Berlin/Kiel (dpa) - Nach der bitteren Serie von Wahlniederlagen sortiert sich die FDP-Spitze neu. Der langjährige Parteivize Wolfgang Kubicki will beim Parteitag im Mai Bundesvorsitzender werden, der amtierende Parteichef Christian Dürr verzichtet. Trotzdem sieht es nach einer Kampfkandidatur aus. […] mehr

Kommentare

37ichbindrinvor 13 Stunden
Sobald es mehr als einen Kandidaten gibt, fällt das Wort Kampfkandidatur. Komisches Verständnis von Wettbewerb und Wahlen. Mit Höne würden die Wähler sich vermutlich neu mit den dann gesetzten Inhalten beschäftigen und die Partei als FDP wählen. Mit Kubicki wäre es eine Art BWK, also erneut reiner Personenkult, den dann Leute wählen, die meinen "der traut sich was, der sagt noch wie es ist". Kommt man nur als Egomane nach oben oder wird man unterwegs einer? So oder so, von unten wird es gutiert.
36Sonnenwendevor 23 Stunden
Ergänzend: Auch in den Umfragen/Wahlen hat das sich das abgezeichnet und tut es bis heute: die Unionsparteien waren vorher in Umfragen auf bis zu 35 %, bei der Wahl hatten sie dann letztendlich rund 28. Und die Erstarkung der Linken - man kann fast sagen "Wiederauferstehung" - ist auch darauf zurückzuführen.
35Sonnenwendevor 23 Stunden
(2) meiner Sicht da noch andere Mechanismen wesentlicher sind als die von dir genannten. Das möchte ich jetzt aber nicht diskutieren weil es eine Ablenkung wäre von diesem Thema. Außerdem würde es den Rahmen sprengen.
34Sonnenwendevor 23 Stunden
@33 Selbstverständlich gab es den Denkzettel. Was ist denn danach passiert? Allein in München waren 500.000 Menschen auf der Straße. Das sind starke demokratische Kräfte, die ich übrigens schon genannt habe: Zivilgesellschaft und Zivilcourage. Und der Denkzettel war auch wirksam, sichtbar zunächst in Wut und Zorn "linke und grüne Spinner", seither in Umsicht und Bedachtheit. Vergleichbares wird sicher in D so schnell nicht mehr geschehen. Den Klimawandelvergleich finde ich schwierig, weil aus(2)
33PontiusGestern um 06:14
Koalition ist es nochmal anders, aber einen Denkzettel zu dieser "Probearbeit" gab es nicht. Ist ähnlich wie mit der Klimawandelvorsorge: Viele sind dafür, solange es sie nicht selbst betrifft, dann bröckeln die Zustimmungswerte ganz schnell.
32PontiusGestern um 06:12
@31 Mehrheit, nicht dass es sie gar nicht gibt. Aber wenn ich die genannten Namen bei der Abstimmung mit der AfD eingebe, dann hat nur Kiesewetter nicht zugestimmt (weil er nicht abgegeben hat - einzig Antje Tillmann hat dagegen gestimmt). Und wenn ich die Umfrageergebnisse nach der Abstimmung ansehe, dann ist von der Zustimmung der Wählenden zur Brandmauer nicht viel an der Zustimmung zur Union bei den folgenden Umfragen zur nächsten Wahl abgebröckelt. Ja eine Zusammenarbeit in einer
31SonnenwendeMontag um 12:37
@29 Das meinte ich, es ist nahezu unmöglich, Voraussagen zu treffen. Irgendwann muss man sich aber einfach auch mal trauen einen Schlussstrich zu ziehen. So geht es jedenfalls nicht weiter. Und es gibt keine progressiven Teile der Union? Och, Pontius: Wüst und Unterstützer, Günther und Unterstützer, Röttgen, Wadephul, Kiesewetter, Bär von der CSU ... um nur einige zu nennen. in der Basis der CDU lehnen fast 80% eine Zusammenarbeit mit der AfD ab. Bei den Wählern sind es 65-80%, je nach Umfrage.
30PontiusMontag um 12:17
sehr komplex und ausufernd.
29PontiusMontag um 12:15
@28 Die Union würde ich jetzt nicht unter progressiv oder liberal-konservativ einordnen, so dass es zwar eine Mehrheit in der Mitte der Wählenden gibt, jedoch die aktuelle Union? Ich weiß nicht, ob es dort innerhalb die Mehrheit gäbe. --- Aber wir müssten glaube ich noch etwas trennen zwischen "jetzt" bzw. "nach einer Neuwahl" und "was passiert nach einer Zusammenarbeit mit der AfD" bei der darauffolgenden Wahl (sofern es sie noch gibt) - wird das vermischt, dann wird es
28SonnenwendeMontag um 10:59
@26 ergänzend zu @27: wahrscheinlich habe ich es nicht deutlich genug formuliert, aber die progressiv denkenden Menschen in unserem Land sind eine Mehrheit. Die genannten 36-38 % sind eine mitte-linke Mehrheit, aber es gibt auch eine progressive mitte-rechte Fraktion, die sich niemals auf Parteien wie die AfD einlassen würde. Und zusammen bilden all diese Menschen sehr wohl eine Mehrheit, wahrscheinlich sogar eine recht große Mehrheit.
27SonnenwendeMontag um 10:42
@26 wie gesagt, dass sehe ich tatsächlich sehr anders als du. Ich hab nach wie vor großes Vertrauen in die meisten Menschen in unserem Land. Und ich glaube an die Demokratie und an die Stärke der Demokratie - Deutschland ist eine starke Demokratie - sowie an demokratische Kräfte wie zivilgesellschaftliches Engagement und Zivilcourage. Wie auch immer, wir werden da wohl nicht zusammenkommen, also belassen wir es dabei.
26PontiusMontag um 10:36
Wobei am Ende könnte sogar noch die FDP etwas profitieren, egal wer der neue Vorsitzende wird und die Richtung der Partei dann beibehält oder ändert.
25PontiusMontag um 10:34
umsetzen kann. Und ich sehe bei den aktuellen Umfragen auch keine Veränderung der Problematik kommen, weswegen Neuwahlen am Ende nichts neues bringen - maximal eine Stärkung der AfD. Sollte die Union mit der AfD zusammenarbeiten, dann wird es mit der Halbierung maximal selber etwas und solange man der AfD weiter hinterher rennt und das Overton-Fenster immer weiter verschieben, sorgt auch für eine weitere Radikalisierung der AfD (denn man muss sich ja abheben).
24PontiusMontag um 10:28
Ich sehe weder ein Zusammenkommen mit den Grünen nach den ganzen Attacken in letzter Zeit (und den Fall Markus S. gibt es ja auch noch) und die Mehrheit haben sie ebensowenig, wie du schon sagtest. Die Minderheitsregierung sorgt halt dafür, dass sich Mehrheiten für einzelne Projekte auch bei der AfD organisiert werden. Etwas was die SPD in der aktuellen Lage eben zum Teil verhindern kann, bei anderen Dingen aber zähneknirschend zustimmen muss - und zu einem Teil auch eigene Projekte durchsetzen
23SonnenwendeMontag um 09:46
(4) Hinzu kommt, dass viele CDU Wähler im Falle dass es eine Zusammenarbeit mit der AfD geben würde sich entscheiden würden nicht mehr CDU zu wählen. Ein guter Teil davon wird grün wählen – auch wenn man das bei den Unionsparteien nicht so richtig wahrhaben will. Und wie gesagt, die CSU wird eine Zusammenarbeit mit der AfD absolut ablehnen, das könnte sogar dazu führen, dass sie sich dazu entscheiden selbstständig als Partei auch in anderen Bundesländern zu kandidieren.
22SonnenwendeMontag um 09:35
(3) so - weil die Unionsparteien unter Merz offenbar glauben, man könne AfD Methodik anwenden: gegen Flüchtlinge hetzen um "das Volk" abzulenken. Gleiches, wenn auch nicht in so starkem Ausmaß, gilt für andere Minderheiten in unserem Land. Aber wie gesagt, diese sehr starke große Minderheit, sehr widerspruchsfreudig und wehrhaft - das zeigen die großen Demonstrationen, ich meine wer hat schon mal so viele Leute auf die Straße gebracht wie vergangenes Jahr? - kann man nicht ignorieren. (4)
21SonnenwendeMontag um 09:31
(2) bleiben, die aber, wenn die SPD klar Position bezieht, unter völlig anderen Voraussetzungen stattfinden werden als die Wahlen die letzten zehn Jahre. Schwer vorauszusagen, wie die Situation dann sein wird. Vorübergehend würden wir eine geschäftsführende Regierung haben, die die außenpolitischen Aufgaben genauso übernehmen kann wie die aktuelle Regierung, das bereitet mir noch am wenigsten Sorge. Schwierig wird die Innenpolitik, insbesondere die Flüchtlingspolitik - ich nenne sie bewusst (3)
20SonnenwendeMontag um 09:31
@19 Nun ja, März wird denke ich versuchen eine Minderheitsregierung zu initiieren, vielleicht mit den Grünen, sicher nicht mit der AfD (wäre sogar glaube ich gar keine Minderheitsregierung), denn das wird die CSU nicht mitmachen, selbst wenn die CDU das als Partei mitmachen würde, was ich auch nicht glaube. Er kann auch versuchen eine Minderheitsregierung mit den Unionsparteien allein zu führen, was durchaus möglich, wenn auch für alle sehr anstrengend wäre. Am Ende werden nur Neuwahlen (2)
19PontiusMontag um 08:53
@18 Gehst du davon aus, dass es bei Austritt aus der Koalition Neuwahlen gibt? Und was erhoffst du dir von Neuwahlen? 36-38% sind eben keine Mehrheit und dann bleibt dieselbe Falle übrig wie bei der letzten Wahl...
18SonnenwendeMontag um 08:33
(3) spät, 2029 wird das nicht besser sein. Wir haben nach Umfragen eine sehr stabile, große, wehrhafte mitte-linke Minderheit von 36-38 % in Deutschland, die wird man nicht ignorieren können. Zudem gibt es eine Mehrheit innerhalb der Unionswähler, die Rechtspopulismus und erst recht Rechtsextremismus ablehnen und eine Regierungskoalition mit der AfD sicher nicht unterstützen werden.
17SonnenwendeMontag um 08:29
(2) parteien einzugehen, habe es aber 2025 als kleineres Übel angesehen aufgrund der instabilen Weltlage. Diese Meinung habe ich mittlerweile geändert. Es gibt auch andere Länder in Europa, deren Regierungen instabil sind und die mit Rechtspopulismus zu kämpfen haben, sie gehen trotzdem nicht unter. Ab einem bestimmten Punkt muss man sich überlegen, ob man sich weiter verbiegt oder zu seinen Anliegen zurückkehrt. Jetzt ist dafür vielleicht noch Zeit, eigentlich ist es auch fast schon zu (3)
16SonnenwendeMontag um 08:29
@14 Die SPD folgt ja nicht den eigenen Interessen sondern schließt aus falsch verstandenen staatsstützenden Gründen Kompromisse, die eben ihren Interessen, also den Interessen der Wähler die sie vertreten, zuwieder laufen. Das ist der Grund, warum sie nach und nach in der Versenkung verschwinden werden. Ich bin mittlerweile der Meinung – und damit bin ich nicht alleine – dass die SPD die aktuelle Koalition verlassen sollte. Ich fand es auch 2018 falsch, wieder eine Regierung mit den Unions- (2)
15PontiusMontag um 08:13
Wie oft ist die FDP denn aus der Versenkung wieder hervorgekommen, dass es "oft" war?
14PolarlichterMontag um 00:45
Die SPD wird dem Beispiel der FDP auch folgen, wenn diese Partei ebenso am Bürger vollends vorbeiregiert und nur den eigenen Interessen folgt.
13TautouMontag um 00:42
Selbst die FDP ist gegen Warten: <link>
12tchipmunkSonntag um 23:54
Die FDP wurde schon oft totgesagt, ich würde sie noch nicht ganz abschreiben. Und dann war sie plötzlich wieder da. Wartet mal ab.
11PolarlichterSonntag um 22:50
Das sehe ich ebenso.
10KonsulWSonntag um 15:57
Der wird die FDP auch nicht mehr retten können.
9truck676Sonntag um 14:07
Bald sind's nicht mehr viele, auf dem sinkenden Schiff. 👍
8tastenkoenigSonntag um 13:50
Dürr hat sich bisher nicht sonderlich auszeichnen können, den Vorsitz zu führen. Insofern sieht er vermutlich die Gefahr einer Niederlage und eine Chance, als Vize seine Seilschaften zu erneuern und Kubicki, der das vermutlich nicht so ganz lange machen will, besser vorbereitet zu beerben. Aber alleine dass der Lindner-Jünger Dürr Kubicki unterstützt spricht für mich gegen die Wahrscheinlichkeit der Erneuerung auf diesem Wege.
7PontiusSonntag um 09:04
@6 Ja Rückzug, dann Kandidatur zum Vorsitz, dann Rückzug und Kandidatur zum Vize - die Wendungen waren schneller als der Wind drehen konnte und fast so schnell wie das Zurückrudern nach "es gab keinen Plan zum Sturz der Ampel" und der Bekanntgabe der offenen Feldschlacht in der Presse...
6TautouSonntag um 08:51
Ja, Konsequenz hat ein Gesicht. "(...) dann nochmal für vier Jahre als Frontmann für die Freien Demokraten zu kämpfen (...), das übersteigt meine Kräfte und mein Wollen." <link>
5FolkmanSonntag um 08:01
Der neoliberale Silberrücken im besten Rentenalter steht wie kein zweiter für Aufbruch und wird die FDP bestimmt wieder zu alter Größe führen. Darauf gleich mal 'ne Flasche Wein...
4PontiusSonntag um 07:04
Ist das jetzt eine offene Feldschlacht?
3Dr_Feelgood_JrSonntag um 06:54
Na, das sind doch gute Nachrichten. Mit Kubicki kommt die FDP wenigstens nicht vom Kurs ab. Weiter so!
2slowhandSonntag um 01:53
Mit Kubicki wird es auch nicht besser.
1HmHmSonntag um 00:07
FDP? Schon mal von gehört, irgendwie..