Erfurt (dpa) - Nach dem Debakel um die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum neuen Thüringer Ministerpräsidenten sortiert sich die Thüringer CDU neu: Ihr bisheriger Chef Mike Mohring tritt von der Spitze der Landespartei ab. Er wolle einer Neuaufstellung seiner Partei nicht im Wege stehen ...

Kommentare

(9) LordRoscommon · Freitag um 18:50
@8: Ja, das sollte ausdrücklich kein Widerspruch sein. Ich will Mohrng nicht als "politischen Geisterfahrer" bezaichnen, dafür eignet sich erher Seehofer. Aber die einzige klar erkennbare Linie bei Mohring war doch, dass er unbedingt Ministerpräsident werden wollte - koste es, was es wolle; er meinte wohl, den Preis nicht zahlen zu müssen. Jetzt muss er halt doch.
(8) thrasea · Freitag um 18:41
@4 Ja, irrlichternd gefällt mir 🤗 Schlingernd könnte man auch sagen. Ich fand das Wort erratisch an der Stelle wirklich mal passend. Es gab einfach keine klare Linie unter ihm.
(7) LordRoscommon · Freitag um 18:39
@5: Ja, völlig richtig! Mohring hat schon die Landtagswahl 2014 versemmelt, jetzt noch erst die Landtagswahl 2019 mit Verlust von einem Drittel der Wähler eingefahren, und dann den größten Image-Schaden für die CDU der letzten 30 Jahre, der nochmal die Hälfte der Wählerstimmen kosten wird. Sowas überlebt man politisch nicht. @4: Darf ich "erratisch" mit "irrlichternd" übersetzen?
(6) LordRoscommon · Freitag um 18:34
@4: Hinter der Enthaltung vermute(!) ich Mohring selbst. Werden wir nie erfahren, denn die Wahl ist geheim. An der Stelle widerspreche ich mal ausdrücklich Frau Hennig-Wellsow <link> - es kann da eine Absprache geben, dass sich beim nächsten Mal die CDU enthält, aber keinen Befehl zur Wahl von oben.
(5) tastenkoenig · Freitag um 18:31
Es fing damit an, dass er ein wirklich mieses Wahlergebnis eingefahren hat, und endete vorläufig damit, dass die CDU in Thüringen in den Umfragen noch deutlich darunter gesackt ist. Er hat nicht alles auf diesem Wege allein zu verantworten, aber er war als Vorsitzender des Landesverbandes *und* der Fraktion in der Situation, das Vorgehen maßgeblich zu beeinflussen. Entweder er hat es in eine fragwürdige Richtung getan oder ihm wurde die Gefolgschaft verweigert. Beides zwingende Rücktrittsgründe.
(4) thrasea · Freitag um 18:19
@3 Möglicherweise ja. Eine Enthaltung gab es ja. Ansonsten bin ich bei dir. Trotz allem muss man sagen, dass Mohring ziemlich erratisch unterwegs war und mit ihm wohl nichts mehr besser würde. Insofern ist der Wechsel jetzt wirklich überfällig.
(3) LordRoscommon · Freitag um 18:07
<<Doch acht CDU-Abgeordnete wollen in der Fraktion bereits nächste Woche über das Vertrauen in Mohring abstimmen lassen.>> Hat auch nur einer von diesen 8 sich bei der Wahl Kemmerichs enthalten und nicht mit den Nazis gestimmt? Es wäre völlig simpel gewesen, wenn die CDU-Fraktion sich komplett enthalten hätte. Aber nein, man musste sich ja von Höckes Nazitruppe vorführen lassen. Und jetzt heißt es: Der Mohring hat seine Schuld getan, der Mohring kann gehen?
(2) RicoGustavson · Freitag um 17:49
Besser spät als NIE!
(1) Pontius · Freitag um 15:34
In meinen Augen zu spät.
 
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