Langen/Basel (dpa) - Bei der umstrittenen Verlosungsaktion einer Gentherapie für todkranke Babys haben jetzt auch Kinder in Deutschland eine Chance. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut in Langen gab grünes Licht, dass Kinder in Deutschland im Rahmen dieses Programms mit dem Mittel Zolgensma […] mehr

Kommentare

19satta03. Februar 2020
Das sind eben keine Medikamente von der Stange, dass ein Hersteller von Medizinprodukten seine Forschungskosten wieder einspielen möchte ist doch nichts Verwerfliches, zumal in einem System der Marktwirtschaft. Wer soll denn sowas sonst bezahlen außer der Kunde, sprich Patient bzw. die Krankenkasse, ergo die Versicherten?
18BobBelcher03. Februar 2020
@17 Nein, das liegt in der Natur der Gentherapie. Die wird für jeden Individuell angefertigt. Es gibt auch andere Therapien,die über einen längeren Zeitraum laufen, die sind aber im Endeffekt genau so teuer. Der Mediziner sagte auch, dass es in Zukunft Krebstherapien gibt, die ähnlich teuer sind. Dafür aber ohne Chemo usw.
17k29329503. Februar 2020
@16 : Die Erklärung ist etwas merkwürdig. Dann könnte ich ja mein Geld in der Apotheke zurückverlangen, wenn das Aspirin gegen die Kopfschmerzen nicht geholfen hat. Dass die Entwicklungskosten hoch waren, ist klar.
16BobBelcher03. Februar 2020
@15 ich hab gerade im Radio gehört, dass die Entwicklung des Stoffes extrem teuer war und die Zahl der Erkrankten nicht hoch ist. Außerdem wirkt nicht jede Dosis, wodurch die eine erfolgreiche Therapie die anderen mit durchziehen muss. Finanziell gesehen.
15k29329503. Februar 2020
@14 : Deine Idee der chronologischen Warteliste finde ich gut, würde sie nur noch um die Verdoppelung der Produktionskapazität bei Novartis ergänzen wollen. Ja, davon wird's nicht billiger, aber Menschenleben sollte man nicht gegen Geld aufrechnen. Bei 2 Mio. € pro Dosis muss Novartis sich die Frage nach der Gewinnspanne gefallen lassen, auch wenn die einmalige Behandlung mit Zolgesma billiger ist als die Dauertherapie mit dem schon zugelassenen Spinarza.
14Wawa66603. Februar 2020
Ethisch ist so eine Verlosung natürlich sehr schwierig. Andererseits kann man sich auch fragen: Ist es nicht besser, es überleben ein paar, als dass alle sterben? Hm, makaber bleibt es. Evtl wäre es besser, eine chronologische Warteliste anzulegen, wie bei der Organspende, und das irgendwie nach und nach zu finanzieren?
13k29329503. Februar 2020
@12 : Uppsa! Da ist mir beim Guttenbergen ein Fehler unterlaufen. Vielen Dank für den Hinweis! <link> Jetzt sollte es passen.
12thrasea03. Februar 2020
@4 Da hast du wohl leider den falschen Link erwischt. @11 Die wenigsten Eltern dürften so viel Geld haben. Die Frage ist daher eher, welche Krankenkasse / -versicherung diese Therapie bezahlt.
11Grizzlybaer03. Februar 2020
Die Frage ist doch, haben die Eltern in den USA das Geld oder wer zahlt das?
10BobBelcher03. Februar 2020
Widerlich so eine Art lebensroulette.
9ircrixx03. Februar 2020
@8 : Völlig richtig. Aber dort und deshalb ist man auch stärker in der Nachproduktion engagiert.
8Wasweissdennich03. Februar 2020
@7 vermutlich nicht besser als die Eltern deren Kinder verhungern weil sie keine 2 Dollar für Lebensmittel haben - deren Probleme sind uns aber etwas ferner
7katrin2303. Februar 2020
wie fühlen sich Eltern, die wissen das ihr Kind gesund werden könnte wenn sie ne Mille hätten.Da sie es nicht haben müssen sie zusehen wie ihr Kind stirbt. Das finde ich krank. (als Mutter)
6K1005603. Februar 2020
Wenn ein Medikament bei uns nicht zugelassen ist bezahlt die Krankenkasse genau null Prozent der Behandlung. Also würden nur die Kinder eine Chance haben, die zufällig reiche Eltern haben. Wäre das fairer?
5K1005603. Februar 2020
Neue Medikamente sind deshalb so teuer weil die Entwicklung so teuer und zeitintensiv ist und weil mit den Einnahmen auch die Forschung mit finanziert werden muss, die am Ende kein marktfähiges Produkt hervorgebracht hat. Natürlich stehen da auch finanzielle Interessen dahinter, aber genau diese Interessen sorgen doch dafür, dass es neue Medikamente gibt und mehr Patienten geholfen werden kann.
4k29329503. Februar 2020
@2 : Eine Erklärung für den hohen Preis findet sich hier: <link> - ich finde sie unzureichend, aber zumindest ist es mal eine Erklärung.
3katrin2303. Februar 2020
das ist ja krank
2Morticia03. Februar 2020
Also erstmal würde ich gern wissen mit welcher Berechtigung eine Spritze zwei Millionen Dollar kostet, ist da flüssiges Gold drin? Der Preis ist völlig absurd. Und die Verlosung: geht's noch? Mit Glück gehören Sie zu den glücklichen Gewinnern und ihr Baby darf überlegen. Was muss man dafür tun, sie auf Facebook liken, die Freunde einladen "gefällt mir" zu drücken und vielleicht noch zu schreiben was man tun würde wenn das Baby überlebt? wtf!
1Spock-Online03. Februar 2020
So etwas darf es gar nicht geben. Weder sind die Preise gerechtfertigt, noch ist die Verlosung fair.