Oslo (dpa) - Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado kann ihren Nobelpreis weder an US-Präsident Donald Trump weitergeben noch mit ihm teilen. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die das Nobelinstitut in Oslo auf seiner Webseite veröffentlicht […] mehr

Kommentare

12krebs7713. Januar um 15:17
Ok. @11 ... andere Betrachtungsweise und, auch nicht schlecht. SO hab ich das noch nicht betrachtet 👍
11tastenkoenig11. Januar um 16:38
Ja, aber es geht ihr nicht um Würde. Was nützt ihr der schöne Friedensnobelpreis, wenn sie ihn nicht für ihre Sache nutzt? Die Art und Weise mag befremdlich sein, aber es sind befremdliche Zeiten. Venezuela steht am Scheideweg, und sie geht quasi all in. Was immer man von ihren politischen Standpunkten halten mag, sie erkennt das vielleicht sehr kleine Fenster der politischen Möglichkeiten und zögert nicht. Mir nötigt das schon auch Respekt ab.
10krebs7711. Januar um 16:27
Wie klein kann man sich machen? Diplomatie und Charming ist die eine Geschichte. Gepaart mit gesunder Skepsis und einer Portion Ironie ... geil. Aber DAS ist Arschkriecherei vom Feinsten.
9Pontius11. Januar um 07:24
@8 Das hat sie ja schon bei der Verleihung selbst getan - dann hat Trump sie vor ein paar Tagen quasi abgekanzelt und jetzt ist es der nächste Schritt ihrer Charmeoffensive.
8Sonnenwende11. Januar um 07:15
Ich hab mir auch noch überlegt: vielleicht ist es auch einfach nur der Versuch, Trump nicht gegen die venezolanische Bevölkerung, die auf Machado all ihre Hoffnungen setzt, auf zu bringen, weil Trump aus Neid gegen Machado agieren könnte wegen des Preises. Diese Sorge oder sogar Angst wäre ja nicht ganz unberechtigt.
7Pontius11. Januar um 07:15
@6 Nutznießerin wird sie erst, wenn sie gewählt wird und das venezuelanische System umstürzen kann - nur wird es dann eine Demokratie im eigentlich Sinne werden oder ins andere neokapitalistische Extrem abgleiten?
6Folkman11. Januar um 07:09
Machado mag direkte Nutznießerin der militärischen US-Intervention sein, Trump jedoch den Friedensnobelpreis zu widmen, ist einigermaßen absurd. Hätte er tatsächlich den Ukrainekrieg beendet, könnte man evtl. drüber reden, doch da laviert er lieber rum und schlägt sich wiederholt auf die Seite des Kriegstreibers im Kreml. Und auch sonst droht & bombt er - von Nigeria bis Iran - viel zu viel in der Welt herum und setzt allzu sehr auf das Prinzip "Macht durch Stärke"...
5tastenkoenig11. Januar um 06:58
Sie kriecht ihm bis zum Anschlag hinten rein, weil sie - vermutlich zu Recht - glaubt, ihn zu brauchen. Sie will das alte Regime weg haben, derzeit scheint Trump es zu stützen wollen, solange es seine Wünsche erfüllt. Es wäre also nichts erreicht, wenn man ihn dahingehend nicht umstimmen kann. Sie hat etwas, das er haben will. Dafür wird sie zumindest sein Ohr kriegen.
4Sonnenwende11. Januar um 06:49
(2) Hinsehen auf ihre schon sehr weit rechts konservative politische Einstellung hatte ich ein komisches Gefühl. Gut ich möchte dieses komische Gefühl nicht zu einem Vorurteil werden lassen. Die Lage in Venezuela ist sicher sehr vielschichtig, und auch von tiefer Verzweiflung der Betroffenen geprägt, den Menschen dort geht es sehr schlecht. Ein solches Handeln kann auch ein Akt der Verzweiflung sein.
3Sonnenwende11. Januar um 06:49
Der Nobelpreis kann nicht an jemand anders übergeben werden, ich verstehe auch gar nicht wie man überhaupt auf die Idee kommen kann. Nicht umsonst macht sich ein ganzes Komitee darüber viele Gedanken, wer ihn bekommen soll, nicht nur beim Friedensnobelpreis, sondern bei all diesen Preisen. Ich finde Machado disqualifiziert sich ein Stück weit durch diese Aussage. Ich hatte keine Ahnung von ihr bis ihr der Preis verliehen wurde, habe mich dann kurz mit ihr beschäftigt. Bei genauerem (2)
2Pontius11. Januar um 06:38
«Es ist ein großer Schritt in Richtung eines demokratischen Wandels.» Vietnam, Irak, Nicaragua und jetzt Venezuela? Und die Idee einen Nobelpreis zu übergeben an jemanden mit großen Ergebnissen mag schön sein - nur hat Trump bisher nicht großartiges geleistet.
1burghause11. Januar um 06:07
» Was der US-Präsident geleistet habe, sei historisch. «Es ist ein großer Schritt in Richtung eines demokratischen Wandels.» ... Ob sie sich da nicht täuscht. Im Moment sieht es erst einmal nach einem großen Schritt in Richtung Ausbeutung des Landes durch die USA aus.