Und jetzt denken wir das mal Prinzip mal weiter. Alkohol, Tabakerzeugnisse, freie Medikamente, zuckerhaltige Lebensmittel, werden teurer, die Erzeuger müssen Geld an die KK zahlen. Dann brauchen wir auch neue Lehrpläne mit mehr Aufklärung, Suchtprävention, Suchthilfe für Betroffene, Personal, Umstrukturierung des Verkaufs der Suchtmittel, kurz ein riesiges Paket, bei dem leider jede Menge Lobby in D Protest schreien wird. So gut ich die Idee finde, realistisch ist sie leider nicht.
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: Du machst es dir sehr einfach. Sollte jemand diese Symptome haben, könnte ein möglicher Lungenschaden trotzdem noch eine andere Ursache haben. Und das müsste ganz sicher nachgewiesen werden, wäre also extrem teuer. Ja, viele blöde Angewohnheiten sind gefährlich, aber nicht sicher krankheitsursächlich. Das dänische System ist gut, besser als die Idee in der News, da es bei vielen Krankheiten eben viele Möglichkeiten gibt. Mehr als dem Stammtisch einfällt.
Erinnert sich noch jemand an die Praxisgebühr? Das war schon kompliziert und bürokratisch genug und diese "tolle" Idee klingt noch deutlich komplizierter. Glaubt er wirklich, dass man mit einer Maßnahme Gewinn machen kann, die zusätzliche Kosten für Verwaltung, Mahngebühren, Ausgleiche etc. verursachen wird?
Eben dies denke ich auch. Es lässt sich auch finanzieren ohne, dass Mehrkosten in Form von Belastungen entstehen.
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Super, danke für die Info. Wenn man es richtig strukturiert, dann läuft es auch!
Man könnte sicherlich Ähnliches oder vielleicht sogar Besseres auf dem Weg bringen. Wir Deutschen sind auch nicht auf den Kopf gefallen bei Geburt. Jedoch fehlt mir in vielen nicht funktionierenden Bereichen der Wille des Anpackens.
Nur 2 Beispiele von vielen. 1. Schweden (Thema: Alkohol): Kann nur in bestimmten Läden gekauft werden. Dort sitzt Personal, die auch über Folgen von Konsum und Tipps zur Bewältgung dessen verweisen kann. 2. Dänemark (Thema: Rauchen): Hohe Steuern, diese werden wiederum direkt in Entwöhnungskonzepte und -Behandlungen investiert. Zahlen sind rückläufig. Menschen sind gesünder und aktiver. Auf der Skala der glücklichsten Menschen ohnehin Topwerte seit Jahren. Gesundheitssystem(Dänen): staatlich.
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Das wäre ja ein Traum, wenn das hier umgesetzt werden würde. Ich denke unsere Gesellschaft wird sich da dummerweise noch lange quer stellen. Zu sehr sieht man Alkohol und Tabak als normal an. Ich denke mir jedesmal, wenn ich einen Raucher sehe "Ohje, ein kranker Mensch". Gesund kann es ja nicht sein, süchtig zu sein.
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Dies wird in einigen Ländern in Europa auch vermehrt so befolgt mit positiven Erfahrungen in jeglichem Sinne. Die Preise schrecken ab. Zudem werden zusätzliche Therapien angeboten, zum Beispiel zur Entwöhnung (Rauchen), wo auch pädagogisch gearbeitet wird (Alltagsstrukturierung, Ernährung, Sport, etc). Das fehlt mir in Deutschland als Gesamtkonstrukt.
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Zur letzten Frage hätte ich eine Antwort: also wenn die Lunge ganz schwarz ist, die Stimme ganz rau und der Patient dazu nach Qualm stinkt, dann muss man keinen weiteren Beweis anführen.... Aber sicherer wäre es allemal, die Kosten gleich bei dem Kauf des entsprechenden Produktes raufzuschlagen!
Mensch soll unbedingt Sport treiben, wer sich aber dabei verletzt, muss dafür draufzahlen? Nicht alle Raucher bekommen Lungenleiden, nicht alle Lungenleiden betreffen Raucher. Analog bei allen anderen "schädlichen" Substanzen. Wenn meine Leber kollabiert, dann nicht wegen Alkohol sondern wegen Medikamenten. Wer zahlt dann? Arztrechnungen für alle sind gut. So kann besser kontrolliert werden was abgerechnet wird. Schon jetzt zahlt man bei dringend notwendigen Behandlungen und Hilfsmitteln drauf.
Da muss wohl endlich das ganze derzeitige System reformiert werden. 96 gesetzliche Krankenkassen sind ein erheblicher Verwaltungsaufwand. Die massenhafte Bürokratie im Gesundheitswesen ist total aufgeblasen. Medikamentenpreise in D sind zu hoch (witzigerweise sind Re-Importe aus dem Ausland günstiger als direkt hier gekaufte). Warum erhalten Fachärzte das vielfache von dem, was Hausärzte bekommen? Und wer erbringt den Beweis, dass eine Erkrankung nur von einer selbst verschuldeten Ursache kommt?
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So kenne ich die privaten KK auch, die sind da schon recht gut darin, den Versorgungsaufwand schnell zu erfassen und gegebenenfalls nein zu sagen.
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Das würde sich aber langfristig wohl auch nicht lohnen. Die privaten Kassen schauen doch auch auf den Zustand des Patienten. Wer eine hohe Belastung darstellt wird nicht genommen oder darf viel drauf zahlen.
Wenn das sich so durchsetzt werden sicher sehr viele, die es können in die private KV wechseln und für die gesetzlichen brechen viele Beitragszahler weg. Zuzahlen muss man ja eh schon an den meisten Stellen, egal ob bei Rezepten, Heilmitteln oder Verordnungen. Wer geht heute noch ohne stattliche Zuzahlung aus der Zahlnarztpraxis?
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Das befürchte ich schlussendlich aus. Für viele nicht zahlbar.
Ja ja und in zwei drei Jahren zahlt jeder drauf...und dann reicht das immernoch nicht.Die nehmen sich wohl die GEZ als Beispiel...
Ich befürworte es voll und ganz. Die Luxuskonsumenten müssen mit ihrem Konsum auch den Schaden den sie anrichten abdecken! Aber ich würde auch gerne die Kosten auf beide Seiten aufteilen: Einmal der Konsument, der schon beim Kauf von schädigenden Produkten (Zigaretten, Alkohol, Zucker) einen Beigtrag abgibt und derjenige, der aufgrund dessen behandelt werden muss einen Beitrag zahlt!
5HmHm
22. Februar 2023
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Das ist hoffentlich nur Ironie..
Erst das Skifahren und Raucher, dann die Radfahrer und Alkoholiker und enden dann bei den Fleischessern und kletternden Kindern? Reicht man den kleinen Finger ist bei so Ideen meist gleich der Arm ab. *denk* Und wie das mit den Zuschüssen bei Geringverdienern läuft sieht man doch aktuell bei den Energiekosten.
Das Sozialsystem in Deutschland ist am Ende, weil es immer weniger Einzahler gibt. Eine Umstrukturierung muss daher dringend her. Bei der Rente, es hat mit Riester angefangen, läuft es schon lange. Klar müssen auch die Krankenkassen reformiert werden. Eine Selbstbeteiligung wird irgendwann kommen müssen. Besser wäre es, die gesetzlichen Kassen nach und nach abzuschaffen und eine private Pflichtversicherung einzuführen.
Gesundheitsversorgung nach Wohlstand, here we go. So entledigt man sich Stück für Stück der Armen in der Gesellschaft.
1k513680
22. Februar 2023
Ich hoffe, das kommt nicht durch und Lauterbach spricht sich im Laufe des Tages klar dagegen aus.