Rom (dpa) - Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch hat wegen ihres blockierten Rettungsschiffes mit Migranten an Bord den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingeschaltet. «Wir haben im Namen der Crew und eines Geretteten (...) ein Eilverfahren gestartet», erklärte Sprecher Ruben […] mehr

Kommentare

12Kargam29. Januar 2019
… Der einzige Weg, wie man daran was ändern kann wäre, das man die Ursachen der Flucht bekämpft, und das wäre auch möglich. Wenn man das Geld nehmen würde, was man Libyen dafür gibt, um sich um die Flüchtlinge zu „kümmern“, und es stattdessen nutzt um nachhaltig Arbeitsplätze in den Herkunftsländern zu schaffen, hat man viel mehr erreicht
11Kargam29. Januar 2019
@10 Ich habe es mir angesehen. Und bestärkt mich am Ende nur in meiner Ansicht, das die oberste Priorität sein muss, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Das sehe ich als wichtiger als alles andere. Selbst wenn wir zu unseren früheren Herangehensweise zurück kommen würden, das die Flüchtlinge durch die EU aus dem Mittelmeer gefischt werden, werden trotzdem weiter Menschen im Mittelmeer ertrinken. Sehr wahrscheinlich weniger als im Moment, aber es wird weiterhin Tote geben ...
10thrasea29. Januar 2019
Die NewYorkTimes hat übrigens Videoaufnahmen einer Rettungsaktion veröffentlicht, an der die libysche Küstenwache und die Sea-Watch beteiligt waren. Es kommen auch Überlebende zu Wort. Sehr erschreckend, man kann kaum hinsehen. Und doch sollte man sich über das Verhalten Libyens (und Europas!) informieren: <link>
9Kargam29. Januar 2019
@8 Ja. Das ist wohl wahr. Ich hoffe nur das die sich damit beeilen. Und für die Betroffenen würde ich mir wünschen, das Europa dazu verpflichtet wird die Flüchtlinge auf zu nehmen (wobei mir noch viel lieber wäre, wenn man sich daran machen würde die Fluchtursachen zu bekämpfen)
8thrasea29. Januar 2019
...dürfte eine Rückführung durch private Seenotretter problematisch sein." Lies dir das ganze Papier mal durch, der Inhalt ist durchaus interessant: <link> Aber sei es drum. Wir bekommen ja hoffentlich bald eine Antwort des Menschengerichtshof, dann brauchen wir Laien nicht mehr weiter darum diskutieren.
7thrasea29. Januar 2019
@4 Auch der erste Teil deiner Aussage stimmt nicht. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags schreibt dazu in einem Gutachten: "Klar ist gleichwohl, dass auch private Seenotretter verpflichtet sind, Geflüchtete an einen sicheren Ort zu bringen [...] Vor dem Hintergrund, dass allgemein bekannt sein dürfte, dass das Leben der Geretteten in libyschen Flüchtlingslagern weiterhin in Gefahr ist oder dass dort zumindest die Erfüllung der menschlichen Grundbedürfnisse nicht sichergestellt ist,...
6Kargam29. Januar 2019
@5 Ja, es wird sicherlich auch welche geben, die sich nicht davon abschrecken lassen, das man praktisch keine realistische Chance hat, aber ich glaube nicht das die Anzahl unverändert bleiben wird. Es wird auf jeden Fall weniger werden. Im Endeffekt ist das einzige was hilft, etwas gegen die Fluchtursachen zu unternehmen. Alles andere ist doch nur an den Symptomen rum pfuschen.
5tastenkoenig29. Januar 2019
@4 : Das stimmt erfahrungsgemäß nicht. Wie gesagt, vor den Rettungsmissionen haben auch schon Tausende die Überfahrt gewagt. Auch während der Missionen war es ein Lottospiel, denn bei weitem nicht alle wurden aufgegriffen. Die Menschen sind verzweifelt genug, es auch bei wieder sinkenden Chancen weiter zu versuchen.
4Kargam29. Januar 2019
@2 Doch ist er wenn es um Rettung aus Seenot geht. Das Lybien im Sinne des Asylrechts kein sicheres Herkunftland ist, da gebe ich dir Recht. Aber die Anforderungen an einen sicheren Hafen sind wesentlich geringer als an ein sicheres Herkunftland. Das muss man hier klar unterscheiden. @3 Den Schleppern ist das sicherlich egal, aber wenn sich rum spricht, das wenn man aufgelesen wird, das man NICHT nach Europa gebracht wird, wird man auch das Angebot der Schlepper nicht mehr nutzen.
3tastenkoenig29. Januar 2019
Den Schleppern ist das leider ziemlich egal, ob die Leute jemand auffischt oder nicht. Die haben die Menschen vor den Rettungsaktionen im Mittelmeer verrecken lassen und werden das auch tun, wenn keiner mehr Ausschau hält.
2thrasea29. Januar 2019
@1 Libyen ist aber *kein* sicherer Hafen, an dem man Menschen von Bord lassen kann. Oder bist du anderer Meinung?
1Kargam29. Januar 2019
Einen Punkt muss ihnen lassen. Das Argument, dass man anstatt den nächsten sicheren Hafen (und damit ist nur gemeint, das man da sicher anlegen kann, und nicht ob das land sicher ist), viele Kilometer weiter gefahren ist, um in der EU an zu legen lässt sich nicht so einfach von der Hand weisen. So wie das im Moment mit der Seerettung der Flüchtlinge im Mittelmeer läuft, spielt man nur den Schleppern in die Hände.