München/Hamburg (dpa) - Der russische Angriff auf die Ukraine hat für Russlands Starkünstler gravierende Auswirkungen. In München beendete die Stadt mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem Stardirigenten und Putin-Freund Waleri Gergijew als Chef der Münchner Philharmoniker. Weltweit wird […] mehr

Kommentare

30ticktack03. März 2022
@27 Zustimmung. Die Distanzierung von Putin und das Eingeständnis der Schuld, die mit der verbalen Mittäterschaft verbunden war, sind das mindeste was man von beiden verlangen muss. @29 Ja: Dennoch sind beide Fälle nicht vergleichbar. Seit den Gerede vom "lupenreinen Demokraten" bei gleichzeitig hoher Bezahlung erreicht Schröder dem Tiefpunkt in der Geschichte Deutscher Bundeskanzler. Dagegen war selbst Kohl ein netter Chorknabe - unabhängig davon, dass beide auch Positives hinterlassen haben.
29Sonnenwende03. März 2022
@27 ich finde nicht, dass man diese beiden "Fälle" miteinander vergleichen kann. Schröder hatte das mächtigste politische Amt in Deutschland inne und allein daraus erwächst ihm auch in der Zukunft aus seiner Vergangenheit Verpflichtung für Deutschland. Bei Gergijew ist das nicht Fall. Und ich finde, gerade hier in diesem Faden zeigt sich deutlich, wie viele doch von Schwarz-Weiß-Denken geprägt sind.
28crochunter02. März 2022
@27 Wer sich nicht distanziert, der muss damit rechnen, dass man sich von ihm distanziert. Hat auch was mit mit Anstand zu tun. Als Ex Kanzler sollte er sich eigentlich ethisch und moralisch dazu verpflichtet fühlen.
27thrasea02. März 2022
@26 Das ist wie bei Schröder: Wer sich jetzt nicht glaubhaft distanziert, unterstützt und akzeptiert Putins Gebaren und den Krieg offensichtlich.
26Sonnenwende02. März 2022
@25 Gergijew's Aussagen zur Annektion der Krim traf er aber 2014, die Einstellung in München erfolgte erst 2015 – damals hatte man dann damit wohl kein Problem. Und auch seine Unterstützung für Putin's Wahl 2018 interessierte nicht. Es wäre etwas anderes gewesen, wenn er sich jetzt wieder an die Seite Putin's gestellt hätte, das hat er aber nicht. Er wollte gar keine Stellung beziehen. Und auch wenn ich seine Haltung in keinster unterstütze finde ich nicht Ordnung, wie mit ihm verfahren wurde.
25crochunter02. März 2022
Gergijew hat mit seinem verhalten in seiner position aktiv Politik gemacht und sich unmissverständlich geäußert, z.B. durch aktive Unterstützung der Krim Annexion oder Konzerte in Syrien kurz nach der Eroberung von Palmyra. Es ist halt Rufschädigend. Auch wenn es private Äußerungen waren, gilt im ÖD auch eine gewisse Treuepflicht. In manchen fällen kann das ein Kündigungsgrund sein. Im Zweifel wird ein Arbeitsgericht darüber entscheiden.
24Sonnenwende01. März 2022
(2) solange diese sich nicht an den Verbrechen beteiligen?
23Sonnenwende01. März 2022
@21 Soweit ich es bisher in der Presse verfolgt habe, hat Gergijew sich bisher zum aktuellen Geschehen gar nicht geäußert, sondern wurde aufgrund seiner politischen Unterstützung für Putin in der Vergangenheit dazu aufgefordert, sich zu positionieren. Und das finde ich nicht in Ordnung. Gergijew ist übrigens auch ein enger Freund Gorbatschow's gewesen. @22 Wo ist der Unterschied zwischen einem verurteilten Verbrecher und einem politischen Verbrecher, was deren Freunde anbetrifft, (2)
22k25495301. März 2022
@20 , Sonnenwende, einen zu recht verurteilten gefängnisinsassen nicht, aber einen politischen mörder schon. aber es ist zwecklos, weiter mit dir darüber zu diskutieren.
21tastenkoenig01. März 2022
Es ist durchaus legitim, einen Angestellten zu entlassen, der dem Ruf des Unternehmens schadet. Das Problem könnte hier sein, so verstehe ich es jedenfalls, dass er zu einer Positionierung aufgefordert wurde, die er sonst vielleicht gar nicht vorgenommen hätte. Hatte er sich denn zuvor dahingehend geäußert und die Aufforderung war eine Reaktion darauf? Oder wollte man den als solchen bei Einstellung bekannten Putin-Freund aktiv zum Bekenntnis zwingen? Bin nicht sicher, ob das rechtlich i.O. ist.
20Sonnenwende01. März 2022
@19 Ja, und? Seit wann ist Freundschaft ein Verbrechen? Willst du jetzt jeden Freund eines zu recht verurteilten Gefängnisinsassen auch einsperren? Was anderes wäre es, wenn Gergijew wie die aktuell sanktionierten Oligarchen auch politisch und/oder medial beeinflussen würde, aber das tut er meines Wissens ja gar nicht.
19k25495301. März 2022
17, Sonnenwende, er gibt ja seine freundschaft zu herrn putin zu. was ist daran zu deuteln???? NICHTS.
18Sonnenwende01. März 2022
(2) sagen will, auch wenn die Folter und Erpressung, die man bei einer solchen Aussage Selenskyj's vermuten müsste natürlich viel schwerer zu bewerten ist. Zwang bleibt Zwang. Sorry, aber die Entscheidung des Münchner OB ist autokratisch - und nicht liberal demokratisch.
17Sonnenwende01. März 2022
@16 Aber wenn das nicht will? Wenn er sich lieber raushalten will? Du würdest dich zwingen lassen, eine Äußerung zu machen, die du nicht machen willst? Oder mal ein anderes Beispiel: Wenn Selenskyj verhaftet word und dies überlebt, dürfen wir auch bald in den Medien einen Film erwarten, in dem Selenskyj Aussagen treffen wird, die er ohne Zwang nicht treffen würde. Das ist nicht sehr weit entfernt von dem Geschehen in München: denn auch hier soll jemand unter Zwang etwas sagen, was er nicht (2)
16k25495301. März 2022
@13 , Sonnenwende, er hätte sich ja nur klar gegen herrn putin äussern müssen, dann wäre alles ok. aber so???? NEIN. ich halte den rauswurf immer noch für gerechtfertigt. und auch, dass er eine Mitschuld am tod von vielen ukrainern trägt, sorry, das ist meine einfache meinung.
15thrasea01. März 2022
@13 Das sehe ich anders. Eine so herausragende Person weiter zu beschäftigten, obwohl sie sich in der Vergangenheit pro Putin geäußert hat, die Annexion der Krim unterstützt hat und sich jetzt nicht ausdrücklich von diesem Krieg distanziert hat, würde den Münchner Philharmonikern und dem Arbeitgeber Stadt München schweren Schaden zufügen. Da könnten die den Laden auch gleich dicht machen, die meisten Besucher würden wegbleiben. @14 Das ist allerdings wahr.
14k29329501. März 2022
Wenn er schon 2014 FÜR die Annexion der Krim unterschrieben hat, muss man die Frage stellen, wie er 2015 diesen Job überhaupt kriegen konnte.
13Sonnenwende01. März 2022
@10 Doch, das Grundrecht der freien Meinungsäußerung ist hier verletzt. Dieses Recht beinhaltet auch, dass niemand wegen des Äußerns seiner Meinung - oder hier: Enthaltung - so lange er damit nicht Grundrechte von anderen verletzt, z.B. seinen Job verlieren darf. Ich finde es ehrlich gesagt ein unmögliches Signal, dass die Münchner da senden und hoffe, dass das arbeitsrechtliche Konsequenzen hat,
12MrBci01. März 2022
@11 Ich meine damit das Vderhalten des OB, nicht das wir uns missverstehen. Die ist absolut korrekt
11Sonnenwende01. März 2022
@8 ,6 ,5 Sagt mal habt ihr euch auch gut überlegt, was ihr da schreibt? 1. stellt ihr euch mit einer solchen Haltung ganz in die Nähe der Stufe, auf der Herr Putin steht und 2. wohin soll eine solche Haltung führen? Demnächst streiten sich 2 Nachbarn in eurem Ort um einen Maschendrahtzaun und nur weil ihr keine Stellung dazu beziehen wollt schmeißt man euch aus dem Dorf? Und ja, das ist genau das Gleiche, denn dabei ist unerheblich, ob die Motive des einen Nachbarn verbrecherisch sind oder nicht.
10thrasea01. März 2022
@7 Welches Grundrecht siehst du denn verletzt? Gergijew kann seine Meinung doch frei äußern – oder wurde ihm das verboten, wurde er dafür eingesperrt? Freie Meinungsäußerung ist aber kein Recht auf Widerspruchsfreiheit. Er muss für seine Meinung selbstverständlich auch die Konsequenzen tragen, so wie wir das alle müssen.
9k25495301. März 2022
8,Grizzlybaer, das ist auch meine meinung, wer zu herrn putin hält, ist auch mitschuldig an den verbrechen.
8Grizzlybaer01. März 2022
@7 Was sind Grundrechte wert, wenn tausende unschuldige Sterben?
7Luzifer01. März 2022
Es ist erstaunlich wie schnell Grundrechte (wie freie Meinung) nichts mehr wert sind, wenn jemand die falsche Meinung hat.
6k25495301. März 2022
ich finde diese entscheidung auch vollkommen korrekt. das ist sehr richtig, ihn zu entlassen.
5MrBci01. März 2022
Ich finde es auch korrekt so zu handeln und ein Zeichen zu setzen! Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Menschen, sollten sich kritisch äußern, nicht zurück in ihre Heimat können. Unterm Strich aber das richtige Signal und konsquent, man muss weiter Druck auf Putin aufbauen, jeder kleine Baustein, erhöt diesen.
4Tommys01. März 2022
Das Moralapostolieren nimmt schräge Töne an.. da hat man sicher den größten Kriegstreiber erwischt....
3Sonnenwende01. März 2022
Ich finde das nicht richtig. Jeder hat ein Recht auf seine freie Meinung, so lange er damit niemandem schadet. Und durch die regelhafte Ausübung dieses Rechts sollte niemand Konsequenzen wie Jobverlust zu spüren bekommen. Auch wenn es uns hier nicht passt: man darf sich auch der Meinung enthalten, insbesondere wenn man zwischen den Stühlen sitzt, und nichts anderes hat Gergijew in der aktuellen Situation getan. Vor einem deutschen Arbeitsgericht kann Gergijew hoffentlich erfolgreich sein.
2aladin2501. März 2022
Richtig so! Mit Kriegstreibern kann es keine Zusammenarbeit geben.
1Grizzlybaer01. März 2022
Das nenne ich konsequent und mutig. Wer das Verhalten des "Zaren" nicht verurteilt, ist selbst Schuld, wenn sowas geschieht.