die/der Bessere soll das Rennen machen.
1k6393230. März 2021
Soll sie erstmal dafür sorgen, dass es ausreichend qualifizierte weibliche Personen gibt, die Interesse an einen solchen Job haben. Ansonsten werden die nämlich nur als Quotenfrauen abgestempelt.