London (dpa) - Im jahrelangen Brexit-Drama der Briten hat Jeremy Corbyn eine der widersprüchlichsten Rollen. Bereits Jahrzehnte, bevor der einst notorisch querschießende Hinterbänkler an die Spitze der oppositionellen Labour-Partei rückte, war er als EU-Skeptiker bekannt. Der Londoner kritisierte […] mehr

Kommentare

3Haase17. Januar 2019
@2 : Der Witz ist der, dass Corbyn FÜR den Brexit ist (aus einer politisch linken Position heraus, also anders als die tendenziell rechtspopulistischen Herren wie Nigel Farage oder Boris Johnson), er aber Vorsitzender einer Partei ist, die an und für sich GEGEN den Brexit ist. Und entsprechend taktiert er ja herum mit Neuwahlen, ohne sich gegen den Brexit auszusprechen - er will ihn ja. ;-)
2Kargam17. Januar 2019
Da kann ich mich @1 nur anschließen (besonders bei der Kritik an der EU Wirtschaftspolitik). Und ich verstehe auch nicht, das es wohl laut Artikel manche befremdlich finden, das er auf der einen Seite die Wirtschaftspolitik der EU angreift, aber trotzdem gegen den Brexit ist. Nur weil man mit der Politik an einigen Stellen unzufrieden ist, heißt das noch lange nicht, das man aus der EU raus will, manch einer will auch lieber an der EU arbeiten will, als sie einfach so "weg zu werfen".
1Tashunkawitko16. Januar 2019
Beim großen Labour Parteitag im September 2018 griff Corbin die Wirtschaftspolitik der EU scharf an. Er sieht sich selbst als Europäer, lehnt aber die aktuelle Richtung der EU als nicht sozial ab. Es sei eine EU der Großfinanz und der Unternehmen. Da hat er nicht unrecht.