Mein Hausarzt kommt aus dem arabischen Sprachraum, hat in der ehemaligen DDR studiert und ist hier geblieben. Die Ärzte in meinem ev. "Stamm Krankenhaus" kommen aus Peru, Vietnam, ehemalige UdSSR und noch paar andere Länder, ebenso das Pflegepersonal. Ich kann mich jedenfalls nicht beklagen. Die deutschen Ärzte und Personal kündigen in dem ev. KH ganz gerne.
@11
Wer nicht genug Studienplätze aus Kostengründen anbietet, sorgt für einen Ärztemangel. Ja, wer Rahmenbedingungen derart schafft, steht in der Verantwortung. Genug Interessierte an einem Studium gibt es - bei Weitem.
@10
: Ein Studienplatzmangel in Medizin ist politisch beabsichtigt, um einen Ärztemangel zu erzeugen? Bitte? Das ist aber eine ziemlich krude Theorie. Welche Politiker wollen das denn?
Mangels Studienplätze ist dies auch politisch im Grunde so beabsichtigt. So kann man den eklatanten Mangel nur abfangen, in dem man nur "hoffen" kann, dass Deutschland attraktiv genug bleibt für Ärzte aus dem Ausland. Dort fehlen sie dann natürlich. Eine Kehrseite der Medaille, die aber kaum Beachtung findet.
Zumal Arbeitsbedingungen und Vergütungen in vielen Ländern für in Deutschland ausgebildete Ärzte – nicht nur deutscher Staatsbürgerschaft – wesentlich besser sind als bei uns. Was zum Ärztemangel in Deutschland durchaus beiträgt. Also wenn jemand bei uns in Deutschland als Arzt gute Arbeit leisten möchte: gerne, völlig unabhängig woher und warum er kommt.
Ach jetzt sind es schon Militärangehörige und nicht mehr einfach nur Kapitalist*innen. Na mal sehen was als nächstes als Ausrede zur Ablehnung kommt, wenn es nämlich keine Militärangehörigen sind, die größtenteils in deutschen Gesundheitssystem gelandet sind.
Wenn will nicht mitten im Krieg als Ärzt*in arbeiten und fast nichts verdienen. Aber keine Sorge, deutsche Ärzte verlassen das Land vor der braunen Welle...
Gruselig ist, dass das Ausland Ärzte für viel Geld ausbildet und wir sie dann dem Ausland abwerben. Dort fehlen dann die Ärzte und die Steuereinnahmen, dafür hinterlassen wir riesige Löcher in deren Staatsfinanzen. Außer Spesen nichts gewesen.
@1
gruselig ist vor allem deine mitschwingende Aussage - denn es geht um die Qualität des Systems zur Beurteilung und nicht um die Herkunft von Menschen