Berlin - Peter Müller, früherer Ministerpräsident des Saarlandes und von 2011 bis 2023 Richter am Bundesverfassungsgericht, hat das Scheitern der Wahl von neuen Verfassungsrichtern im Bundestag am Freitag scharf kritisiert und es Unions-Fraktionschef Jens Spahn angelastet. "So etwas darf nicht ...

Kommentare

(24) Folkman · 12. Juli 2025
Zusammenfassend kann man sagen: die Richterwahl wurde vom rechten Rand für seinen Kulturkampf instrumentalisiert, und da bekanntlich auch Teile der CxU eben diesen Kampf aktiv und gern führen, ist der (erwünschte) Schaden angerichtet - sowohl für das Vertrauen in die Demokratie als auch für das höchste Gericht im Land, das den Blaunen ja durchaus ein Dorn im Auge ist...
(23) tastenkoenig · 12. Juli 2025
… Bandbreite herrscht. Dann kommt der Angriff von Nius und Compact - wahrlich keine seriösen Quellen - und ein nach wenigen Stunden zurückgezogener Plagiatsvorwurf vom selbsternannten Plagiatsjäger Stefan Weber, der jeden beschuldigt, der nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Und die Union fällt drauf rein. Peinlich. Es wirkt so, als habe sich die Union - wieder mal - von der AfD vor den rechten Karren spannen und gleichzeitig vorführen lassen.
(22) tastenkoenig · 12. Juli 2025
Vor wenigen Tagen noch, als der Wahlausschuss sich darauf geeinigt hat, dem Bundestag alle Kandidaten zur Wahl vorzuschlagen, war das noch eine untadelige, fachlich geachtete Richterin, deren politische Haltung in manchen Punkten sicher nicht die der Union ist, die aber im juristischen Diskurs absolut statthaft und keine Einzelmeinungen sind. Deshalb wird sie von der SPD vorgeschlagen. Es ist Usus, dass keine Kompromisskandidaten vorgeschlagen werden, damit im Senat eine möglichst plurale …
(21) Pontius · 12. Juli 2025
@20 Der Plagiatsforscher rudert ja schon wieder kräftig zurück: „Die Sichtweise der #CDU, dass Plagiatsvorwürfe gegen Frau #FraukeGersdorf erhoben wurden, ist falsch.“ Der Schaden ist da und wird größer werden - sowohl für die Person selbst, das Gericht und die Union, die sich wieder einmal vor den rechten Karren gespannt hat.
(20) Stoer · 12. Juli 2025
@18 Die gesamten Vorwürfe meine ich.Ob sie nun stimmen oder nicht,ob sie bewiesen sind oder nicht...das steht auf nem anderen Blatt.Der Zirkus ist jetzt da,der Schaden auch.Wenn sich dann beweisen lässt,das nix dran ist und war...wär der Schaden sogar noch grösser
(19) Folkman · 12. Juli 2025
@18 : Ohh ja, wenn User, die hier regelmäßig der rechtsextremen AfD nach dem Mund reden und auf Trump und Musk nichts kommen lassen, sich hinstellen und versuchen, die Mitte zu verorten, wird's echt schräg...
(18) Pontius · 12. Juli 2025
Und da ist der rechte Rand mal wieder, der keine Mitte mehr erkennt. Herrlich. @13 +15 Anders herum kann es auch sein: Spricht jetzt noch jemand über Masken? Und im günstigsten Falle stolpert Merz über diese Kausa und der Weg für Spahn ist frei. @17 Welche Vorwürfe? Du meinst aber nicht die rechte Hetzkampagne?
(17) Stoer · 12. Juli 2025
Ich Frage mich,was denn in der politischen Ebene los gewesen wäre,wenn diese Anschuldigungen gegen diese Kandidatin erst nach deren Nominierung aufs tapetchen gekommen wäre?dann hätte es geheissen, das nicht geprüft wurde?warum hat keiner was gemerkt? Machen die ihre Arbeit nicht richtig....bin gespannt wie der Zirkus weiter geht...
(16) tchipmunk · 12. Juli 2025
@15 Das Plenum des Bundestags soll doch den Kandidaten für das Richteramt aus freien Stücken im Rahmen eines demokratischen Prozesses wählen, d.h. fair, transparent (Öffentlichkeit), frei, sowie geheim, also anonym durch verdeckte Stimmzettel. Die Wahlberechtigten dürfen auch nicht unter Druck gesetzt werden. (Und sollen sich auch nicht im "Würge"griff von Fraktionschefs befinden. Spahn muss seine Fraktion also nicht im "Griff" haben.)
(15) slowhand · 12. Juli 2025
>> hat das Scheitern der Wahl von neuen Verfassungsrichtern im Bundestag am Freitag scharf kritisiert und es Unions-Fraktionschef Jens Spahn angelastet. << Wenn der Herr Spahn seine Fraktion nicht im Griff hat dann ist es seine Verantwortung weil ihm kein Respekt aus der Fraktion gezollt wird. Wäre vielleicht besser wenn er sich aus der Politik zurück zieht, das Vertrauen hat er mit der Maskenaffäre ja eh schon verspielt.
(14) k554979 · 12. Juli 2025
Richtig. Das sind Spekulationen und nicht zu belegen...
(13) tastenkoenig · 12. Juli 2025
Jens Spahn hat einen Job, den hat er einfach nicht gut gemacht. Eventuell, weil er vollauf damit beschäftigt war, sich für seinen früheren Job zu verteidigen, den er auch nicht gut gemacht hat. Aber das ist Spekulation.
(12) k554979 · 12. Juli 2025
Eine echte Mitte vermag ich auch immer weniger zu erkennen. Die SPD nimmt in Teilen ja auch schon linke bis linksextreme Positionen ein. Von Grün und ganz weit links brauchen wir dann schon gar nicht mehr reden. Da ist für die Demokratie nichts mehr zu holen. Einzig die CDU kann man noch mittig verorten. Aber auch die kuschelt immer weiter mit links. Kohl würde sich im Grabe drehen, wenn er die heutige CDU erleben müsste.
(11) Fromm · 12. Juli 2025
Oder wollten die eigenen Leute Jens eins auswischen?
(10) tchipmunk · 12. Juli 2025
@7 Dieses hohe Amt, was mit soviel Macht verbunden ist, muss demokratisch legitimiert sein, und dazu ist politischer Konsens nötig. Wie kommst Du dazu, dass kein Konsens nötig wäre? Außerdem lehnt die Union die Kandidatin nicht deswegen ab, weil sie von der SPD vorgeschlagen wurde, sondern weil es mittlerweile Zweifel an ihrer Eignung gibt. Und lass doch den Jens Spahn in Ruhe, der ist auch nicht Sündenbock für alles und der muss auch nicht seine Leute nach SPD-Manier gefügig machen.
(9) thrasea · 11. Juli 2025
Gründen abgelehnt." Das ist doch eine sehr ähnliche Position, wie sie der renommierte Peter Müller (CDU!) in dieser Meldung hier vertritt. Ich bin dankbar für seine sehr deutlichen Worte und kann nur hoffen, dass sie in der Union zuhören und wieder zur Besinnung kommen.
(8) thrasea · 11. Juli 2025
Richter:in vorschlägt, ist das keine unzulässige Politisierung des Gerichts, sondern Ausdruck des gewollten Pluralismus. Die Richter sollen nicht neutral sein, sondern das Gericht soll ausgewogen besetzt sein. Das Bundesverfassungsgericht soll kein technokratisches Gericht von grauen Fachleuten sein, sondern ein politisches Gericht, das in der Lage ist, vielfältige Perspektiven zu berücksichtigen und abzuwägen. Die SPD hat soweit ersichtlich noch nie einen Unions-Kandidaten aus inhaltlichen
(7) thrasea · 11. Juli 2025
Kommentar aus dem juristischen Fachportal LTO: "Die Kritik vieler Unions-Abgeordneten an Brosius-Gersdorf lässt befürchten, dass sie den Mechanismus der Verfassungsrichterwahlen nicht verstanden haben. Wenn sie erklären, dass Brosius-Gersdorf für sie nicht wählbar ist, weil sie unvereinbare Positionen vertritt, dann verkennen sie, dass Brosius-Gersdorf kein Unions-Vorschlag ist und auch kein Koalitions-Vorschlag, sondern ein Vorschlag der SPD. Wenn die SPD eine sozialdemokratisch geprägte
(6) thrasea · 11. Juli 2025
Ich wüsste wirklich nicht, was der SPD hier vorzuwerfen wäre. Die Kandidatin galt bisher allseits als renommiert und wissenschaftlich herausragend. Die Nominierung war mit der Union abgestimmt, die Fraktionsspitze der Union hat Zustimmung zugesagt. Auch im Richterwahlausschuss wurde sie mit 2/3-Mehrheit vorgeschlagen, was ohne die Stimmen der Union gar nicht möglich gewesen wäre. Dieses Chaos geht alleine auf die Kappe von Spahn. @5 Konsens ist beim Vorschlagsrecht nicht nötig. Dazu nochmal ein
(5) tchipmunk · 11. Juli 2025
@4 Mit diesem hohen Richteramt ist auch sehr viel Macht verbunden. Wenn an dem Kandidaten Zweifel geäußert werden und sich derzeit kein politischer Konsens finden lässt oder dieser in der Zwischenzeit verloren gegangen ist, dann gibt es halt im Moment keinen Konsens. Dann muss daran gearbeitet werden, diesen herzustellen. Das ist auf jeden Fall besser, als einen Kandidaten durchzudrücken, nur weil man das Wahlprozedere ja schon immer so gemacht hat.
(4) tastenkoenig · 11. Juli 2025
Doch doch, das geht schon mit Spahn nach Hause. Der Richterwahlausschuss hatte sich vor mehreren Tagen geeinigt. Spahn hätte für die Umsetzung in seiner Fraktion entweder sorgen müssen oder *wenigstens* rechtzeitig erkennen müssen, dass diese nicht möglich ist.
(3) tchipmunk · 11. Juli 2025
Das jetzt dem Jens Spahn allein anzuhängen, wird der Sache auch nicht gerecht. Die SPD hat ebenfalls ihre Mitschuld daran. Hoffentlich kommt nun endlich alles auf den Tisch, was jeder auf dem Herzen hat, und es wird in Ruhe darüber beraten, wer am besten geeignet erscheint.
(2) Spyderman · 11. Juli 2025
es gibt keine politische Mitte mehr ,es gibt nur mehr links - grüne Politik die der ganzen deutschen und europäischen Wählerschaft auf gezwungen werden soll
(1) tastenkoenig · 11. Juli 2025
«Das Bundesverfassungsgericht brauche "unterschiedliche Persönlichkeiten", sagte Müller. "Davon lebt es. Und es zählt in den Beratungen dort das juristische Argument, sonst nichts. Wer da versucht, Politik zu machen, ist nicht gesprächsfähig. Für mich dokumentiert dieser Vorgang, dass wir in der politischen Mitte zunehmend unfähig werden, andere Meinungen auszuhalten."» • Hört hört!
 
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