Berlin - Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Außenpolitik von US-Präsident Donald Trump auf breiter Front kritisiert. Gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" missbilligte er Trumps Versuch, US-Hilfe für die Ukraine an Nutzung ihrer Seltenen Erden zu koppeln. "Die Ukraine wird angegriffen […] mehr

Kommentare

15Samderi09. Februar 2025
@12 Ein Teil der selten Erden sind (theoretisch) sogar schon zugänglich: <link> (*) @13 Das Scholz sich ähnliches erhofft, hat auch niemand abgestritten. Aber seltene Erden sind eben nicht so selten, auch wenn der Name was anderes vermuten lässt. Vorkommen gibt es sogar bei uns. Ich denke hier steht neben den wirtschaftlichen Kooperationen (wie in @3 angedeutet), eher die Gas & Öl im Fokus, welches auch in der West-UA gibt: <link> (*) - *Alter Frontverlauf
14Samderi09. Februar 2025
@12 [1/2] "Ich weiß wie Trump zu Verträgen steht [...]". Richtig und genau da hast du auch den Grund, weshalb man bewusst mit dem Abkommen auf das Wahlergebnis abgewartet hat. Die Ukraine konnte nicht das Risiko eingehen (es geht um deren Existenz!). Es hätte Kiew nix gebracht, einen Vertrag mit Bidens Unterschrift einen Trump unter der Nase zu reiben und auf die Konditionen zu verweisen.... Es muss "sein Deal" sein, den er auch innenpolitisch seinen Hardlinern verkaufen kann.
13Pontius09. Februar 2025
Regionen. Das bringt sozusagen die Idee der Rückeroberung des Staatsgebietes von Seiten der Ukraine stärker in den Fokus. Ich kann es nur wiederholen: Auch Deutschland erhofft sich für die Förderungen wirtschaftliche Vorteile im Rückblick der Zukunft, nur fordert es eben nicht im Gleichklang die Gegenleistung für die Unterstützung ein.
12Pontius09. Februar 2025
@10 Hätte man die Unterschrift unter dem Vertrag gehabt, dann hätte man die Lieferung der Waffen ja ebenso festgelegt. Ich weiß wie Trump zu Verträgen steht, aber wer das Recht auf den Abbau hat, dem gehört das geförderte Zeug dann auch - so sieht es Trump nach seinen Worten, selbst wenn Selenskyjs Plan eine gemeinsame Förderung vorsieht. Es bleibt zudem das Leckerli, was dem Esel vor die Nase gespannt wird: Denn ein großer Teil der Gebiete mit den Rohstoffen liegt in den von Russland eroberten
11Samderi09. Februar 2025
@8 [2/2] Natürlich besteht die Gefahr, dass Trump die missliche Lage der Ukraine ausnutzen könnte und Kiew gezwungen wäre, die Förderrechte unter Wert zu verkaufen. Aber auch da könnte sich unterschiedliche Szenarien in Zukunft ergeben, das nachzuverhandeln...
10Samderi09. Februar 2025
@8 [1/2] Das Trump die Wahl gewinnen könnte, war nicht unwahrscheinlich. Daher ging man im Okt. 24 nicht "Unterschriftsreif" mit dem Siegesplan nach Washington. Die Rohstoffe wären auch unter Trump kein "US-Eigentum". Es geht hier um Abbau- und Förderrechte. Bei den Rohstoffen geht es auch weitaus mehr als nur um eine "Bereicherung", sondern auch um China: <link> (die ggf. indirekt Zugriff darauf hätten, wenn die Rohstoffe unter russischer Kontrolle wären).
9Pontius09. Februar 2025
als "Austausch" für ihre Unterstützung bekommen hätten? Dann hätte es nicht mehr Material oder Geld gegeben.
8Pontius09. Februar 2025
@5 Die Wahlen in den USA waren erst nach seinem Besuch und es war keineswegs klar, ob Trump gewinnen wird. Daher wird das Angebot schon an Biden gegangen sein. Allerdings sicherlich in Kooperation mit der Ukraine und nicht wie von Trump verkündet als Eigentum der USA. @6 Dass wir wirtschaftliche Interessen in der Ukraine haben hat er doch gar nicht verneint. Nur das zerstückeln der Ukraine für die Hilfe missbilligt er. @7 Was hätte den putinschen Vormarsch gestoppt, wenn die EU Rohstoffvorkommen
7Polarlichter09. Februar 2025
Sagt Scholz, der Jahre Zeit hatte sich aktiver in der EU zugunsten eines solchen Deals mit der Ukraine selbst einzulassen. Zeit verspielt durch passives Dasein. Das gleiche auf Zeit spielen, hilft ohnehin in vielen Bereichen bereits Amerika und Russland, den einen wirtschaftlich besser dazustehen, dem Putin im Krieg wieder Boden zu gewinnen.
6Net-player08. Februar 2025
An sich kam der Vorschlag von Selenski selber, verständlich da man Trump ja kennt. Was Scholz betrifft, soweit was Grönland betrifft und damit den kleineren Partner (Dänemark), stimme ich ihm zu. Zu den unentgeltlichen Ukrainehilfen, sehe ich es etwas anders und wird auch noch die Frage sein, was dich in Zukunft dort entwickelt.
5Samderi08. Februar 2025
@4 Der Vorschlag den Zugang anzubieten war auch in seinem (Selenskyj) "Siegesplan" den er damals in Washington vorgestellt hat (siehe Punkt 4: <link> ). Er hätte diesen "Deal" auch Biden sofort anbieten können, aber hat dies vermutlich zurückgehalten um Trump was schmackhaftes anbieten zu können. Meiner Ansicht nach, ein cleverer Schachzug.
4tastenkoenig08. Februar 2025
Der Vorschlag kam wohl von Selenskyj selbst, weil er wusste, dass er Trump nur mit einem "Deal" auf seine Seite ziehen kann.
3Samderi08. Februar 2025
"Die Ukraine wird angegriffen und wir stehen ihr bei, ohne uns das bezahlen zu lassen [...]" - nicht ganz, sie werden indirekt "zahlen": <link> - Trump ist kein Diplomat / Politiker, sondern ein Selbstdarsteller und will als starker "Dealmaker" dastehen und knüpft daher Hilfe an Bedingungen, auch um seinen zukünftigen Ukraine Kurs innenpolitisch verkaufen zu können...
2tastenkoenig08. Februar 2025
Die Sache ist natürlich wieder mal sehr Trump-like und damit naturgemäß gleichermaßen erschütternd wie traurig, aber auf der anderen Seite bin ich froh, dass die Ukraine etwas hat, das Trump davon abhält, sie Putin zum Fraß vorzuwerfen.
1Pontius08. Februar 2025
Da Merz ja gegen Scholz ist, was würde er wohl sagen?