Berlin (dts) - Die Diskussion um den Stand der deutschen Erinnerungskultur geht weiter. "Das Bedürfnis nach Versöhnung ist Quatsch", sagte die Historikerin Stefanie Schüler-Springorum der Wochenzeitung "Die Zeit" mit Blick auf den Auschwitz-Gedenktag am 27. Januar. Der Soziologe Natan Sznaider […] mehr

Kommentare

3ticktack18. Januar 2023
Dazu drei Gedanken: 1. Abspalten der Vergangenheit ist keine Lösung. 2. Eine andauernde Selbstretraumatisierung durch Scham und Schuld von Deutschen, deren Großeltern schon nach dem Krieg geboren sind, ist auch keine Lösung. 3. Das Thema verliert 77 Jahre nach Kriegsende an Bedeutung, denn es gibt eine Gnade der späten Geburt. Wer nach 1930 geboren ist, trägt keine Schuld. So brauchen wir eine Erinnerungskultur bei abnehmender Betroffenheit.
2Sonnenwende18. Januar 2023
Und wir dürfen auch niemals aufhören, darüber selbstkritisch zu reflektieren und diese Erinnerungskultur zu pflegen. Die in der Geschichte in ihrer Grausamkeit bisher beispiellosen Verbrechen der NS-Diktatur dürfen niemals vergessen werden. Das heißt aber nicht, dass man Israelis nicht kritisieren darf, und auch Juden dürfen sich nicht alles erlauben.
1jub-jub18. Januar 2023
"Überrascht habe sie die Vehemenz, mit der neue postkoloniale Fragen an die NS-Forschung von Historikern abgeschmettert wurden" Kolonialismus und Nationalsozialismus sind verschiedene Themen.