Hannover (dpa) - Lehrer in Deutschland arbeiten nach einer Studie im Auftrag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Schnitt länger als vergleichbare Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Seit 20 Jahren seien Lehrern ständig neue Aufgaben aufgesattelt worden und die Zahl der […] mehr

Kommentare

12AS130. Januar 2018
@11 Was die Erwartungen der Eltern anbelangt, denke ich, daß wir einer Meinung sind. Ich war immer für die klassische Arbeitsteilung und habe die auch durchgezogen: Erziehung und Wertevermittlung durch mich, den Vater, Wissensvermittlung durch die Lehrer. Meine Erfahrung mit anderen Eltern waren durch Extreme geprägt: Helikoptereltern mit Einmischungsmanie und Erziehung zur Unmündigkeit auf der einen Seite, völliges Desinteresse und Abschiebung aller Verantwortung auf die Schule auf der anderen.
11Nobody5030. Januar 2018
@9 Ich kann Ihre "Beobachtungen" wirklich nicht unterstützen. Von 4 Schulen die ich von Innen kenne gibt es maximal eine hand voll unmotivierter Kolleg*Innen. Allerdings könnten Sie Ihre Beobachtungen auch anders erklären: Die Arbeitsbelastungen sind (nachweislich) so hoch, dass manche Kolleg*Innen, um nicht komplett aus zu fallen, ihre Bemühungen etwas herunter schrauben. Vielleicht haben Sie aber auch falsche Erwartungen an das was die Schule überhaupt leisten soll. So wie so viele Eltern...
10Quedel29. Januar 2018
@6 In Zeiten, wo Schulbücher nach 4 Jahren erneuert werden müssen (dank Verlage+Urheberrecht) und aller 8J. neue Lehrpläne kann ich meinen Ordner von vor 5 Jahren bereits in die Tonne kloppen, es passt nichts mehr. @5 das sind Beobachtungen, die vielleicht (noch) aufs Gymnasium zutreffen mögen. Wenn die erstmal mit Inklusion, Nachteilsausgleich, Binnendifferenzierung und Aufarbeitungen für körper- und sinnesgeschädigte Schüler anfangen müssen, dann wirds sich ändern. Die Grundschule kanns schon!
9AS129. Januar 2018
@7 durfte, verdiente nur ein Einziger wirklich die Bezeichnung und hat das lehrende Personal auch geführt, klare Aufgabenverteilung festgelegt und auch die Minderleister in die Pflicht genommen. Die anderen "Schulleiter" haben sich eher durch Zurückhaltung und fehlenden Führungsanspruch ausgezeichnet. Dann bilden sich Biotope für Leistungsunwillige - was die Motivierten zusätzlich ausbaden müssen.
8AS129. Januar 2018
@7 Ich unterrichte auch, aber keine Kinder und auch nur temporär. Das ist aber nicht der Punkt. Ich betreibe hier kein generelles Lehrer-Bashing, ganz im Gegenteil. Ich habe grosse Hochachtung vor Lehrern, die in ihrem Beruf aufgehen und dann tatsächlich grossen zeitlichen Belastungen ausgesetzt sind - unter anderem wegen der von Ihnen so bezeichneten extremen Einzelfälle, die leider keine Einzelfälle sind. Das Ganze ist auch ein Führungsproblem - von den ca.8 Schulleitern, die ich kennenlernen
7smailies29. Januar 2018
@6 : Klingt wirklich nicht danach, als ob sie selbst schon einmal unterrichtet hätten. Sie sprechen - sicher auch vorhanden - ebenfalls die extremen Einzelfälle auf der anderen Seite an. Aber so Aspekte wie "Arbeiten zu Hause" weil es in der Schule keinen Arbeitsplatz gibt und "Man ist nie fertig" weil es immer noch ein weiteres Arbeitsblatt zu erstellen gibt kennen sie anscheinend nicht.
6AS129. Januar 2018
@3 einmal fertiggestellte Präsentation und den Ordner, der dann 20 Jahre unverändert bleibt. Organisation von Ausflügen - drückt man auf die Elternvertreter ab, die können das ja eh viel besser und haben auch mehr Zeit. Für die Korrektur von ohnehin auch schon jahreweise in der Schublage liegenden Lernkontrollen oder Klausuren lässt man sich dann auch gern mal vier Wochen Zeit. Protokolle und Aktenführung macht das Schulsekretariat, dafür ist man ja überqualifiziert. Usw. Usw.
5AS129. Januar 2018
@3 Meine Beobachtungen: 13 Jahre eigene Schulzeit, 23 Jahre Schulzeit der eigenen Kinder, in deren Schulen ich immer in der Schulkonferenz tätig war. Einzig fester Faktor ist die Präsenzzeit, alles andere liegt am Goodwill der Lehrkräfte, und der ist in vielen Fällen nicht besonders ausgeprägt. Ihre Schilderung trifft auf den idealistischen Lehrer durchaus zu, wie bereits erwähnt, eine klare Minderheit innerhalb des Lehrkörpers. Ansonsten - Vor- und Nachbereitung fällt aus, denn da zieht man die
4ircrixx29. Januar 2018
Soso. Jedenfalls haben sie in Allgemeinheit genügend Kraft und Zeit, um für die Buchverlage Korrektorat und Lektorat zulasten der Freiberuflichen der Branche die Honorardrücker (auf in etwa Putzfrauenlevel) zu spielen. Apropos Putzfrauen: Wenn ich jemals das Honorar des Roten-Kreuz-Putzdienstes (29,- €) von einem Buchverlag fürs Korrektorat bekommen hätte, würds mir heut richtig gutgehn.
3Nobody5029. Januar 2018
@(1 ) Auf Grund welcher Beobachtungen kommen Sie zu Ihrer Aussage? Allein die Präsentszeit ist mit an die 30 stunden schon enorm. Dazu kommen Vor- und Nachbereitung, Korrekturen, Elterngespräche, Beratung, Abstimmung im Team, Unterstützung für Inklusions- und Integrations-Kinder, Konferenzen (und das nicht zu wenige), Protokolle und Aktenführung, Kopierarbeit, Vorbereitung und Durchführung von Klassenfahrten (Die man z.T. noch selbst finanzieren darf.), Abstimmung mit Sozialrathaus, Polizei usw..
2Quedel29. Januar 2018
Durch klagefreundliche Eltern und Dokumentations-/Statistikwut der Politik ist einiges dazu gekommen. Bei Sek-/Gymnasiallehrern hält sich das in Grenzen. Aber Grundschule+Förderschule ist enorm dazugekommen. Ein Inklusionskind bedeutet ca. 20-60 Textseiten zusätzlich pro Jahr. Bei durchschnittlich 6 I-Kindern pro Klasse also rund 250 Seiten. Dafür genehmigen sich manche Berufe ein halbes Jahr Arbeitszeit. In der Grundschule muss das "nebenher" noch gemacht werden.
1AS129. Januar 2018
Lehrer arbeiten zulange...soll das ein Witz sein? Das mag wohl für idealistische Lehrer, die ihren Auftrag ernst nehmen, zutreffen. Für den Rest - also die grosse Mehrheit unter den Lehrkräften - gilt das ja wohl eher nicht.