Frankfurt am Main - Der Vorstandschef der Deutschen Börse, Stephan Leithner, fordert eine grundlegende Reform der Altersvorsorge in Deutschland. In einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" plädiert er dafür, jedem Neugeborenen automatisch ein staatlich unterstütztes Altersvorsorge-Depot zuzuteilen. […] mehr

Kommentare

18Samderi14. September 2025
@15 Betongold und Sparbuch sind auch nicht krisenfest. Mit dem aktuellen System steuern wir auf eine Katastrophe mit Ansage zu. Trotz der Finanzkrise 2008 erreichen die 401-Rentenkonten Rekordstände: <link> - Die jüngere Generation hat schon erkannt, dass sie ihre Vorsorge selbst in die Hand nehmen muss: <link> - Da kommt man um den Kapitalmarkt nicht drumherum und hier fehlt es an Reformen wie Vorsorgedepots, damit auch Geringverdienenden mehr davon profitieren.
17Samderi14. September 2025
@15 Die weiteren "Stützen" habe ich in meinem vorherigen Beitrag bereits kritisiert. Da sie ineffizient sind, da der Versicherungsmantel bei Riester, bAV und Co. die Rendite Frist. @16 Eat-the-Rich Polemik. Aktuell werden Kleinanleger steuerlich benachteiligt, durch ein 401k ähnliches Prinzip würden Kleinanleger erheblich profitieren (Steuerstundung auf Rendite, absetzbare Einzahlungen). Die nachschüssige Besteuerung (bei Auszahlung) betrifft auch Besserverdienende im gleichen Maße. [...]
16Pontius12. September 2025
Vor allem eine Steuerersparnis für Besserverdienende und durch die daraus entstehenden Steuerausfälle sind vor allem die Geringverdienenden belastet.
15Pontius12. September 2025
@13 das deutsche Rentensystems besteht aus mehreren Stützen, die umlagefinanzierte Altersrente ist nur eines davon. Den 401k zu nennen und dann kleinanlegende Einkommen im Blick zu haben hat bei mir mehrere Geschmäckle: kleine Renten werden ja eh bis zum Existenzminimum staatlich aufgestockt, da verfallen die Auszahlungen teilweise. Die Lehman-Pleite hat zu Verwerfungen auf dem 401k-Markt geführt und einige Amerikaner*innen in dieser Zeit in die Armut getrieben. Und zum Schluss ist 401k
14Samderi12. September 2025
[...] die Renditen verbrennen. Für all das muss man das Rad nicht neu erfinden, ein 401k-ähnlichen System wäre da eine Unterstützung. Statt Kleinanleger, die fürs Altersvorsorgen unnötig steuerlich zu belasten.
13Samderi12. September 2025
@12 Niemand hat dafür plädiert, das Umlageverfahren vollständig abzuschaffen und nur auf Eigenverantwortung zu setzen. Das Umlageverfahren als alleinige Stütze der Altersvorsorge ist in der aktuellen Fassung nicht mehr trag- und finanzierbar. Der Staat kann nicht unendlich Geld hineinpumpen und Rentenbeiträge erhöhen. Es braucht zusätzliche Instrumente wie z. B. Generationenkapital. Auch weitere Säulen zur Privatvorsorge, ohne teuren "Versicherungsmantel" die überwiegend [...]
12Pontius12. September 2025
eine vollständige Eigenversorgung funktioniert doch ebenso wenig, denn die Kosten für die Umlage müssen doch trotzdem zusätzlich(!) aufgebracht werden - und vorsorgen soll man vom schmalen Taler dann auch noch? Bei der Pflege- und Krankenversicherung stimme ich dir komplett zu, dass wird mit einer alternden Gesellschaft immer teurer werden, was die private Vorsorge für die Rente noch weiter verringert.
11Pontius12. September 2025
@9 Da widerspreche ich doch gar nicht, daher auch "Und ja das gilt alles nur unter der Prämisse, dass Reformen stattfinden." Das widerspricht auch dem Umlageverfahren nicht. Nur die aktuelle politische Reformlosigkeit führt dazu, dass das System in immer größere Schieflagegerät. Weder in der Anpassung des Rentenbeginns, noch der Rentenhöhe - wobei ich hier wegen der Altersarmut noch ein anderes weniger starres System präferieren würde - als auch der Rentenbeiträge. Das System umzustürzen auf
10Samderi11. September 2025
@7 (2/2) [...] damit bleibt das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern ungünstig. Finanzierungsdruck => Ohne Reformen steigen Beitragssätze oder Steuerzuschüsse dauerhaft. Strukturelle Verschiebung => Mehr Hochaltrige (80+) erhöhen zusätzlich die Kosten für Pflege und Gesundheit. Langfristige Planungssicherheit => Die Zahl der Rentner sinkt nicht mehr deutlich. Das Rentensystem muss dauerhaft auf diesen neuen "Normalzustannd" eingestellt werden.
9Samderi11. September 2025
@7 (1/2) Keine Ahnung, auf welche Zahlen und Quellen du dich hier berufst. Vermutlich beziehst du dich auf die Grafik unter "Zukünftige Bevölkerungsentwicklung" hier drauf: <link> - Ich sehe da eher folgendes: Es kommt zwar zu einer Stabilisierung ab 2040 laut Prognose, aber deine Interpretation halte ich für naiv. Ich leite folgendes ab: Dauerhafte Belastung => Der Anteil Älterer bleibt historisch hoch, [...]
8Pontius10. September 2025
dass Reformen stattfinden. Das hier vorgeschlagene Produkt soll entweder als Zusatzversorgung geehen werden oder aber als Ablösung des gesamten Rentensystems.
7Pontius10. September 2025
@5 es gibt noch einen Pillenknick in der Geschichte der Geburtenrate? Was ich bisher an Prognosen gehen habe geht in den 2040er Jahren von einer Stabilisierung der Rentnerzahlen aus und auch das Verhältnis von Einzahlenden zu Empfangenden wird dann in etwa stabil sein, weswegen der Säugling von der Boomerverrentnungswelle und den daraus entstehenden Veränderungen an der umlagefinanzierten Rentenversicherung eben nur partiell betroffen sein wird. Und ja das gilt alles nur unter der Prämisse,
6cosmopolitain10. September 2025
Ich sehe eher das Problem, dass bis zur Auszahlung dieser "Aktien-Renten" noch viele geldgierige Regierungen an der Macht sein werden. Schwer zu glauben, selbst wenn sie versichern: "Die Auszahlung ist später steuerfrei", dass ihnen nicht etwas einfällt, um an das Geld zu kommen. Trotzdem finde ich die Idee grundsätzlich auch gut. Alle Langzeitcharts bestätigen dies ob Rohstoffe, Indizes oder sogar Bitcoin.
5Samderi10. September 2025
@3 Auch die heutigen Säuglinge sind von der Problematik betroffen. Die "Boomer-Problematik" ist ein Symptom des demografischen Wandels. Damit der "Generationenvertrag" funktioniert, müssten immer Einzahler geben als Rentner. Die Bevölkerung müsste ins unendliche wachsen, es ist quasi ein Ponzi-Schema. @4 Eben. Was nichts daran ändert, dass der Vorschlag valide ist.
4Pontius10. September 2025
@2 valide? Die Prolematik der Rentenversicherung ist doch, dass niemand daran schrauben will, weil es unpopulär ist und nicht dass das System nicht funktioniert.
3Pontius10. September 2025
Als würde ein heutiger Säugling die zukünftigen Rentenprobleme abbekommen - bis er einzahlt ist ein Großteil des Boomerproblem auf natürlichem Wege erledigt.
2Samderi10. September 2025
@1 Äpfel mit Birnen. Natürlich ist ein "Rentendepot" im Interesse der Deutschen Börse, allerdings ist die Forderung valide. Unser Rentensystem ist nicht trag- und finanzierbar, aufgrund des demografischen Wandels - da müssen Alternativen her.
1skloss10. September 2025
Sowas wie ein Rentenkonto? SCNR.. ließt sich wie Automobilindustrie will für jeden ein Auto, Tabakindustrie will für jeden ein Starterpack, Spirituosenindustrie will für jeden 100l hochprozentiges....