Bestimmt fahren auch Menschen aus anderen Orten nach Borkum, aber du erwähnst Emden, weil es so eine Hochburg der SPD war/ist. Ich finde das ehrlich gesagt total konstruiert und es bestärkt mich in meiner Anfangs geäußerten Kritik. Das sind doch alles Scheinargumente. @
28
Ja, siehste. "Irgendjemand" hat was von Emden geschrieben, was du dann verwurschelt hast. Merkst du jetzt, warum ich das kritisiere und für überhaupt nicht hilfreich halte?
@
32
Danke. Genau das sehe ich eben auch nicht. Nicht mehr und nicht weniger als bei vielen anderen Dingen in diesem Land. Zumal es ihm ja nicht um die Kommunalpolitik geht, sondern gleich um die Landesebene (und noch höher?) @
29
Danke, dass du das extra für mich nochmal ausrollst. Zusammengefasst, wie ich es verstanden habe: Menschen aus Emden fahren zu Klaasohm nach Borkum. Deshalb trägt der Oberbürgermeister von Emden (SPD!) große Verantwortung, dass diesem Brauch kein Einhalt geboten wird.
Auch wenn es vielleicht als harte Forderung aufgefasst wird von euch, finde ich müsste man prüfen den Polizeichef als auch die Gleichstellungsbeauftrage vom Posten zu entheben (damit meine ich natürlich die Borkumer). Bei Bürgermeistern ist dies allgemein ja leider kaum möglich oder nur sehr schwer.
Gerade auf diesen beiden Ebenen müsste eigentlich vom Land Niedersachsen aus eingegriffen werden, wenn man nicht ernsthaft die These der Autonomie und damit einhergehend die Theorie der Nichtverantwortung fährt. Natürlich ist man über die Jahrzehnte sehr in der Verantwortung. Emden war übrigens eine der größten SPD Hochburgen über diverse Jahrzehnte, kein Scherz.
@
27
Danke, dass du mich korrigiert hast. Natürlich ist Borkum ein vollends autonomer Staat im Staat. Dass der Bürgermeister von Emden und Borkum von eben diesen großen Parteien maßgeblich mit gestützt wurden und die vorherigen Jahrzehnte auch Bürgermeister selbst gestellt haben (aus Emden fahren viele für Klaasohm nach Borkum). Gleichzeitig sind diese Gegenden natürlich nicht autonom, darüberhinaus hat auch das Land Niedersachsen eine Verantwortung (Polizei, Gleichstellungbeauftragte).
@
27
okay, da hast du recht – ich hab zwischendrin etwas über Emden gelesen und da muss ich das wohl wurschtelt haben 😂 - tschuldige bitte. Das ändert aber nichts an dem Rest der Aussage: Borkum wurde über viele Jahre wechselweise von CDU und SPD Politikern regiert, und sie haben Jahrzehnte weggeschaut.
@
25
Bitte schau dir das Ende des Videos nochmal an. Es ging immer nur um Borkum. Der Bürgermeister von Borkum und die Gleichstellungsbeauftragte von Borkum hatten ein Interview abgelehnt. Der Bürgermeister von Borkum ist übrigens parteilos.
(2) angegriffen wurde, auch dazu gibt es eine Videodokumentation! Emden und Borkum sind seit vielen Jahren abwechselnd von SPD und CDU regiert, und seit mindestens 34 Jahren weiß man wegen der Dokumentationen Bescheid. Also kann man sehr wohl eine politische Verantwortung sehen, genauso wie man Verantwortung bei den Ordnungsbehörden und bei der Polizei sehen kann, die allesamt weggesehen haben. Ich hätte es nicht so formuliert wie @
17
, aber nichts anderes wurde hier gesagt.
@
22
dann hast du eine andere Dokumentation gesehen als ich. Gegen Ende der Doku wird berichtet über die Versuche der Reporter, mit dem Bürgermeister von Emden und der Gleichstellungsbeauftragten einen Termin auszumachen – im Anschluss gibt es dann ein Interview mit dem Leiter des Journalistenverbands zu sehen, der dies ein ordnete. Weiterhin wird zwischendrin in der Doku berichtet, dass schon 1990 die ARD über diesen Brauch berichtete, und das dabei eine Journalistin körperlich (2)
Verantwortung von Parteien betont, der CDU und der SPD? Ist es Zufall, dass diese beiden Parteien gerade einen Kommentar vor meinem auftaucht und die SPD auch sonst in praktisch jeder Diskussion für alle möglichen negativen Dinge vom Kommentator verantwortlich gemacht wird? Findest du das wirklich richtig und willst das verteidigen? Da kann ich mich nur wundern.
Aber wenn der Bürgermeister von Emden rechtswidrig der Presse die Auskunft verweigert hat, dann gehört er verklagt. Aufklärung ist hier wichtig. In diesem Fall sehe ich persönlich dann aber einen Mann, der wohl teil dieser frauenfeindlichen Kultur ist und diese schützt. Das ist für mich verachtenswert und zu verurteilen. Das ist für mich aber nicht die Verantwortung einer Partei, der er angehört. Solche Menschen gibt es leider unter allen Gruppen von Menschen. Warum also wird hier die
@
20
Warum diskutieren wir hier eigentlich den SPD-Bürgermeister von Emden? Im ganzen Artikel ist nicht von Emden die Rede. Den Beitrag in @
11
hatte ich mir angeschaut – da geht es um Borkum und ganz am Schluss noch um den Krampus in Österreich. Emden habe ich in dem Film nicht wahrgenommen. Eine Google-Suche nach Emden und Klaasohm hat keine verwertbaren Treffer, im Wikipedia-Artikel zu Klaasohm taucht Emden nicht auf.
(2) Journalisten gegenüber zur Auskunft verpflichtet sind. Der Link zu der Panorama Sendung, die dies berichtet, findet sich in @
11
. @
17
ich weiß jetzt nicht, wie intensiv du dich aktiv an Parteiarbeit beteiligt hast, als du noch SPD Mitglied warst. Falls es dich beruhigt: es gibt sehr viel Entrüstung in der SPD nach dem Panorama Bericht, und ich glaube schon, dass das Konsequenzen haben wird.
@
18
ich sehe hier niemanden, der behauptet, die SPD sei schuld. Der Meinung zu sein, eine Partei, die über Jahre in Regierungsverantwortung war, hab zu lange zugesehen, finde ich legitim. Der Bürgermeister von Emden gehört der SPD an, und er hat den Journalisten mehrfach eine Stellungnahme verweigert. Gleiches gilt für die Frauenbeauftragte, deren Parteizugehörigkeit nicht bekannt ist. Der Journalistenverbund ordnet ein solches Verhalten als rechtswidrig ein, weil Personen in diesen Ämtern (2)
Es gibt aber wohl auch Überlegungen den Brauch ohne Schläge zu zelebrieren. Google hatte da ein Video im Angebot, habs mir aber nicht angesehen.
Oh, darauf hab ich nur gewartet. Über kurz oder lang ist immer die SPD schuld - an allem. Dass Parteien mittlerweile verantwortlich sind für Behörden, dass z. B. die Polizei und Gerichte fest in der Hand von Parteien sind, ist mir neu. Dass in Deutschland die Gewaltenteilung nicht mehr gilt, ist mir ebenfalls neu. Was so ein alter, miserabler "Brauch" nicht alles ans Tageslicht befördert... Ich teile die Meinung von alle, die diesen Brauch schlimm finden und ihn möglichst unterbinden wollen.
Die Tradition ist ja recht bekannt im Nordwesten und gerade Emden und Borkum waren Hochburgen einer SPD und CDU. Da haben beide Parteien als auch Behörden ein sehr fragwürdiges Weltbild über Jahrzehnte geduldet.
Ich lese und sehe in den Beiträge keine freiwillige Teilnahme, wenn man von der Straße weg gejagt und gefangen wird und dann dazu noch vor dem "Ritual" fixiert wird. Aber das wird ja schon bei den Kindern "gelehrt":
<link>
also ersten rede ich diesen Brauch in keinster Weise schön, ich hinterfrage nur, warum da immer noch so viele mitmachen, wenn´s denn so schlimm ist! Und zweiten ist die Definition eines Braues auch Sich, wo man die Info hernimmt. Bei Wikipedia steht da was ganz anders, aber wie so oft, alles eine Auslegungssache
Das Oxford Dictionary nimmt den Brauch als "[aus früherer Zeit] überkommene, innerhalb einer Gemeinschaft fest gewordene und in bestimmten Formen ausgebildete Gewohnheit" und da ist die Höhlenhausung nicht nur durch das Höhlengleichnis sondern durch die Vorzüge ein Brauchtum gewesen. Ich frage mich immer noch, wie man sich solch ein Verhalten schönreden kann...
also meiner Meinung nach waren Höhlen kein Brauch, sondern eine Unterkunft
Früher haben wir unser Kinder auch geschagen und in die Minen geschickt. Wohnt ihr etwa schon in Wohnungen? Höhlen waren früher doch Brauch...
Ach schaut euch das selbst an, lief am 26.11. zu finden in der ARD-Mediathek:
<link>
Ja, so habe ich das im Film auch verstanden. Betroffene Frauen hat man gar nicht vor die Kamera bekommen aus purer Angst erkannt zu werdenn
@
8
: Ich wollte mit meinem Kommentare eigentlich darlegen, dass es vermutlich eben *nicht* das Ergebnis von Freiwilligkeit, sondern das eines sehr hohen sozialen Drucks ist, was zumindest ein Teil der Frauen angeht.
@
7
na wenn´s so ist sollen sie doch weiter ihrem Brauch durchführen, scheint ja freiwillig, warum müssen sich hier wieder Aussenstehende einmischen? Lasst doch einfach den Eingeborenen ihren Brauch!
@
4
:Borkum hat ca. 5000 Einwohner. Ich hab auch keine intimeren Einblicke, aber ich kann mir vorstellen, dass man da nicht gerne Außenseiter ist. Auf Inseln ist man noch mehr aufeinander und die Gemeinschaft angewiesen als andernorts.
Tradition? Man weiß zu wenig über das Fest. Man beginnt wohl erst das alles zu ergründen. Scheint ein Volksfest zu sein bei dem die Öffentlichkeit unerwünscht ist. Wahrscheinlich mit gutem Grund. Gibts auch nur auf Borkum.
Der Bericht ist echt erschreckend gewesen.
@
3
aber wenn´s so schlimm ist, warum gehen die Frauen denn hin?
Es gab einen Bericht im TV. Oberstes Gebot ist Verschwiegenheit. Man kriegt kaum Leute vor die Kamera, vor allem keine Frauen. Filmen ist auch untersagt. Das sagt eigentlich schon alles. Wer an dem Tag als Frau auf der Straße war hat Pech gehabt.
und wenn das alles so schlimm ist, wie hier berichtet, warum machen denn alle noch mit?
Das ist nicht nur extrem frauenfeindlich sondern geradezu menschenverachtend. Schwerste Körperverletzung. Ich habe da keinerlei Verständnis für. Und die Origkeit hält schützend die Hand darüber, verweigert Interviews obwohl sie dazu verpflichtet wäre.