Berlin (dts) - Die Forderungen nach einer höheren Besteuerung von Fleisch stoßen in der Politik auf ein geteiltes Echo. Hintergrund ist eine Studie von Umweltökonomen, derzufolge der Fleischpreis deutlich erhöht werden müsste, damit das Produkt eine ausgeglichene Klima- und Umweltbilanz aufweist. […] mehr

Kommentare

36Aalpha29. Januar 2022
@34 Mal abgesehen davon, dass die Politik hier bestimmt Preiserhöhungen vornehmen wird, liegt das Problem doch eher darin, dass es für bestimmte Bereiche erst gar keine Preise gibt. Wie hier bereits erwähnt wurde leidet unter der Viehzucht das Grundwasser & die CO2-Bilanz. Diese Kosten werden doch überhaupt nicht berücksichtigt, daher kann man hier auch von gar keiner Erhöhung sprechen. Ich bin daher bis jetzt unschlüssig, ob man das was gerade jetzt passiert überhaupt Inflation nennen kann.
35Pomponius29. Januar 2022
Wer etwas ändern will muss bei sich anfangen!
34Anathas29. Januar 2022
@33 Es ist nämlich so: Die Politik stützt die Wirtschaft bei Preiserhöhungen und über die erhöhte Mehrwersteuer geht es der Staatskasse dabei auch scheinbar besser. Allerdings müssen die Millarden an Sozialleistungen der Regierung relativ schnell an das neue Preisniveau angepasst werden. Das ist ein Aspekt, der keine Verzögerung ermöglicht. Entweder ganzheitlich denken oder der Staat ist Pleite vor lauter Ampelhörigkeit
33Aalpha29. Januar 2022
@32 Da muss man aber etwas differenzieren. Das wir unvorbereitet in eine bereits zu erwartende Pandemie geschlittert sind ist mittlerweile bekannt. Dazu fehlen Handlungsregeln bei einer Pandemie (Ausnahmesituation), aber hier im Thema geht es um Handlungsregeln für den Alltag. Zumal vieles hätte besser laufen können, wenn man wollte. Aber die Regierung scheint doch etwas träge und faul zu sein.
32Platon99929. Januar 2022
@27 Gegen bestimmte Regeln habe ich gar nichts einzuwenden, nur in Maßen und sinnvoll. Wer kann zum Beispiel noch kontrollieren, ob die hundertausenden Coronainfizierten sich auch in der Quarantäne aufhalten und nicht munter draußen rumlaufen? Niemand kann das. Wer kontrolliert in Bussen und Bahnen, ob da die 3G Regeln eingehalten werden. Von meiner Warte aus kann ich sagen, dass ich seit Dezember letzten Jahres genau einmal in der Bahn kontrolliert worden bin und ich fahre jeden Werktag damit.
31Crash6729. Januar 2022
@29 ich habe mich in #4 ja nur insofern dazu geäußert, dass ein etwaiger Ausgleich nicht angedacht wird... Warum machen wir dann überhaupt noch eine Unterteilung des Steuersatzes? Da kann man eine Diskussion lostreten, die ins Nichts führt... Fakt ist doch, dass sowohl Klima- und Tierschutz hier sehr gerne als Vorwand herhalten müssen... Das an beidem etwas geändert werden muss, und dass das kostet, steht außer Frage!
30Anathas29. Januar 2022
"Die Umweltschutzorganisation Greenpeace plädierte dafür, den Mehrwertsteuersatz ... auf 19 Prozent zu erhöhen." Eine längere anhaltende Verteuerung von Waren führt zwangsläufig zur/und bedeutet: INFLATIONs-Anstieg! Debatten von sogen. Unfähigen, ganzheitlich zu denken, halte ich als Zeitverschwendung und führt mutmaßlich zur öffentlichen Blamage
29thrasea29. Januar 2022
@22 In meiner idealen Welt müssten die Kosten für die Beseitigung verursachter Schäden (auch solchen, die in Zukunft entstehen) in das Produkt eingepreist sein. Das schreibt ja auch @23 . Bei Fleisch, aber auch bei vielen anderen Dingen, wie z. B. Atommüll-Lagerung. Aber wie kommen wir dahin? @19 Das ist mir viel zu einseitig. Natürlich kann die *Angleichung* einer Steuer und damit der Abbau einer Ungleichbehandlung Einfluss haben. Das heißt aber nicht, dass das als einzelne Maßnahme ausreicht.
28Honikmont29. Januar 2022
für O-saft und Mineralwasser muss ich auch 19%-Märchensteuer berappen. Also mal rauf damit. Hauptsache Schokolade bleibt bei 7%. Dann müssen wir halt alle Kuchen essen.
27Aalpha29. Januar 2022
@26 Aber was wäre denn die Alternative "In diesem Sch..."önen Land, ohne Regeln mit Anarchie ins Chaos? Wir brauchen nur mal bestimmte Regeln für ein gesellschaftliches Miteinander.
26Platon99929. Januar 2022
@25 Da hast Du wohl recht.
25Crash6729. Januar 2022
@24 eben, läuft schon immer so... @22 es wird doch keiner gezwungen, hier zu bleiben... 🤷‍♂️
24tastenkoenig29. Januar 2022
@22 : "[…] funktioniert scheinbar alles nur noch […]" - wann genau war das anders?
23Aalpha29. Januar 2022
Tja, der Mensch ist ein Gewöhnungstier und die Politik hat all die Jahrzehnte lang die Produkte falsch gefördert. Ist doch genauso wie bei Atomstrom, über das Produkt brauchen wir doch gar nicht mehr reden! Stattdessen sollte einfach Gerechtigkeit eingefordert werden. Wer etwas konsumieren will, der soll 100% der dafür notwendigen Kosten für Produktion, Abfall, Schäden plus 7% oder 19% Mwst. zahlen! Ist klar, weil es all die Jahre so günstig war, dass jetzt ein unberechtigter Aufschrei kommt.
22Platon99929. Januar 2022
In diesem Sch... Land funktioniert scheinbar alles nur noch mit Verordnungen, Verboten und Gängelungen. Die sollen sich mal andere Instrumente für ihre Politik zurechtlegen, sonst gibt es irgendwann einen großen Knall!
21wazzor29. Januar 2022
@17 Zumindest bei den Gasen könnte man viel machen. Letztens noch eine Reportage gesehen. Der Ausstoß von Gasen und Gülle kann man viel übers Futter und Beifutter machen. Merke ich an meinem Hund. Bekommt mein Hund Barf (Rohes Fleisch mit Gemüse und Obst) hat sie kaum Blähungen und die Haufen sind wesentlich kleiner. Bei Dosenfutter ordentlich Blähungen und sehr große Haufen. Ist aber eine Frage der Kosten, die man nicht über die MwSt von Fleisch ändern kann.
20nadine211329. Januar 2022
Ich selbst esse überwiegend vegetarisch, was bei mir jedoch nicht ausschließt, ab und an auch schonmal Biofleisch und Wurst zu kaufen. Allerdings sollten Lebensmittel allgemein nicht höher besteuert werden. Wenn jedoch Fleisch und Fleischprodukte aus konventioneller, bzw. Massentierhaltung deutlich höher besteuert würde, wäre der Preisunterschied zu Biofleisch geringer und das Umdenken beim Verbraucher eher wahrscheinlich.
19Crash6729. Januar 2022
@17 um all das geht es bei der Anhebung von Steuern gerade nicht! Nur weil die Steuern angehoben werden, wird sich die schlechte Tierhaltung nicht verbessern, der Ausstoß von Treibhausgasen nicht verringern usw. Das einzige was hier Abhilfe schaffen kann, sind Alternativen und die werden nicht entsprechend geschaffen, siehe meinen Beitrag #4
18k29329529. Januar 2022
Die Mehrwertsteuer allein eignet sich nicht als Lenkungsinstrument. Eine(!) Möglichkeit zur Lenkung wäre eine "negative" Tiewohlabgabe, also dass Fleisch etc. aus schlechteren Haltungsformen mit einer Abgabe belegt wird, die dann Bauern mit besseren Haltungsformen zugute käme. So wird Fabrikfleisch teurer als Fleisch von "glücklichen" Tieren - wobei "glücklich" beim Schnitzel immer noch = tot heißt. <link>
17thrasea29. Januar 2022
@9 Fleischkonsum hat eben eine Menge negativer Effekte: Grundwasserbelastung durch die Gülle nennst du ja selbst, einen hohen Flächenverbrauch für den Anbau von Futtermitteln (teilw. durch Abholzung von Urwäldern), einen hohen Ausstoß an Klimagasen wie CO2 und Methan. Der Fleischpreis deckt nicht annähern die Kosten ab, um diese Schäden und Folgen auszugleichen. Dazu kommt tatsächlich mangelndes Tierwohl und unwürdige Arbeitsbedingungen in Fleischfabriken. Um all das geht es.
16knueppel29. Januar 2022
@12 "Einen Vegetarier als Landwirtschaftsminister.." - Und? Als würden ihn seine Essgewohnheiten in dem Fall disqualifizieren. Wenn das ist tendenziell wohl eher das Gegenteil der Fall. Und es freut mich, wenn Leute wie Du sich drüber ärgern.
15wazzor29. Januar 2022
@11 Natürlich, da bin ich ganz bei Dir. Es geht aber nicht wenn man die Erzeuger außen vor lässt.
14Irgendware29. Januar 2022
Ich bin da absolut für (esse auch Fleisch), der niedrige MwSt Satz von 7% bei Fleisch ist schon lange nicht mehr angebracht. Man sollte aber auch darüber nachdenken im Gegenzug auf manche Erzeugnisse, wie z.B. Gemüsesäfte oder Obstsäfte ohne Zuckerzusatz die MwSt zu senken
13Crash6729. Januar 2022
@10 genau das meinte ich, danke für den Erklärbär 👍
12Wolfman29. Januar 2022
Einen Vegetarier als Landwirtschaftsminister... Was hat man denn erwartet, wenn man Grün wählt? Immer höhere Steuern um Projekte zu finanzieren, die nur Menschen helfen, die sich das leisten können, Danke!
11knueppel29. Januar 2022
@7 Mit der Prognose könntest Du leider auch recht haben. Ich wüsste da auch keine Ideallösung, die alle "Gesellschaftsschichten" gleichermaßen erreicht. Dass sich aber was ändern muss, steht ja außer Frage.
10k29329529. Januar 2022
@4 hat insofern Recht, als auf Fleisch, Wurst, Milch, Joghurt und Käse der gleiche Mehrwertsteuersatz von 7 % liegt wie auf Kartoffeln, Brot, Lachs und Kaviar, wohingegen Soja-, Mandel-, und Hafer-"Drinks" ("Milch" dürfen die nicht heißen) mit 19 % besteuert werden wie Mineralwasser, Cola, Bier, Champagner und Schnaps.
9vdanny29. Januar 2022
Ich kann dieses Schlagwort "Tierwohl" bald nicht mehr hören :( Alle schreien hurra.. ja, machen wir... klar, zahlen wir mehr...niemand muss Fleisch essen... Davon bekommen weder die Bauern mehr, noch bekommen die Tiere davon etwas ab. Und dann will ein Bauer eine vernünftige Haltung anstreben und was kommt? Die Anlieger gehen auf die Barrikaden wegen Geruchsbelästigung oder Grundwasserbelastung. Wie schizophren ist unsere Welt eigentlich geworden und wo soll das noch hin führen?
8Crash6729. Januar 2022
@5 🤦‍♂️
7wazzor29. Januar 2022
@6 Ja hast schon recht. Aber es trifft dann wieder die ärmeren. Jemand der gut verdient wird deshalb nicht sein Fleischkonsum ändern. Auch der Weg ist falsch. Von der MwSt Erhöhung haben die Erzeuger ja nichts, die etwas ändern könnten. Ich befürchte das die Steuermehreinnahmen in andere Kanäle wieder landen.
6knueppel29. Januar 2022
@2 Ein "Luxusgut" sollte es schon immer sein. Dass sich weniger Leute weniger oft Fleisch leisten (können), ist doch absolut zu begrüßen...außer aus egoistischer, hedonistischer Sicht natürlich.
5Wesie29. Januar 2022
Omg! Was für ein Rumgeheule huer schon wieder…
4Crash6729. Januar 2022
Über die Senkung der MwSt von 19% auf 7% für Ersatzprodukte wird natürlich nicht nachgedacht, und somit sieht man eindeutig, dass das Tierwohl und der Umweltschutz nur ein Vorwand ist, den Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen 🤷‍♂️.
3vdanny29. Januar 2022
Schade, dass kein CO2 entsteht, wenn Geld einfach so verpufft :( Ich könnte nur noch heulen :( @2 : Das ging ja schon nicht mal mehr zu Weihnachten :(
2wazzor29. Januar 2022
Wird ein Luxusgut, viele können sich das dann nicht mehr leisten, wieder trifft die die schon wenig haben. Gerade jetzt wo die Lebensmittelpreise eh schon so hoch sind. Nur die Mehrwertsteuer zu erhöhen bringt gar nichts, davon haben die Erzeuger nichts, die etwas ändern könnten
1Wesie29. Januar 2022
Richtig so. Unbedingt.