Berlin (dpa) - Zur Finanzierung des Gesundheitswesens plädiert der Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen dafür, dass gesetzlich Krankenversicherte jährlich bis zu 2000 Euro Selbstbeteiligung zahlen. «Wir können uns das System nicht mehr leisten», sagte der Freiburger Ökonomie-Professor der […] mehr

Kommentare

30suse9923. Februar 2023
Und jetzt denken wir das mal Prinzip mal weiter. Alkohol, Tabakerzeugnisse, freie Medikamente, zuckerhaltige Lebensmittel, werden teurer, die Erzeuger müssen Geld an die KK zahlen. Dann brauchen wir auch neue Lehrpläne mit mehr Aufklärung, Suchtprävention, Suchthilfe für Betroffene, Personal, Umstrukturierung des Verkaufs der Suchtmittel, kurz ein riesiges Paket, bei dem leider jede Menge Lobby in D Protest schreien wird. So gut ich die Idee finde, realistisch ist sie leider nicht.
29Aalpha22. Februar 2023
@28 Da gebe ich Ihnen Recht! Es kann sein, dass jemand sehr viel raucht und dann Lungenkrebs genauso wie ein Nichtraucher bekommt. Was jedoch bei Starkrauchern eher unwahrscheinlich ist. Dennoch kann man diesem Fall entgegenwirken, indem die Konsumenten beim Kauf des Produktes bereits einen Krankenkassenbeitrag abgeben! Denn hierbei kann man auf die Masse gesehen ganz gut statistisch rausrechnen wie hoch die zusätzlichen Kosten sind, die Raucher verursachen und das Gesundheitssystem tragen muss.
28suse9922. Februar 2023
@14 : Du machst es dir sehr einfach. Sollte jemand diese Symptome haben, könnte ein möglicher Lungenschaden trotzdem noch eine andere Ursache haben. Und das müsste ganz sicher nachgewiesen werden, wäre also extrem teuer. Ja, viele blöde Angewohnheiten sind gefährlich, aber nicht sicher krankheitsursächlich. Das dänische System ist gut, besser als die Idee in der News, da es bei vielen Krankheiten eben viele Möglichkeiten gibt. Mehr als dem Stammtisch einfällt.
27Wasweissdennich22. Februar 2023
@26 Du hast zumindest von einer "rein privaten Krankenversicherung" gesprochen und das ist offensichtlich nicht so
26nonam22. Februar 2023
@24 : wenn du damit Medicare und Madicaid meinst; die sind nur für bestimmte personengruppen offen; also pensionisten bzw. bedürftige nach prüfung; und die militärs haben noch ihre eigene; damit ist das staatliche gesundheitssystem dann fertig; alles andere ist privat
25K1005622. Februar 2023
Erinnert sich noch jemand an die Praxisgebühr? Das war schon kompliziert und bürokratisch genug und diese "tolle" Idee klingt noch deutlich komplizierter. Glaubt er wirklich, dass man mit einer Maßnahme Gewinn machen kann, die zusätzliche Kosten für Verwaltung, Mahngebühren, Ausgleiche etc. verursachen wird?
24Wasweissdennich22. Februar 2023
@21 die öffentliche Gesundheitsfürsorge in den USA scheint ja an Dir komplett vorbei gegangen zu sein
23jub-jub22. Februar 2023
Gut, daß Lauterbach sich dagegen positioniert.
22nonam22. Februar 2023
zum rest: empfehle dazu die sendung Die Anstalt vom 05.05.2020
21nonam22. Februar 2023
@3 wie das mit einer rein privaten krankenversicherung so läuft sieht man ja an den usa.
20Polarlichter22. Februar 2023
Eben dies denke ich auch. Es lässt sich auch finanzieren ohne, dass Mehrkosten in Form von Belastungen entstehen.
19Aalpha22. Februar 2023
@17 Super, danke für die Info. Wenn man es richtig strukturiert, dann läuft es auch!
18Polarlichter22. Februar 2023
Man könnte sicherlich Ähnliches oder vielleicht sogar Besseres auf dem Weg bringen. Wir Deutschen sind auch nicht auf den Kopf gefallen bei Geburt. Jedoch fehlt mir in vielen nicht funktionierenden Bereichen der Wille des Anpackens.
17Polarlichter22. Februar 2023
Nur 2 Beispiele von vielen. 1. Schweden (Thema: Alkohol): Kann nur in bestimmten Läden gekauft werden. Dort sitzt Personal, die auch über Folgen von Konsum und Tipps zur Bewältgung dessen verweisen kann. 2. Dänemark (Thema: Rauchen): Hohe Steuern, diese werden wiederum direkt in Entwöhnungskonzepte und -Behandlungen investiert. Zahlen sind rückläufig. Menschen sind gesünder und aktiver. Auf der Skala der glücklichsten Menschen ohnehin Topwerte seit Jahren. Gesundheitssystem(Dänen): staatlich.
16Aalpha22. Februar 2023
@15 Das wäre ja ein Traum, wenn das hier umgesetzt werden würde. Ich denke unsere Gesellschaft wird sich da dummerweise noch lange quer stellen. Zu sehr sieht man Alkohol und Tabak als normal an. Ich denke mir jedesmal, wenn ich einen Raucher sehe "Ohje, ein kranker Mensch". Gesund kann es ja nicht sein, süchtig zu sein.
15Polarlichter22. Februar 2023
@14 Dies wird in einigen Ländern in Europa auch vermehrt so befolgt mit positiven Erfahrungen in jeglichem Sinne. Die Preise schrecken ab. Zudem werden zusätzliche Therapien angeboten, zum Beispiel zur Entwöhnung (Rauchen), wo auch pädagogisch gearbeitet wird (Alltagsstrukturierung, Ernährung, Sport, etc). Das fehlt mir in Deutschland als Gesamtkonstrukt.
14Aalpha22. Februar 2023
@12 Zur letzten Frage hätte ich eine Antwort: also wenn die Lunge ganz schwarz ist, die Stimme ganz rau und der Patient dazu nach Qualm stinkt, dann muss man keinen weiteren Beweis anführen.... Aber sicherer wäre es allemal, die Kosten gleich bei dem Kauf des entsprechenden Produktes raufzuschlagen!
13suse9922. Februar 2023
Mensch soll unbedingt Sport treiben, wer sich aber dabei verletzt, muss dafür draufzahlen? Nicht alle Raucher bekommen Lungenleiden, nicht alle Lungenleiden betreffen Raucher. Analog bei allen anderen "schädlichen" Substanzen. Wenn meine Leber kollabiert, dann nicht wegen Alkohol sondern wegen Medikamenten. Wer zahlt dann? Arztrechnungen für alle sind gut. So kann besser kontrolliert werden was abgerechnet wird. Schon jetzt zahlt man bei dringend notwendigen Behandlungen und Hilfsmitteln drauf.
12suse9922. Februar 2023
Da muss wohl endlich das ganze derzeitige System reformiert werden. 96 gesetzliche Krankenkassen sind ein erheblicher Verwaltungsaufwand. Die massenhafte Bürokratie im Gesundheitswesen ist total aufgeblasen. Medikamentenpreise in D sind zu hoch (witzigerweise sind Re-Importe aus dem Ausland günstiger als direkt hier gekaufte). Warum erhalten Fachärzte das vielfache von dem, was Hausärzte bekommen? Und wer erbringt den Beweis, dass eine Erkrankung nur von einer selbst verschuldeten Ursache kommt?
11Polarlichter22. Februar 2023
@10 So kenne ich die privaten KK auch, die sind da schon recht gut darin, den Versorgungsaufwand schnell zu erfassen und gegebenenfalls nein zu sagen.
10Aalpha22. Februar 2023
@9 Das würde sich aber langfristig wohl auch nicht lohnen. Die privaten Kassen schauen doch auch auf den Zustand des Patienten. Wer eine hohe Belastung darstellt wird nicht genommen oder darf viel drauf zahlen.
9Semiramiz22. Februar 2023
Wenn das sich so durchsetzt werden sicher sehr viele, die es können in die private KV wechseln und für die gesetzlichen brechen viele Beitragszahler weg. Zuzahlen muss man ja eh schon an den meisten Stellen, egal ob bei Rezepten, Heilmitteln oder Verordnungen. Wer geht heute noch ohne stattliche Zuzahlung aus der Zahlnarztpraxis?
8Polarlichter22. Februar 2023
@7 Das befürchte ich schlussendlich aus. Für viele nicht zahlbar.
7Stoer22. Februar 2023
Ja ja und in zwei drei Jahren zahlt jeder drauf...und dann reicht das immernoch nicht.Die nehmen sich wohl die GEZ als Beispiel...
6Aalpha22. Februar 2023
Ich befürworte es voll und ganz. Die Luxuskonsumenten müssen mit ihrem Konsum auch den Schaden den sie anrichten abdecken! Aber ich würde auch gerne die Kosten auf beide Seiten aufteilen: Einmal der Konsument, der schon beim Kauf von schädigenden Produkten (Zigaretten, Alkohol, Zucker) einen Beigtrag abgibt und derjenige, der aufgrund dessen behandelt werden muss einen Beitrag zahlt!
5HmHm22. Februar 2023
@3 Das ist hoffentlich nur Ironie..
4inuvation22. Februar 2023
Erst das Skifahren und Raucher, dann die Radfahrer und Alkoholiker und enden dann bei den Fleischessern und kletternden Kindern? Reicht man den kleinen Finger ist bei so Ideen meist gleich der Arm ab. *denk* Und wie das mit den Zuschüssen bei Geringverdienern läuft sieht man doch aktuell bei den Energiekosten.
3Wolfman22. Februar 2023
Das Sozialsystem in Deutschland ist am Ende, weil es immer weniger Einzahler gibt. Eine Umstrukturierung muss daher dringend her. Bei der Rente, es hat mit Riester angefangen, läuft es schon lange. Klar müssen auch die Krankenkassen reformiert werden. Eine Selbstbeteiligung wird irgendwann kommen müssen. Besser wäre es, die gesetzlichen Kassen nach und nach abzuschaffen und eine private Pflichtversicherung einzuführen.
2Polarlichter22. Februar 2023
Gesundheitsversorgung nach Wohlstand, here we go. So entledigt man sich Stück für Stück der Armen in der Gesellschaft.
1k51368022. Februar 2023
Ich hoffe, das kommt nicht durch und Lauterbach spricht sich im Laufe des Tages klar dagegen aus.