Berlin (dts) - Wenige Tage bevor Bundesinnenminister Horst Seehofer die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2017 vorstellt, gibt es erhebliche Zweifel an der Aussagekraft der Zahlen. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, André Schulz, sagte dem Nachrichtenmagazin Focus: "Die […] mehr

Kommentare

17thrasea07. Mai 2018
"Im Jahr 2011 gaben in einer Befragung des KFN 2,4 Prozent der Frauen zwischen 16 und 40 Jahren an, in den vorangegangenen fünf Jahren Opfer sexueller Gewalt geworden zu sein. Anfang der Neunzigerjahre: 4,7 Prozent." Bei der Befragung geht es um eine Dunkelfeldstudie, in der Menschen nach Opfererfahrungen gefragt werden. Damit soll man eine Aussage über Dunkelziffern machen können bzw. die gefühlte mit der gemessenen Kriminalität vergleichen können.
16thrasea07. Mai 2018
@15 Nein, es geht um alle Aspekte von Kriminalität. Ausschnitt zu deiner Frage: "Zwar wies die Polizeistatistik für 2016 im Vergleich zum Vorjahr 12,8 Prozent mehr Vergewaltigungen und schwere sexuelle Nötigungen aus. In absoluten Zahlen waren es aber weniger Fälle als ein paar Jahre vor der Flüchtlingswelle, etwa 2012 oder sogar zehn Jahre zuvor."
15Photon07. Mai 2018
@14 : Ich müsste den Artikel bezahlen, das will ich aber nicht. Davon abgesehen scheint er sich nur um Gewaltkriminalität zu drehen, wie der Titel schon sagt. Wichtiges Thema, aber hier spielen Einbrüche, Sachbeschädigung und so weiter keine Rolle. Aber genau hier kann ich zumindest einen signifikanten Anstieg ausmachen. Wird eine Vergewaltigung auch als "Gewaltdelikt" geführt? Wie sieht es aus mit Raubüberfällen? Auch hier passiert zumindest in meiner Gegend DEUTLICH mehr als früher...
14thrasea06. Mai 2018
@13 Gerade hat der Spiegel einen ausführlichen Bericht veröffentlicht: "Wie sicher ist Deutschland?" Die Kriminalitätsstatistik wird darin ausführlich diskutiert, sehr viele Schwachpunkte daran benannt. Die Lektüre lohnt sich! Ich glaube, der Artikel wird auch deine hier gestellten Fragen beantworten. <link> Mein Fazit daraus: kurzfristig gesehen (im Vergleich zum Vorjahr) hat der Rückgang kaum Aussagekraft. Langfristig (über Jahrzehnte) ist Kriminalität stark zurückgegangen.
13Photon06. Mai 2018
@10 : gestiegen ist. Kann ja auch aus Gründen sein, auf die ich gerade nicht komme. Aber davon abgesehen: Hat jemand das Gefühl, dass es sicherer geworden ist? Allgemein? Ganz objektiv könnte man doch bestenfalls von "unverändert" reden. Aber aus meiner Sicht und vieler aus dem Freundeskreis ist es heute gefährlicher als vor 20 Jahren. Und Einbrüche haben in meiner Gegend nachweislich um einige 100% zugenommen. Versechs- bis verzehnfacht würde ich sagen.
12Photon06. Mai 2018
@10 : Dann käme ja nur noch in Frage, dass es zu weniger Anzeigen kommt. Kann ich mir auch nicht vorstellen, weil die Versicherungen alle Anzeigen haben wollen, bevor sie zahlen. Aber es gibt gerade im Bereich politisch motivierte Straftaten ERHEBLICHE Unterschiede, wie was erfasst wird. Und bei Sexualdelikten bin ich mir nicht so sicher - Stichwort Vergewaltigung in der Ehe und so weiter. Also irgendeinen Grund wird es wohl haben, dass die offiziellen Zahlen gesunken, aber die Dunkelziffer
11thrasea06. Mai 2018
1 Jahr Haft erhöht. Das führt dazu, dass Wohnungseinbrüche zukünftig als "Verbrechen" zählen. Das sind per Definition Delikte mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe. Dadurch darf bei Wohnungseinbrüchen nun auch Telekommunikationsüberwachung , Vorratsdatenspeicherung etc. genutzt werden. <link> Du kannst dich also nicht wirklich darüber beschweren, dass Gesetze und Definitionen angepasst werden, oder? Wir leben nicht mehr in der gleichen Welt wie 1960.
10thrasea06. Mai 2018
@9 Mal ganz ehrlich. Hast du in den letzten Jahren irgendetwas mitbekommen, dass ein Straftatbestand geändert wurde, so dass er jetzt nicht mehr als Straftat zählt? Spontan fällt mir nur das Gegenteil an, z.B. die Verschärfung des Sexualstrafrechts 2016. Die Zahl der Straftaten soll insbesondere im Bereich Einbrüche zurückgegangen sein, wie man hier lesen konnte. Auch hier gab es eine Verschärfung der Gesetze. 2017 wurde die Mindeststrafe für einen Einbruch in private Wohnungen von 6 Monaten auf
9Photon06. Mai 2018
@4 : Grunde die gleichen Sachen, dann verliert diese Quelle halt an Glaubwürdigkeit. Wenn man davon ausgehen muss, dass wenn 2 Leute das Gleiche tun, es dann aber noch lange nicht das Gleiche ist, dann wird halt diese Statistik wertlos. Und am Ende schmunzelt man nur noch, wenn die Regierung verkündet: "Weniger Arbeitslose, weniger Straftaten, Wirtschaftsaufschwung, ...", aber gefühlt hat sich seit Jahren absolut nichts zum Besseren gewendet...
8Photon06. Mai 2018
@4 : Es geht ja eigentlich weniger um das subjektive Sicherheitsgefühl und -empfinden jedes Einzelnen. Wenn es danach ginge, würde ich jedem Touristen davon abraten, nach Berlin zu fahren. Die Frage ist doch, ob sich eine Lage tendenziell verbessert, verschlechtert oder das Niveau hält. Um das objektiv und nüchtern zu beurteilen, braucht man ja Quellen wie eben eine Kriminalitätsstatistik. Aber wenn die gezielt verzerrt wird, wie eben beispielsweise durch das Einführen neuer Definitionen für im
7thrasea05. Mai 2018
@6 Klar, wenn man mit Fakten kommt, schauen Leute wie du immer weg. Wäre ja auch jammerschade, wenn man das Gefühl "oh uns geht es so schlecht" tatsächlich mit Fakten widerlegt. Schlaf weiter deinen Alptraum und schau besser nicht in die Realität! @5 Nichts anderes habe ich geschrieben. Versuch doch mal hinter die Zahlen zu schauen.
6k43730405. Mai 2018
@4 du ich habe kein bock mit dir zu diskutieren, du suchst ausreden genau das habe ich in nr. 2 beschrieben, schau wie immer weiter weg, schlaf weiter und gehorche. trotzdem noch ein schönes Wochenende.
5k43730405. Mai 2018
@3 nein auch Terror und Kriminalität wird bewertet.
4thrasea05. Mai 2018
Hier die Quelle: <link> Aber welche Aussagekraft hat das? Würdest du dich in Ländern wie Gambia, Benin, Oman (alle punktgleich auf Platz 1) wirklich sicherer fühlen als in Deutschland, nur weil dort im Vorjahr keine terroristischen Vorfälle registriert wurden? Die Liste der Vorfälle ist übrigens auch sehr interessant: <link> Da sind neben Berlin auch der Amoklauf von München drin und viele andere "Vorfälle" ohne Tote und Verletzte von Links- und Rechtsextremisten.
3thrasea05. Mai 2018
@2 Du beziehst dich auf den "Travel and Tourism Competitiveness Report 2017" des World Economic Forum, bei dem Deutschland im Vergleich von 126 Ländern auf Platz 3 gelandet ist. <link> Nur in der Teilwertung "Safety and Security" ist Deutschland im Ranking auf Platz 51 abgerutscht. Maßgeblich dafür ist hauptsächlich die Wertung "Index of terrorism incidence". Kein Wunder - hier liegen 66 Länder mit der Bestnote (ohne terroristische Vorfälle) weit vor Deutschland (auf Rang 100).
2k43730405. Mai 2018
auch hier werden realitätsverweigerer ausreden finden. nicht umsonst ist Deutschland im weltweiten ranking (der sichersten länder) von platz 20 auf platz 51 abgestürzt!
1Photon05. Mai 2018
Warum bin ich jetzt eigentlich nicht mal im Ansatz überrascht? :D Aber bloß gut, dass ich die Schnauze gehalten habe, als die News rein kam, dass es angeblich immer weniger und zahlenmäßig auch recht wenige Straftaten geben soll. Wäre bestimmt wieder beschimpft worden. Man muss einfach nur warten können. Oft kommt dann die Wahrheit von ganz allein ans Licht :)