Potsdam (dpa) - In den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst zeichnet sich keine Einigung ab. Die Arbeitgeber legten am Donnerstag zum Ende der zweiten Verhandlungsrunde zwar ein Angebot vor, die Gewerkschaften wiesen dies aber umgehend zurück. Verdi und der Beamtenbund dbb kündigten eine […] mehr

Kommentare

29mistkaefer28. Februar 2023
@28 : Alle Errungenschaften im Arbeitsrecht wurden von den Arbeitnehmern größtenteils durch Streik erreicht. Freier Sonntag, freier Samstag, 8-Stundentag, 5-Tagewoche, 40-Stundenwoche, Arbeitspausen, Schichtzulagen, Manteltarif, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, uvm.! Die gesetzlichen Regelungen hinkten immer lange hinterher.
28Fredy0127. Februar 2023
Hauptsache streik !
27thrasea24. Februar 2023
@26 Ja, das ist richtig. Es gibt diesen Februar 1500 Euro Inflationsausgleichsprämie und nächsten Februar noch einmal 1500 Euro.
26Pontius24. Februar 2023
@25 Selbst wenn beide Tarifverträge gleich lang laufen würden (bis Oktober in 2 Jahren), dann hätten die Arbeitnehmer der Lohngruppe die angesprochenen 900€ weniger in der Tasche - das ist schon ein Batzen Geld (beispielsweise ein Balkonkraftwerk für die Reduktion der eigenen Stromkosten - was dann wieder ein Zinseszins-Projekt wäre ;-)). Allerdings lese ich gerade, dass die IG Metall insgesamt 3.000€ Inflationsprämie ausgehandelt hat.
25thrasea24. Februar 2023
@22 Danke für die ausführliche Erklärung, jetzt verstehe ich deinen Punkt, auch wenn ich die Sicht nicht teile. Maßgeblich finde ich dafür immer noch die Laufzeit des Tarifvertrags. (1 Jahr, 2 Jahre, 18 Monate etc.) Wann die Tabellenwerte innerhalb dieser Laufzeit angehoben werden, beeinflusst doch nicht den nachfolgenden Abschluss. Ein schlechtes Geschäft wäre es natürlich, wenn die Erhöhung im 9 Monate verschoben wird und der Tarifvertrag dann auch 9 Monate länger läuft.
24Pontius24. Februar 2023
schlechter da. Einmalzahlungen sind zwar sozial gerechter als relative Lohnerhöhungen, welche hohe Einkommen bevorzugen - einmalige absolute Lohnerhöhungen wären aber noch besser, eben weil es die Basis für spätere relative Lohnerhöhungen darstellt.
23Pontius24. Februar 2023
750€ weniger in der Tasche. Und die nächste Lohnerhöhung kommt dann wieder im Oktober und nicht im Januar - demnach verlieren die Arbeitnehmer wieder 8 Monate an Lohnerhöhung. Daher der Hinweis auf die Zinseszinsen. Gäbe es im nächsten Jahre eine Deflation der diesjährigen Inflation (also wirklich nur einen Ausreißer in den Kosten), dann kann man Einmalzahlung sinnvoll sein - das wird jedoch nicht geschehen. Demnach steht man mit einzelnen Zahlungen statt einer relativen Lohnerhöhung in der
22Pontius24. Februar 2023
@21 Hätte es die Lohnerhöhungen direkt gegeben, so hätten die Arbeitnehmer in den ersten 8 Monaten nur 1.347,84€ mehr bekommen (statt der 1.500€, also 152.16€ weniger), jedoch hätte es die zweite Erhöhung von 3,3% denselben Zeitraum von 8 Monaten eher gegeben. Und da verlieren die Arbeitnehmer monatlich 112.48€ - in der Summe die angesprochenen fast 900€. Im Oktober des nächsten Jahres, wenn die Löhne dann regulär um die 3,3% angehoben werden, haben die Arbeitnehmer durch diese Konstruktion fast
21thrasea24. Februar 2023
@20 Ich komme nicht drauf, sorry. Es *gibt* doch eine Lohnerhöhung? Für eine Lohnerhöhung 2024 ist es doch unerheblich, ob die Erhöhung 2023 im Januar oder im Oktober umgesetzt wurde. Dadurch fehlt doch in den Folgejahren nichts? Die Einmalzahlung soll nur die verzögerte Umsetzung der Erhöhung ausgleichen, die Erhöhung aber nicht komplett ersetzen.
20anddie24. Februar 2023
@19 : Du hast da aber doch einen Denkfehler. Du berücksichtigst nämlich die Folgejahre nicht, wo der Betrag der Einmalzahlung in der Lohntabelle quasi "fehlt" und man dann zukünftig die prozentuale Erhöhung aufgrund einer geringeren Basis erhält. <link>
19thrasea24. Februar 2023
@18 Hmm.Ich sehe keinen Grund dafür, einen Zinzeszins in der Rechnung zu berücksichtigen, wenn für die "hängenden Monate" eine Sonderzahlung geleistet wird, die in der Höhe etwa der Summe der verzögerten Tabellenerhöhung entspricht? Habe ich da einen Denkfehler? @17 Man möchte Mitarbeiterïinnen nicht nur bei der Stange halten, sondern sie nicht (noch) schlechter stellen als andere Branchen.Das Gehaltniveau ist im ÖD ja nicht höher.Wie könntest du (nur) ihnen einen Inflationsausgleich verweigern?
18Pontius24. Februar 2023
@15 Vorsicht bei deiner Berechnung, denn du vergisst die Zinseszinsen. Schon mit der 8 Monate verspäteten Erhöhung im Folgejahr spart der Arbeitgeber bei dem Fall schon wieder 900€ ein und im Folgejahr hat sich diese Sonderzahlung dann wohl amortisiert.
17satta23. Februar 2023
Egal wie hoch der Abschluss ausfällt, am Ende bezahlt man das natürlich mit höheren Steuern und/oder Gebühren. Andererseits gibt es in vielen Fällen auch keine realistischen Alternativen zu einer Erhöhung der Bezüge, wenn man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Stange halten will.
16mistkaefer23. Februar 2023
Ich las in letzter Zeit mehrmals von sprudelten Steuereinnahmen!
15thrasea23. Februar 2023
@13 Noch als Rechenbeispiel: Die IG-Metall nutzt für ihre Rechnungen gerne das Eck-Entgelt, EG 7 (Facharbeiter). In Baden-Württemberg beträgt der Monatslohn für EG7 aktuell 3.240 Euro. Die 1.500 Euro Inflationsausgleichsprämie entsprechen damit 46,3% eines Monatslohns. Wenn ich das auf die 8 Monate Tariflaufzeit (bis zur regulären Erhöhung von 5,2%) umrechne, entspricht das pro Monat 5,8%. Die Einmalzahlung ist für Arbeitgeber also nicht billiger als die "normale" Lohnerhöhung.
14thrasea23. Februar 2023
@13 Grundsätzlich stimme ich deinen Kommentaren zum Thema zu, nur in diesem speziellen Punkt nicht. Nach meiner Beobachtung ist es seit langer Zeit üblich, dass Tariferhöhungen erst einige Monate später in Kraft treten und die Monate bis dahin mit einer Einmalzahlung überbrückt werden. Ich sehe darin keine mangelnde Wertschöpfung. Wichtig ist doch, dass die Tariftabellen überhaupt erhöht werden. Die vom Bund durch Steuer- und Abgabenfreiheut geförderte Prämie war sicher auch so gedacht.
13Polarlichter23. Februar 2023
@11 Danke für die Richtigstellung. Wobei man sich dann nicht wundern muss, dass Fachkräfte auswandern oder die abschlagsfreie Rente mit 63 annehmen. Das ist eine Trickserei und Frechheit auch politischerseits hier beim TvÖD, welches recht asozial mir erscheint und Arbeitnehmer nur frustrieren kann. Das ist gelebte mangelnde Wertschätzung
12thrasea23. Februar 2023
@9 Das war beim Tarifabschluss der IG Metall ebenso. Der Abschluss galt rückwirkend zum 1. Oktober 2022. 1500 Euro Inflationsausgleichsprämie sind bis Ende Februar 2023 auszuzahlen. Die Entgeltsteigerungen um 5,2% gelten ab Juni und wird damit erst knapp 9 Monate nach Inkrafttreten des Tarifvertrags erstmals ausbezahlt.
11Polarlichter23. Februar 2023
@10 Ich muss sagen, dies nur immer von Ältereren gehört habe, die über die Jugend von heute, also 10-25 Jahre alten Mitarbeitern hinter dem Rücken redeten. De facto, habe ich aber nie erlebt, dass einer in dieser Altersklasse dies jemals forderte. Mit dem Stufenprozess nach Zugehörigkeit waren immer alle zufrieden, aber nicht mit dem Gehalt an sich, da sind alle teils zurecht mosernd. Bei uns ist nicht erkennbar, dass Jüngere weniger fleißig / zuverlässlich sind. Bin 17 Jahre arbeitend (Mitte)
10satta23. Februar 2023
@7 Ich sag ja nicht, dass man von Luft und Liebe leben können muss. Aber niemand muss in Deutschland bei einem Vollzeitberuf am Hungertuch nagen. Mich nervt es oft, dass insbesondere junge Kollegen ohne große Berufserfahrung und teilweise geringer Leistungsbereitschaft meinen, sie hätten genauso viel zu verdienen wie Kollegen 50+ mit 30 und mehr Jahren Berufserfahrung und zweitens reicht ja das Geld sowieso vorne und hinten nicht und Kumpel xy verdient bei Firma ja auch soundsoviel mehr.
9Polarlichter23. Februar 2023
Was bringt einem die Inflationsprämie hier? Verdi sagte gerade, das dafür im Gegenzug nicht ab April sondern erst (!) ab Oktober eine Gehaltserhöhung von 3% stattfinden soll laut Arbeitgebern. Kurzum, die 1500€ netto sind für die Arbeitgeber dann wohl billiger als die 6 Monate 3% mehr Lohn zu zahlen. Der AN hat also 6 Monate 0% mehr Gehalt bei voller Inflation... Toll, Sarkasmus endet hier an der Stelle. Finde ich schon recht inhuman und dreist.
8Wasweissdennich23. Februar 2023
@6 geht ja vermutlich noch um die Inflationsprämie die man ausnahmsweise steuerfrei einstreichen kann
7Polarlichter23. Februar 2023
@4 Das finde ich schon hart dreist. Jeder, der in diesem Land arbeitet, sollte auch einen Lohn kassieren, von dem er leben und auch seine Familie miternähren kann. Die vom Arbeitgebern und dir formulierte Aussage, die immer wiederkommt, Geld brauchts nicht, wer sein Job liebt, opfert sich gerne, finde ich einfach nur makaber. Viele, ich auch, lieben unseren Beruf, aber man muss auch davon leben können. Ich kann es gut, ich gönne und wünsche es mir für Polizisten, Müllwerker und Pfleger auch!
6amitiger2423. Februar 2023
Einmalzahlungen... sehr beliebt, weil es toll aussieht und dann von der Steuer aufgefressen wird.
5Polarlichter23. Februar 2023
@3 Jo, um deutlich zu machen, dass die VKA keine Lust an Verbesserungen hat, nachdem der TVöD in den letzten 2 Jahrzehnten deutlich schlechter abschnitt. Mir trifft es nicht, aber wer die letzten 2 Jahre SPD-Klatscherei erlebte, wird mal wieder sehen wie unter Faesers Führung den Leuten der letzte Dreck serviert wird.
4satta23. Februar 2023
Man sollte ja nicht nur wegen Geld arbeiten gehen, denn dann ist es nur ein Job. Einem Beruf geht man viel besser aus Überzeugung nach.
3Pontius23. Februar 2023
@2 Da vergleichst aber das Angebot der Arbeitgeber im TVÖD-Falle mit dem Abschluss der IG-Metall. Die Gewerkschaft hat das Angebot ja schon als zu gering abgelehnt, so dass ein Abschluss am Ende wohl im Rahmen des Metallabschlusses liegen könnte.
2Polarlichter23. Februar 2023
Vergleich: Metall/Elektroindustrie zum TvÖD. ME.Ind,: 5,2%, dann 3,3% im Folgejahr mehr Lohn plus 3.000€ Prämie. - TVöD: 3%, dann 2% im Folgejahr mehr Lohn plus 2.500€ Prämie. Noch Fragen, warum der TVöD im Vergleich zu vielen anderen Branchen immer unattraktiver wird? Vom Personalmangel und desolaten allgemeinen Zuständen mal abgesehen...
1KonsulW23. Februar 2023
Es muss endlich mal ein Angebot her.