Kabul (dpa) - Nach der Übernahme Kabuls durch die militant-islamistischen Taliban haben sich am Flughafen der afghanischen Hauptstadt dramatische Szenen abgespielt. Verzweifelte Menschen versuchten, auf Flüge zu kommen, wie in sozialen Medien geteilte Videos und Bilder zeigten. Sie kletterten unter ...

Kommentare

(35) Samderi · 18. August 2021
@34 Mehr Beispiele: <link> & <link> Das ländliche Regionen viel mehr von traditionellen, kulturellen und religiösen Wertevorstellungen geprägt waren und auch heute noch sind, habe ich nicht angezweifelt. Aber urbanen Zentren vor allen Kabul galt besonders in den 60iger & 70iger als westlich orientiert: <link> (PDF). Klar gab es in Kabul keine Gesellschaft wie im damaligen Westberlin, aber wesentlich liberaler als unter der Taliban...
(34) Sonnenwende · 17. August 2021
@33 nun, da würde ich deinen Diplomaten-Onkel wohl unterstellen, dass er in den fünf Jahren seines Aufenthaltes sich nie in das Landesinnere begeben hat, im Gegensatz zu meinen Eltern, und wohl auch nie wirklich allein und interessiert in Kabuls Straßen unterwegs war. Wie auch immer – sehr objektiv finde ich deine Recherche auch nicht, denn wie gesagt, hattest du deinen letzten verlinkten Artikel wohl kaum gelesen.
(33) Samderi · 17. August 2021
@24 "[...] Erinnerungen von Zeitzeugen einfach so anzweifeln kannst" und ich wundere mich über deine Unterstellungen. Eine subjektive Wahrnehmung einzelner Personen muss nicht zwingend (wie das Bild) repräsentativ sein und nicht böse sein, ich könnte jetzt auch daher kommen und behaupten das mein Onkel zwischen 1965 - 1970 als Diplomat vor Ort war und von einer warmherzigen und offenen Gesellschaft schwärmte und nu? ;-) Im Zweifel vertraue ich eher recherchierbare Daten, als anonyme Kommentare.
(32) Samderi · 17. August 2021
@24 : Lesen, ja: "[...] Ihre Momentaufnahmen aus Afghanistan aus dem Jahr 1972 hat die Bibliothèque nationale de France in Paris archiviert." bestätigt die Aufnahme, sowohl das Jahr auch die Herkunft und die Urheberin: Laurence Brun. Des Weiteren ist dies auch nicht die einzige Aufnahme, die man im Netz findet. Nicht die Authentizität wird infrage gestellt, sondern (zu recht) die Repräsentativität.
(31) Sonnenwende · 16. August 2021
@30 wenn du so argumentierst, war es für alle an den militärischen Aktionen in Afghanistan die letzten 20 Jahre Beteiligten nie ein Krieg…
(30) Tommys · 16. August 2021
@28 nun ja wie man es nimmt ... für die US-Amerikaner und die Deutschen und die Beteiligten ist es das Kriegsende, nein?? w/Welches sie sicherlich so nicht gewünscht haben... dass es ausgeht mit Chaos und Horrorszenen auf dem Flugplatz....
(29) Iceman2004_9 · 16. August 2021
Schade, dass es sowas geben muss,
(28) Sonnenwende · 16. August 2021
@27 ...und das ist kein Kriegsende...
(27) Tommys · 16. August 2021
@26 schon recht ...das war auch eine sehr außergewöhnliche Zerstörung. Während hier eine militärisch superstarke Macht es nicht geschafft hat, aus einem relativ kontrollierten Prozess eine sichere Ausreise zu erbringen. Mit dem Equipment jetzt in eine solche chaotische Situation zu gelangen, obwohl man der Sache und der Situation Herr sein müsste... das meine ich, gab es so noch nicht. Die Besetzung und Rückzug einer Siegermacht sieht anders aus, Hier fluchtartiges abhauen, ist der Eindruck!!
(26) gabrielefink · 16. August 2021
@25 <Gab es jemals so ein chaotisches, fluchtartiges Kriegsende?> Ja, das Ende des 2. Weltkriegs war auch chaotisch.
(25) Tommys · 16. August 2021
Gab es jemals so ein chaotisches, fluchtartiges Kriegsende?? vielleicht in Vietnam?? Auf jeden Fall klingt das alles sehr übel.... und die Taliban rauschen durchs Land und übernehmen die Macht fast ohne Gegenwehr... . Schlimmer und peinlicher kann ja eine Niederlage von gigantischen Mächten mit großer Überheblichkeit nicht sein....
(24) Sonnenwende · 16. August 2021
@23 Den Artikel zu deinem Link hast du wohl nicht ganz gelesen, denn da wird in Frage gestellt, ob dieses Bild wirklich authentisch ist. Des weiteren wundere ich mich, wie du Erinnerungen von Zeitzeugen einfach so anzweifeln kannst… Oder warst du etwa selber dort?
(23) Samderi · 16. August 2021
@19 Kein Fake: <link>
(22) carnok · 16. August 2021
@21 man wollte doch "Werte des Islam mit Demokratie nach westlichem Vorbild verbinden und so einen demokratischen, islamischen Rechtsstaat schaffen." Zitiert nach der KAS
(21) tastenkoenig · 16. August 2021
Einer der größten Fehler war wohl wieder mal, dass man reingegangen ist, ohne zu definieren, wann und wie man wieder rausgeht. Al-qaida hat man marginalisiert. Gut. Aber was man dann erreichen wollte ist leider nie klar kommuniziert worden. Wollte man die Taliban niederringen? Dazu hat man zu wenig Aufwand betrieben. Sie nur aus einem Landstrich zu verdrängen, sich dann wieder zurückzuziehen um sie sich sich dort wieder ausbreiten zu lassen - das Spiel kann man ewig spielen, wie man gesehen hat.
(20) Sonnenwende · 16. August 2021
(2) Meine Mutter und ich mussten Kopftücher und lange Ärmel tragen, meine kleine Schwester, die erst fünf Jahre alt war, blieb davon verschont und meinem kleinen Bruder mit einem Jahr haben sie hofiert… Auf der Straße sah man ganz selten mal Frauen die "nur" ein Kopftuch trugen – die meisten waren mit dem Komplettschleier verhüllt. Also dieses Bild ist sicherlich eine von der Trump'schen Regierung lancierte Falschinformation.
(19) Sonnenwende · 16. August 2021
@18 Das Foto in deinem Link halte ich für sicher gefaked. Ich war ja dort, und mit acht Jahren kriegt man schon Einiges mit. So war das ganz sicher nicht. Sicherheitshalber habe ich gerade noch mal meine Eltern angerufen, die waren auch sehr verblüfft über dieses Foto, und sie haben immerhin von 1965 bis 1975 im Iran und Umgebung, auch Afghanistan, gearbeitet…wir sollten uns dessen bewusst sein, dass die Realität in den Ländern nicht immer mit dem über ein stimmt, was man uns hier vorsetzt. (2)
(18) Samderi · 16. August 2021
@16 : 1972 waren die Frauen auch hier im Westen viel mehr von Stigmatisierung betroffen als heutzutage. Ein kleinerer Einblick über damalige Frauenrechte in Afghanistan: "[...] In the 1950s purdah (gendered separation) was abolished; in the 1960s a new constitution brought equality to many areas of life, including political participation." <link> Frauen konnten dort sogar früher wählen als in den USA. @17 Das war der NATO bewusst, man ging von ca. 6 Monaten aus.
(17) Sonnenwende · 16. August 2021
Ich bin mir auch nicht sicher, ob nicht doch noch was anderes dahinter steckt. Die USA–und auch andere Länder–haben ja ja auch noch ihre geheimdienstlichen Informationen. Vielleicht zeichnete es sich schon ab, dass die Taliban die Zeit genutzt haben, um sich gut aufzurüsten. Offensichtlich ist man ja über den Siegeszug der Taliban nicht überrascht–nur über dessen Geschwindigkeit. Und eines ist klar: eine Situation wie im Iran 1977 oder gar ein zweites Vietnam wollen die Amerikaner sicher nicht.
(16) Sonnenwende · 16. August 2021
@15 ich war als Kind 1972 selber in Afghanistan, weil mein Vater dort beruflich zu tun hatte. Von Frauenrechten konnte nicht die Rede sein, selbst in Kabul. Das habe ich mir am allermeisten gemerkt, weil mich das als Kind sehr bedrückt hat. Ich glaube, es ist sehr schwer, von hier aus Einschätzungen zu geben, aber im Grunde stimme ich dir zu: man hat dieses Land jetzt vollkommen allein gelassen.
(15) Samderi · 16. August 2021
@9 Afghanistan hatte bis 1973 ein Zwei-Kammern-Parlament, Wahlen, Frauenwahlrechte und sogar Emanzipationsbewegungen. Es passierten sicherlich Fehler bei der Demokratisierung und den Aufbau des Staates, das mag ich nicht abstreiten. Das Problem, was aktuell ist, ist nicht die Demokratie (RIP) in Afghanistan. Sondern die stärke der Taliban. Das die Taliban Kabul einnimmt war der NATO klar, man ist nur überrascht, dass es doch so schnell ging - und das halte ich für verantwortungslos vom Westen.
(14) k205289 · 16. August 2021
Die Ausbildung muss ja total versagt haben. Was hat man denen gesagt, warum sie an der Waffe ausgebildet werden? Oder liegt es daran, dass es Männer sind und dort Frauen und Kinder egal sind. Die müssen nicht geschützt werden. Warum für andere Menschen einstehen, das ist dort nicht üblich. Terrorbekämpfung, nein danke. Richtet sich ja gegen andere Länder.
(13) Sonnenwende · 16. August 2021
(2) noch wurde eine Möglichkeit geschaffen, der Landbevölkerung in Afghanistan, die immerhin 80 % der Gesamtbevölkerung ausmacht und wenig Bildung besitzt, diese näher zu bringen. Um nur zwei Gründe zu nennen…
(12) Sonnenwende · 16. August 2021
@10 Das ist richtig. Aber man muss ihnen diese Dinge auf ihre Art vermitteln, sie sich von Anfang an selbstständig entwickeln lassen anstatt ihnen westliche Bildung und Werte aufs Auge zu drücken. Das ist in Afghanistan nicht geschehen. Es wurden weder gemeinsam mit den afghanischen Bürgern ein eine Möglichkeit erarbeitet, die vielen verschiedenen Ethnien zu integrieren beziehungsweise da ein Vermittlungssystem zu schaffen - was eines der größten Probleme ist – (2)
(11) k205289 · 16. August 2021
Was kann man aus Afghanistan lernen? Kaum einer ist bereit für sein Land einzustehen und denkt lieber nur an sich. Die Sicherheitskräfte sind zu tausenden über die Grenze geflüchtet, als es losging. Bis die Taliban da waren, war keiner mehr da. Noch schlimmer, man hat den Taliban alles an Ausrüstung zur Verfügung gestellt, damit sie es erst recht einfach haben. Dann kommen Aussagen wie, die haben auf uns geschossen, die wollten uns töten. Und fast überall ergeben sie sich kampflos oder flüchten
(10) MrBci · 16. August 2021
@8 Terrorismus kann man nur wirksam durch Bildung, Wohlstand und funktionierende Sozialsystem bekämpfen. Dafür bedarf es funktionierender Strukturen unter der Einbindung der dort vorherrschenden Kultur Sitten und Gebräuche Gebildete Menschen die keine Not leiden, verfallen weniger dem Extremismus und somit dem Terror. Aber in allen Ansätzen wurde vom Westen versagt
(9) Sonnenwende · 16. August 2021
@7 ,8 Colaflaschi hat hier gestern einen Link zu einem YouTube Beitrag eines ehemaligen Soldaten in Afghanistan gepostet, der interessante Einblicke bringt: <link> Unser Fehler, und den machen die westlichen Staaten schon seit Jahrhunderten, ist letztendlich, dass wir denken dass unsere Werte und Systeme für alle Völker und Kulturen richtig sind. Das ist aber nicht der Fall. Afghanistan lehrt uns das gerade wieder.
(8) thrasea · 16. August 2021
@5 @7 Oft liest man von dir nur einsilbige Kommentare. Hier bringst du es aber gut auf den Punkt. Dickes Plus! Man darf ja auch nicht vergessen, warum vor 20 Jahren in Afghanistan interveniert wurde: Das Land war unter der Taliban ein Hort des internationalen Terrorismus. Wie hätte al-Qaida die Welt weiter terrorisiert, hätte man nichts getan? Wird die Gefahr internationalen Terrorismus' nicht wieder erheblich wachsen, wenn man das Land den Taliban überlässt?
(7) MrBci · 16. August 2021
@6 Wenn die Flüchtlingswelle dein einziges Problem ist, rate ich dir, deine Fokus zu erweitern. Hier geht's um ein ganzes Land und Volk. Was der Westen befrieden wollte und wieder versagt hat
(6) deBlocki · 16. August 2021
@5 Ich denke, aufgrund der Länge des Einsatzes kann man jetzt seine Unterstützung ruhig zurückfahren. Unser Problem wird jetzt die nächste Flüchtlingswelle. Ich hoffe, dass WIR aus 2015 gelernt haben.
(5) MrBci · 16. August 2021
@4 : Richtig bin ich auch der Meinung 👍 Aber jetzt in diesem Zustand ein ganzes Volk alleine zu lassen ist okay? Ich denke nicht und die westlichen Staaten sind einfach dort hin und haben gedacht, wir bringen denen Demokratie Was jetzt passiert sehen wir und es ist keine Überraschung Also muss jetzt weiter geholfen werden
(4) deBlocki · 16. August 2021
@3 Aber man kann doch nicht auf ewig fremde Menschenleben aufs Spiel setzen, weil die es nicht selbst hinbekommen.
(3) MrBci · 16. August 2021
@2 Ich versuche mal zu verstehen, was genau in deiner Antwort gemeint ist, da hier sicher Worte fehlen Nein offenbar kann sich das Land nicht selbst schützen
(2) deBlocki · 16. August 2021
@1 Also hat das Land nach 20 Präsenz anderer Länder nichts gelernt und kann sich nicht selbst sichern?
(1) MrBci · 16. August 2021
Was hat man erwartet und was gibt es da zu beraten? Das was man dort geschaffen hat, bedingt eine ständige Präsenz. Danke an Amerika Ironie off
 
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