Frankfurt/Main (dts) - Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 hat der deutsche Staat dank der niedrigen Zinsen für den Schuldendienst 436,3 Milliarden Euro gespart. Das geht aus Zahlen der Deutschen Bundesbank hervor, über welche die "Welt" (Dienstagsausgabe) berichtet. Allein im vergangenen Jahr habe […] mehr

Kommentare

12k6393221. Januar 2020
@11 : Naja, was ist die Alternative?
11AS121. Januar 2020
@10 Wie schon gesagt: wenn der Staat dann überhaupt noch gewillt ist, neue Bundesanleihen auszugeben.
10k6393220. Januar 2020
@9 : Naja, die, die alte Schuldscheine haben wollen ihr Geld nach 3...10 Jahren wieder. Dieses Geld bekommt man durch neue Schuldscheine. Wenn die neuen Schuldscheine dem Staat mehr kosten (aka: mehr Zinsen abwerfen müssen, weil die sonst keiner kauft) muss der Staat für diese Zinsen mehr Geld in die Hand nehmen - vulgo zusätzliche Schulden.
9AS120. Januar 2020
@8 Wenn man dann weiter welche ausgibt. Wenn der Haushalt weiter so konsolidiert wird, wird eine Neuaufnahme von Schulden - auch angesichts der schwarzen Null - nicht notwendig sein.
8k6393220. Januar 2020
@7 : Die aber auch nur eine begrenzte Laufzeit haben. Die Zinsen werden da auch angepasst, wenn auch etwas verzögert. In den letzten Jahren gings da abwärts, wenn die Zinsen wieder ansteigen schlägt das mit wenigen Jahren Verzögerung auch auf die Bundesanleihen durch.
7AS120. Januar 2020
@6 So läuft es ja nicht. Der deutsche Staat ist ja nicht über zinsanpassbare Kredite verschuldet, sondern über Bundesanleihen mit festem Zins.
6mimalau20. Januar 2020
Und was passiert wenn der Leitzins doch wieder anzieht? Dann steigen die Staatsschulden ins Unermessliche. Sollten die Überschüsse nicht lieber konsequent zum Schuldenabbau genutzt werden. Aber was schert es die Politiker, erleben werden sie es nicht mehr.
5Han.Scha20. Januar 2020
@3 : Meine Erinnerung ist da anders. In den "normalen" Zinszeiten, dies waren rd. alle außer die in den letzten Jahren mit der EZB, waren die Zinsen immer höher als die Inflation. Ich will aber eine irrige Erinnerung nicht ausschließen und weiß auch nicht, wie es Anfand der 20-Jahre des 20. Jahrhunderts war..
4Mehlwurmle20. Januar 2020
Und die ganzen Pleitestaaten in der EU haben sicher auch ordentlich Geld gespart und zugleich noch ihre Schulden weiter ausgebaut, statt die Chance auf Abbau zu nutzen.
3AS120. Januar 2020
@2 Zwangsenteignung ist Unsinn. Auch zu "normalen" Zinszeiten wurde die Masse der Zinserträge durch die Inflation aufgefressen, die Leute haben es aufgrund des höheren Nominalzinses nur nicht so wahrgenommen. Die Wahrheit war und ist : wer höhere Renditen als den Vermögenserhalt will, muss Risiken eingehen. So einfach ist das.
2Han.Scha20. Januar 2020
Diese Zwangsenteignung der Sparer ist schon eine tolle Sache. So wird der Staat seine Schulden los und muss keine Steuern erhöhen. Die Schlauen legen ihr Geld in Aktien und Immobilien an, die Dummen bekommen weniger Zinsen als die Inflationsrate beträgt.
1k6393220. Januar 2020
Das zeigt auch, wie fragil unser "ausgeglichener" Haushalt ist, und wie schnell die Last wieder hochschnellen kann. Wirklich stabil ausgeglichen wäre der Haushalt erst, wenn man 60€ Mia Überschuss hat, das hätte man zu "normalen" Zeiten nämlich als Schuldendienst bezahlen müssen.