Kommentare
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Ja so langsam geht die Entwicklung wieder in Richtung der 90er, als Angebote nur mit frühem Anstehen bei Ladenöffnung vorhanden waren. Eventuell wird sich zukünftig ein System der digitalen Bestellung durchsetzen, dann kann man sein Brot auch noch abends abholen. @
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So kenne ich es vom Gemüse im Kaufland auch: Da sind die Preise kurz vor Ladenschluss deutlich reduziert.
@wimola Ich will mich gar nicht streiten oder die Verschwendung in der Überflussgesellschaft im Ausmaß sprachlich zu verringern, allerdings werden auch bei den Abgaben dann wohl viele Menschen Lebensmittel erhalten, die hungern. Bzw. hoffe ich darauf, denn das sollte auch bei der Lebensmittelverschwendung im Vordergrund stehen: Dass jeder einen vollen Magen hat.
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Vielleicht stoßen wir wieder an die Grenzen des Mediums. Ich kann dir jedenfalls nicht mehr folgen.
Mir fällt gerade noch die App ToGoodToGo ein, bei der Supermärkte, Bäckereien, Restaurants etc. verbliebenes Essen zum Ende ihrer Öffnungszeiten für wenig Geld anbieten und es Interessenten dort reservieren/kaufen und dann abholen können.
Interessant, was ich hier in den Kommentaren lese. Da gibt es viele Dinge die ich noch gar nicht wusste. Danke fürs teilen. @
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also das mit den vollen Regalen ist ja nun passé. Zumindest hier bei uns – und das Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen gilt nach Kaufkraft als einer der reichsten Gegenden in D. Zum Bäcker braucht man hier nach 11:00 Uhr, wenn man sein Lieblingsbrot möchte, gar nicht erst mehr zu gehen. In den Supermärkten sind immer wieder verschiedene Produkte nicht erhältlich usw.
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) Die Vermengung der Begriffe und Deine Auslegung dazu halte ich für falsch und wird zumindest von den jeweiligen Gruppen auch nicht so verstanden. Im Vordergrund steht nach wie vor der Protest durch die Rettung der Lebensmittel. Duraus noch gesellschaftlich umstritten. - Reines Foodsharing ist gesellschaftlich mittlerweile doch absolut etabliert.
Also in meiner Wahrnehmung ist das Thema Containern medial meist mit der Essensverschwendung verbunden.
@wimola Das klingt nach Foodsharing. Ist ja inzwischen ziemlich etabliert, strukturiert und organisiert. Je nach Ort mal mehr, mal weniger. Geht meist über das Containern hinaus, durch direkten Kontakt mit Läden etc. Aber im Grunde kann sich da jeder selber engagiern, in Münster hat das schon vor zwölf Jahren gut geklappt : D
3) Googel einfach mal und Du wirst "endlos" Gruppen finden, die der Verschwendung den Kampf angesagt haben, z.B. :
<link> oder
<link>
2) Hier geht es immer um teilen und vor allem um die Idee, der Verschwendung einen Gegenpol zu setzen. Um tatsächliche Not geht es nie. Ich schaue mal, wie ich das Beispielhaft hier ggf. kopieren kann. - Edit: Kann ich nicht, aber wenigstens den Text: " Brötchen gerettet
von Jennifee B. aus ... vor 3 Tagen. Kann heute abgeholt werden. Adresse per PN."
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) Ich glaube gerne, dass Hunger als Grund in der Presse die Runde macht. Allerdings kann ich aus meiner Erfahrung hier sagen, dass mehrmals in der Woche die Ergebnisse des containers öffentlich gemacht, angeboten und weitergegeben werden. Eine Frau sammelt offensichtlich ausschließlich Backwaren, belegte Brötchen etc.fotografiert ihre "Beute" und schreibt dann, wo andere Menschen sich die Ware abholen können. 2)
Also meine Erfahrung aus Deutschland war bisher, dass zur Rettung containert wurde. Kenne keinen und habe nie jemanden getroffen, der es aus eigener Not gemacht hat. In Spanien hatte ich da schon eher mal den Eindruck, wenn ich unterwegs war.
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Genau dies ist wohl auch der entscheidende Punkt.
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In Frankreich gibt es ab einer gewissen Ladengröße eine Abgabepflicht an Hilfsorganisationen. @
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Ich meine gelesen zu haben, dass der Hauptgrund für Containern der Hunger ist - und dann erst die Rettung von Lebensmitteln. Zumal die Tafeln teilweise gar keine Menschen mehr aufnehmen können. @
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Wir leben in einer Überflussgesellschaft, das zu ändern wird schwierig. Der Deutsche erwartet eben auch noch kurz vor Ladenschluss frische und volle Regale...
Schöner wäre es, wenn nicht Überbestellung vorkäme, damit gar nicht erst in Größenordnungen weggeschmissen werden muss, auch wenn mal ein Produkt nicht sofort verfügbar ist. Und wenn die Lebensmittelhändler keine Angst davor hätten, den Tafeln alles zu geben.
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) Containern ist keinesfalls eine Frage des Geldmangels. Eher ein ganz bewusster Protest gegen die Verschwendungssucht unserer Gesellschaft. - Bei uns im Viertel werden die geretteten Artikel regelmäßig weitergegeben.
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Ich denke nicht, dass ein Laden haften wird müssen, wenn sich jemand aus deren Mülleimer bedient und anschließend unwohl fühlt.
Lidl arbeitet schon deutschlandweit mit den Tafeln zusammen und hat überall(?) wie Aldi auch unzugängliche Müllcontainer.
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Es bleibt noch genug, dass Tafeln nicht nehmen, manch einer aber schon.
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Die meisten containern glaube ich nicht aus Geldmangel
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Das trifft es ganz gut. Müll ist etabliert. Alles andere macht erst einmal Arbeit und Probleme.
2) Dafür müsste vorsortiert, also Personal beschäftigt werden und die Tonnen nicht verschlossen
werden. Ich fürchte, das machen die Märkte nicht. Es wird ein Graubereich bleiben, der immer mit der Unsicherheit einer Strafe belegt ist. Vielleicht sollten sich die, die containern wollen, direkt mit den Märkten in Verbindung setzen und eine eigenständige, separate Lösung finden.
Container mit Lebensmitteln, die die Tafel nicht mehr mitnimmt, die aber eigentlich noch genießbar wären, sind letztlich immer verschlossen abgestellt. Das hat auch irgendwie Sinn. Manchmal sind es auch andere Mietparteien, die keinen ungehinderten Zugang zum Gebäude wünschen. Lösbar wäre das Problem nur, wenn separate Tonnen dafür aufgestellt würden, in denen solche Lebensmittel ihren Platz finden. 2)
Ist schön das Containern Straffrei werden soll. Schöner wäre es aber wenn das erst gar nicht notwendig wäre weil den Leuten genügend Geld zur Verfügung stehen würde oder wie in Frankreich wo das wegwerfen von Lebensmitteln stark eingeschränkt ist.
Noch besser wäre es natürlich, wenn die genießbaren Lebensmittel bei Nichtverkauf noch an Bedürftige direkt abgegeben werden. Sei es über die Tafel oder ähnliche Projekte.
Endlich mal ein vernünftiger Vorschlag. @
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Ich fürchte leider mehr Zäune um die Container. Als Begründung wird dann wieder die Haftung bei verdorbenen Lebensmitteln herhalten müssen. - Meine Tochter hat vor über 20 Jahren mal mit "ihrer" Clique bei einem Lidl containert. In der Zeitung standen sie dann als "Gesundheitsbewusste Diebe". Es ging um 1 Kiste Gurken, 1 Kiste Tomaten, etwas Salat und etwas Obst. Gebracht hat es damals 30 Sozialstunden.
"Sie können sich da auch kostenlos Schokolade mitnehmen." sagte man mir heute im Lidl beim Bezahlen an der Kasse. 5 Weihnachtsmänner waren dann mein. Ich sagte es in einer Gruppe weiter und sorgte so vielleicht für mehr Umsatz.
Wunderbar! Aber nun bitte nicht nachts um angeschimmelte Äpfel prügeln : D
Bin gespannt welche Auswirkungen das haben wird. Ob sich nun mehr Leute trauen oder mehr Läden die Container einzäunen? Wichtig ist, dass die Plätze nach dem Beutezug immer so verlassen werden als wäre keiner dagewesen. Macht man den Läden keine zusätzliche Arbeit, dann sind die auch nicht in Handlungszwang. In vielen Fällen lohnt sich drinnen zu fragen, ob man Aussortiertes mitnehmen darf.
Tja das gabs schon Früher. Sachen an die Tafel zu Verschenken oder an die Mitarbeiter gabs noch nie.
Durfte damals immerhin mal 100 Tafeln Schokolade mitnehmen wo ich Praktikum gemacht habe.
Sollten in den Müll und ich habe sie für die Wohngruppe mitnehmen dürfen.