Berlin (dpa) - Auf Millionen Menschen mit Bürgergeld kommen strengere Regeln zu: Der Bundestag beschloss nach monatelangen Debatten die Umgestaltung der Sozialleistung zu einer neuen Grundsicherung. Für das Gesetz stimmten in namentlicher Abstimmung 321 Abgeordnete, dagegen votierten 268, zwei […] mehr

Kommentare

88ichbindrin11. März um 11:09
@80 Wir leisten uns die Unbekümmertheit bereits in entgegengesetzter Richtung, denn den ~1,5 Mill. Bürgergeldempfängern stehen ~27 Mill. Ehrenamtler gegenüber. Wir verschwenden keinen Gedanken daran, wie wir die Leistung der Letzteren abdecken würden, wenn wir dafür Geld benötigen würden. Geld ist eben nicht immer nur ein Möglichmacher, sondern oft auch ein Verhinderer. Dieses Land hat mehr Menschen, die ohne monetäre Gegenleistung beitragen, als solche, die scheinbar nichts beitragen. 0 Problem
87Pontius11. März um 07:23
Es geht um deine Vorschläge in der Thematik, welche das Existenzminimum unterschreiten. Mir ist klar, dass das System nie perfekt sein wird, dass es immer Menschen geben wird, die es ausnutzen werden. Nur leben wir dafür eben in keiner Diktatur, das ist der Tradeoff der "freien Wahl", den man da hinnehmen muss.
86smailies11. März um 06:35
@85 O.K., dann noch einmal die Umkehrfrage - da Du diesen Begriff hier ja verwendest: Was bedeutet für Dich "Zwang"? Wer zwingt die Menschen, Arbeitsangebote anzunehmen? Und wie geht das dann mit der heutigen Regelung, dieses Existenzminimum zu unterschreiten?
85Pontius11. März um 06:16
Ein letztes Male: Die Frage stellt sich so nicht, es gibt es ein gesetzlich festgelegtes Existenzminimum. Und der Rest wie du ihn hier darlegst ist keine Freiheit der Entscheidung, sondern darüberhinaus Zwang.
84smailies11. März um 06:11
@83 : Da beantwortet aber meine Frage nach der Freiheit der Entscheidung nicht...
83Pontius10. März um 07:02
In deiner Bundes"republik" mag ich nicht leben - zumal genügend Geld da ist, das alle in Wohlstand leben könnten.
82smailies10. März um 06:56
@82? Wieso ist die Entscheidung nicht frei? Sie hat Folgen, Konsequenzen, ja, aber das haben andere Entscheidugnen doch auch. Und zu dem Gesetz: Das stimmt, wobei auch die Frage ist, ob die Ausführungsbestimmungen für das Gesetz nicht angepasst gehören.
81Pontius10. März um 06:53
@80 das was du beschreibst ist Zwang, denn die Entscheidung ist nicht frei und du unterschreitest mit deinem Vorschlag das gesetzlich vorgeschrieben Existenzminimum. Man muss es nicht gut finden, dass es diese Grenze gibt - aber sie ist gesetzlich verankert und damit zu respektieren.
80smailies10. März um 06:38
@75 : Aber das war doch die ganze Zeit genau mein Ansinnen! Dann noch mal die Frage: Was verstehst du unter "Zwang"? Ich würde den Menschen das freistellen. Wenn sie können, aber nicht wollen ist das doch eine freie Entscheidung, oder? Nur erhalten sie dann eben auch keine/sehr viel weniger staaatliche Leistungen. @77 : Nein, ich will mir diese "Unbekümmerten" wie du es nennst, nicht leisten, da können wir unser Geld besser investieren!
79Dr_Feelgood_Jr09. März um 07:10
man, wie immer, lieber nach unten als nach oben.
78Dr_Feelgood_Jr09. März um 07:10
@77 selbst wenn die ganze Welt eingesehen hat, dass ein massives Umdenken unumgänglich ist - Deutschland wird die letzte Nation sein, die ein bGE einführt. Wenn überhaupt.Und dann doch noch mit Einschränkungen. @75 absolut. Aber wenn das primäre Ziel ist, dass "auch bei denen" frühmorgens der Wecker klingeln muss, stellen sich keine weiteren komplizierten Fragen. Schließlich ist, je nach Studie, jeder zweite Deutsche unzufrieden mit seinem Job. Anstatt "das Ganze" mal in Frage zu stellen, tritt
77ichbindrin09. März um 06:32
Ich bleibe bei der Träumerei, dass es uns gelingen sollte den Reichtum und Wohlstand dieses Landes besser und gerechter zu verteilen, damit wir uns als Gesellschaft die paar wenigen unbekümmert leisten können, die wirklich gar keiner Aufgabe nachgehen wollen. So wie wir es uns jetzt leisten, dass (leistungslose) Überreiche noch reicher werden und ein sehr hoher Prozentsatz an Menschen tätig ist, obwohl er dafür nicht (anständig) entlohnt wird. Oder halt bGE und Sozialpflicht für ALLE.
76Pontius09. März um 06:05
den Kosten haben wir dann schon das Problem, weswegen es nicht so gelöst wird (auch wenn es in der Zukunft finanziell wohl besser wäre): Den Egoismus samt Gefühl, man selbst müsste mehr verdienen.
75Pontius09. März um 06:03
Das Angebot von Arbeitplätzen für arbeitslose Menschen und Bürgergeldempfangende mit Unterstützung durch das Amt: Gut (Super, wenn es verantwortungsvoll umgesetzt wird und zu regulärer Arbeit führt). Der Zwang zu solchen Arbeiten: Scheibenkleister, denn es ist bevormundendes Verhalten und führt auf jeden Fall nicht zum gewünschten Ergebnis der eigenständigen Arbeit. Aber das kostet, zumindest am Anfang mehr. Ich hoffe man erkennt den Unterschied, es ist kein vehementes Dagegen. -- Bei
74Dr_Feelgood_Jr08. März um 21:29
@71 Warum sollte ich dir etwas erklären, was ich nie behauptet habe? Abgesehen davon mag ich auch nicht mehr. Ich bin hier raus, 'nuff said.
73thrasea08. März um 21:16
@46 "Weil es Regelungen gibt, die dies unterbindet und verbietet?" Die Regelungen (Gesetze!) gab es auch bei den 1-Euro-Jobs schon. Hat nichts genutzt. @72 Doch, stimmt genau so 1:1. die Studien waren eindeutig. Wenn man eine Idee gehabt hätte, wie man das anders/besser umsetzen kann, hätte man das sicher gemacht. Der Praxischeck hat aber gezeigt, es lässt sich nicht verhindern. Akzeptiere bitte die Realität.
72smailies08. März um 21:05
@68 : Stimmt so nicht 1:1. Und man kann aus den Fehlern von damals ja lernen und die Ausgestaltung verbessern, oder? Und noch einmal: Ja, ich erwate eine Gegenleistung, aber so, dass der Leistungsemprfänger für diese quasi den Mindestlohn erhält. Also nix mit "Vollzeit für 1 €" - sondern für 420 € z.VB. 30 Stunden/Monat...
71smailies08. März um 21:03
@69 Noch einmal: Es gibt ja in meiner Gedankenwelt auch Alternativen zur Pflege: Kommunale Aufgabenfelder, Umweltschutz, Sicherheit,... Und wenn jemand zu KEINER der Alternatien "Lust" hat, dann kann der Staat auch keine "Lust" haben, diesen Menschen weiter zu finanzieren... :) Und ja, ich finde, der Staat (und alle anderen Menschen der Gesellschaft) kann eine Gegenleistung erwarten. Erkläre mir doch bitte noch einmal, warum ein gesunder, arbeitsfähiger Mensch dazu nicht in der Lage sein sollte
70Dr_Feelgood_Jr08. März um 19:14
...und "keine Lust" bedeutet zwangsläufig, dass diese Menschen den Job NICHT antreten, wie du gerade unterstellt hast.
69Dr_Feelgood_Jr08. März um 18:57
@66 ja, stell dir vor, es kann tatsächlich Menschen geben, die DARAUF keine Lust haben. Und? Was bringt es, sie dazu zu zwingen? Wem bringt es was? Dir, wenn du pflegebedürftig bist? Das frage ich dich bereits zum dritten Mal, aber für dich schien das bislang ja undenkbar zu sein. Der Vergleich mit den Hausaufgaben hinkt übrigens ungemein, und zeigt mir, dass es dir nur darauf ankommt, die Menschen ohne Rücksicht auf andere ans Arbeiten zu kriegen.
68tastenkoenig08. März um 17:49
Wurde schon probiert, hat sich nicht bewährt. Hat Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt gekostet.
67smailies08. März um 17:32
.. Fortschritt, aber selbst wenn es weniger wären, die dann auch wieder einen Sinn durch die Tätigkeit finden, oder einen Weg in die Arbeit zurückfänden, weil sie sich eben dann en passant als geeignet für eine entsprechende Tätigkeit erweisen... Warum bist du so vehement dagegen?
66smailies08. März um 17:30
@64 : Bei "keine Lust" bin ich aber nicht mehr dabei, dann soll er eben auch kein/weniger Sozialhilfe bekommen. Fertig. Auch Schüler müssen ihre Hausaufgaben erledigen, ob sie Lust haben oder nicht. Und wie viele Menschen kennst DU, die gesund sind und keine gesellschaftlich sinnvolle Tätigkeit ausführen könnten? @62 : Wie soll ich das jetzt verstehen - wir sollen die Sozialabgaben von allen einfach noch weiter hochschrauben? Zu der anderen Frage: Wenn es 100k wären wäre es doch schon ein Fort...
65Dr_Feelgood_Jr08. März um 15:44
Aber so ein bisschen Dienst am Menschen hat noch keinem geschadet, gell? Was Krankenhäuser betrifft: Ich war vor ein paar Jahren sechs Wochen vor Ort und konnte als Patient einiges ausbaden, was am Schreibtisch ausgeknobelt wurde, um Kosten zu sparen. Es war zum Fürchten.
64Dr_Feelgood_Jr08. März um 15:37
@58 "gesunde Arbeitslose könnten durchaus einen gesellschaftlich wertvollen Dienst anteilig nachgehen" Man geht keinem gesellschaftlich wertvollen Dienst nach, wenn man nicht in der Lage ist, diesem gesellschaftlich sinnvoll nachzukommen. Und wenn man keine Lust darauf hat, auch nicht. Damit ist keinem (!) geholfen. Und da kann dein Mitstreiter hier noch 1000 Mal die Welt schön malen und anderen mangelnde Lesebereitschaft oder -kompetenz unterstellen. Es geht an der Realität vorbei, bestenfalls
63Pontius08. März um 14:40
regulär angestellten Menschen betreut werden - und dann müssten sie gar keine sozialen Beihilfen kassieren, wenn es ausreichend vergütet wäre. Aber ich ahne jetzt schon, wie die Reaktion auf diesen Vorschlag lauten wird...
62Pontius08. März um 14:39
@60 1. Kannst auch du dich im Bürgergeld sonnen. 2. Ist ein netter Strohmann für meine sarkastische Aussage, aber "gesunden, arbeitsfähigen" aus #58 als Replik zu #56 zu nehmen ist nunmal schwierig - auch wenn du es zuvor schon mal erwähnt hattest. 3. Mittlerweile haben wir schon viele Ausnahmen, wie viele bleiben denn da noch übrig? Aber wenn du "großzügig" sein willst, dann zahl einfach mehr Steuern und für die Kranken- und Pflegeversicherung und dann können diese Leistungen von
61smailies08. März um 14:18
@59 : Und auch da bin ich bei Dir. Gerade im Kindererziehungsbereich wäre ich gerne sehr großzügig!
60smailies08. März um 14:16
@56 : Ich hatte dich bisher immer als besseren Leser in Erinnerung... 1. Weißt Du, ich bin auch gezwungen zu arbeiten, um einen Lebensunterhalt zu verdienen. Warum ist das bei Sozialhilfeempfängern nicht möglich? 2. Ich schreibe von "gesunden, arbeitsfähigen...." und du schwadronierst von Kindern???? 3. Und das hatte ich auch schon geschrieben, wer selbst pflegend unterwegs ist kann ja ausgenommen werden, da spricht doch überhaupt nichts dagegen!
59Polarlichter08. März um 14:08
@58 Das finde ich durchaus denkbar. Gesunde Arbeitslose könnten durchaus einen gesellschaftlich wertvollen Dienst anteilig nachgehen (der andere Teil der Zeit sollte natürlich für die Suche und das Verfassen von Anschreiben zur Verfügung stehen), bis sie eine Stelle gefunden haben. Wobei ich hier Alleinerziehende und Eltern zu pflegende Bürger mehr entgegenkommen würde.
58smailies08. März um 14:04
Ich habe vilelleicht aber trotzdem noch einmal die grundsätzliche Frage: Ist es in Euren Augen nicht statthaft, dass der Staat von - gesunden, arbeitsfähigen - Sozialhilfeempfängern eine Gegenleistung erwartet?
57Polarlichter08. März um 13:52
"Fast alle Krankenhauskonzerne beschäftigen teilweise nur noch eine examinierte Schwester für zwei Stationen" - Das ist nicht möglich. Vielleicht in der Altenpflege, aber für den Klinikbereich würde ich dies ad hoc ausschließen. Bitte Quelle. Unterbesetzung ja, aber auf jeder Station in Kliniken arbeiten weit mehr als ein/e Examinierte/r.
56Pontius08. März um 13:44
Und wer soll das bezahlen? Achja, hier geht es ja wieder um Zwangsarbeit und nicht um reguläre und bezahlte Arbeit. Was die mehr als 1.4 Millionen Kinder im Bürgergeld wohl arbeiten sollen? --- Ein interessanter Fakt: Etwa jeder 14. Bürgergeldempfangende ist im Pflegesektor unterwegs. Indem man Familienangehörige pflegt und dafür die Strapazen des Bürgergeldes für sich selbst in Kauf nimmt.
55smailies08. März um 13:31
Und jetzt hört doch endlich auf, ausschließlich auf den -nach eurer Meinung unmöglichen - Einsatzbereich der Pflege abzuarbeiten. Sucht doch einmal Positivbereiche, wo das evtl. schon stattfindet und ausgeweitet werden kann. "fast alle Krankenhauskonzerne beschäftigen teilweise nur noch eine examinierte Schwester für zwei Stationen, " Da hätte ich gerne einmal eine Quelle dafür bitte.
54smailies08. März um 13:29
Fahrdienste sind selbstverständlich Sozialdienstleistungen - ja, man benötigt eine Zusatzquali, aber das ist ja dann auch ne Chance zur dauerhaften Beschäftigung, oder? Und nein, nicht überwiegend, als Ergänzung, Entlastung, Hilfe.... @46: Sorry, wenn ich den Eindruck erweckt haben sollte, ich gehe eigentlich davon aus, das recht viele sich eigentlich gerne einbringen wollen - und wenn man dann organisiert die Chance dazu gibt, dies eine höhere Lebenszufriedenheit bei denjenigen fördert.
53smailies08. März um 13:26
@46, @50 f: Ihr werft aber auhc ganz schön viel durcheinander.... "ist nicht gleichzusetzen mit nicht für die Allgemeinheit arbeiten wollen." RIchtig, deswegen habe ich ja Beispiele aus verschiedenen Arbeitsfelden angegeben gehabt, da kann - mittels moderer Technik - ja sogar sowas wie eine "Einsatzbörse" daraus werden, wo die Einzusetzenden sogar selsbt mitentscheiden/wählen können. "Psychischer Beistand" erfolgt durch die Fachkräfete - auch heute schon, wenn sie genügend Zeit haben.
52Sonnenwende08. März um 05:37
(3) gehälter einsacken. Sowas ist nicht nur total unmoralisch, es verschlechtert auch die Versorgung von Patienten enorm, was ich den Hilfskräften nicht anlasten will, die geben oft ihr Bestes, aber man braucht eben auch qualitativ hochwertige Ausbildung für diese Arbeit und zwar nicht zu wenig, Pflege ist ein herausfordernder Beruf. Willst du das auch noch fördern?
51Sonnenwende08. März um 05:31
(2) vonnöten sind, wie in der Pflege, aber auch bei psychischen Beistand, da braucht man nicht nur Empathie, sondern auch eine Ausbildung, denn man kann da viel Schaden anrichten wenn man nicht auch bestimmte Kenntnisse hat. Was @49 bereits angedeutet hat. Dann ist da die Frage des Missbrauchs: fast alle Krankenhauskonzerne beschäftigen teilweise nur noch eine examinierte Schwester für zwei Stationen, während Hilfskräfte die andere Arbeit machen und die großen Bosse oben Millionen Jahres- (3)
50Sonnenwende08. März um 05:31
@46 Ich hab hauptsächlich dich gemeint, du erweckst bei mir mit der Art deiner Kommentare und Formulierungen bei mir den Eindruck dass du der Meinung seist, Bürgergeldempfänger würden nicht arbeiten wollen. Die anderen, die hier davon gesprochen haben, dass man niemanden zur einer Arbeit zwingen kann der diese Arbeit nicht machen kann oder will haben recht, denn das überfordert Arbeitgeber und Mitarbeitende, geht aber aus vielen anderen Gründen auch nicht, weil z.B. bestimmte Qualifikationen (2)
49Dr_Feelgood_Jr08. März um 05:29
Nachtrag: Psychischer Beistand erfordert übrigens Empathiefähigkeit. Selbst wenn es nicht an Bereitschaft mangelt, ist die nicht automatisch gegeben.
48Dr_Feelgood_Jr08. März um 05:11
@43 , @46 hier werden offensichtlich zwei Dinge vermischt: nicht in der Pflege arbeiten wollen oder können ist nicht gleichzusetzen mit nicht für die Allgemeinheit arbeiten wollen. Und bevor du, @46 wieder mit psychischem Beistand, Fahrdiensten und Co kommst: Das wird in der Pflege nicht die Realität abbilden, allerhöchstens kurzfristig, keinesfalls überwiegend. Und entweder weißt du das auch, oder du redest nicht nur uns, sondern auch dir die Welt schön.
47smailies07. März um 23:25
@44 : Und dann ist es ja auch in Ordnung. Wenn ein Sozialhilfeempfänger, der bereit ist, sich einzubringen, nicht eingesetzt wird, dann hat er doch seine Pflicht erfüllt, oder sehe ich das falsch? @45 Wer hat denn das behauptet?
46smailies07. März um 23:24
@41 : Weil es Regelungen gibt, die dies unterbindet und verbietet? Und wenn man von vorherigen "Versuchen" hier Bescheid weis sollte man in der Lage sein, es besser zu regeln, oder? Nein, man erhält Sozialhilfe. Das ist nicht unengeltich, das ist ein "ich gebe den Menschen um mich herum das zurück, was ich von ihnen bekomme" - nicht mehr und nicht weniger. @43 : Ich finde das auch erschreckend, dass das viele der Kommis hier unterstellen!
45tastenkoenig07. März um 12:22
Wir sind ja angeblich *alle* faul, wie könnte es bei Bürgergeldempfängern da anders sein …
44Sonnenwende07. März um 12:16
(2) Ähnliches höre ich auch von anderen Stellen.
43Sonnenwende07. März um 12:16
Ich möchte noch anmerken, weil hier ja offenbar wie selbstverständlich davon ausgegangen wird, dass Bürgergeld Empfänger gar nicht für die Allgemeinheit arbeiten wollen: viele Bürgergeld Empfänger sind von sich aus ehrenamtlich tätig, einfach weil sie etwas tun möchten was sinnvoll ist. Eine Bekannte von mir, selber Rentnerin, arbeitet ehrenamtlich für die Tafel und sie sagt sie haben fast täglich Anfragen. Sie beschäftigen vier Bürgergeld Empfänger ehrenamtlich, für mehr ist keine Arbeit da (2)
42Pontius07. März um 11:19
Immerhin gabs "damals" - wobei sie kommen ja wieder in Mode - sogar noch einen zusätzlichen Euro zur Sozialhilfe. Hier wird ja sogar die unentgeltliche Arbeit gefordert.
41thrasea07. März um 11:01
@35 @39 Ich wiederhole: Deine Idee ist nicht neu. Der Staat hat das bereits ausprobiert. Stichwort 1-Euro-Jobs, die eine Zeit lang nicht abgelehnt werden durften. Verschiedene Studien haben aber gezeigt, dass negative Effekte dieser Maßnahmen überwiegend. Beispielsweise haben sie dazu geführt, dass reguläre Jobs abgebaut wurden. In deinem Beispiel: Warum sollte man für die Stadtreinigung noch Menschen regulär beschäftigen, wenn es doch mit Arbeitslosen viel günstiger geht?
40smailies07. März um 10:48
... dabei ist. Selbst wenn das ein kompletter Neuling ist, der fast nur zuschaut, geht es leichter, entspannter, schneller. Und es ist mehr Zeit für einen kurzen Plausch, für soziale Interaktion, für das, was den Beruf so wertvoll macht! Und ab und zu kommt auch ein Pfleger, der seinen Job sehr ungern zu erledigen scheint. Der macht auch alles korrekt und schnell...
39smailies07. März um 10:46
@31??? Eben, Sozialhilfeempfänger müssen keine Steuern, Sozialabgaben,... leisten. Sie empfangen x €. Und ich finde, dafür können sie y Stunden in sinnvollen Tätigkeiten leisten. @37 : Doch, das entlastet sowohl psychisch als auch real, weil dann andere Dinge schneller, effektiver,... erledigt werden. Und immer noch: Es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie hier Pflegekräfte unterstützt werden können. Ich sehe doch den Unterschied hier jedes Mal, wenn eine Person alleine kommt oder z.B. ein Azubi...
38Dr_Feelgood_Jr07. März um 10:37
...Nichtfachkräften. "Warum unterstellst Du, dass sie dies ungern tun?" Warum gehst du davon aus, dass sie das gerne tun?
37Dr_Feelgood_Jr07. März um 10:37
@31 Ja, "Pampers wechseln" ist nicht das von dir genannte Aufgabenfeld, vermutlich aus gutem Grund. Und wenn die Pflegekräfte entlastet werden, dann werden sie nicht dadurch entlastet, dass da jemand kommt, der die Bude aufräumt. Das machen Fachkräfte nämlich nicht. "Nach heutigem Stand werde ich von überlasteten, überteuerten unausgebildeten Pflegekräften schlecht gepflegt werden. Weiter nach unten kann es kaum noch gehen...." Oh doch. Mit überlasteten, schlecht bezahlten, unausgebildeten ...
36ichbindrin07. März um 10:35
@31 Ich verstehe deinen Ansatz, aber in der Regel ist ja die staatliche Zahlung bereits die Gegenleistung für die Sozialabgaben, die getätigt wurden. Es ist kein Lohn. Wenn es Arbeit gibt, die erledigt werden soll, dann bleibt nur sie finanziell attraktiv genug zu machen. Ich glaube aus dem jetzigen Konstrukt kommen wir sinnvoll und fair nicht raus ohne es grundsätzlich anders anzugehen.
35smailies07. März um 10:28
...@33 Beispiel hier: Die Stadt hat nicht mehr so viel Geld, deswegen werden Spielplätze nur noch alle 2 Wochen gereinigt. Was spricht dagegen, wenn im 14-tägigen Wechsel zusätzlich die Spielplätze von Sozialhilfeempfängern gereinigt werden?
34smailies07. März um 10:26
@32 , Nein, nicht Ehrenamtlich. Als Gegenleistung für die Sozialhilfe. In Bereichen, für die kein Geld da ist und auch in naher Zukunft nicht genügend Geld da sein wird. In Leistungen "on top". @33 : Warum gehst Du so vehement davon aus, dass Sozialhilfeempfänger nicht auch gerne eine Gegenleistung erbingen wollen? Und gerne können sie ja auch zusätzlich mehr leisten und arbeiten - ehrenamtlich oder in regulärer Arbeit. Verbietet ja keiner. Wo es Geld und Stellen gibt. Ich geb Dir noch ein...
33Pontius07. März um 09:45
Ist es weniger demütigend Geld ohne Gegenleistung zu erhalten? Wenn es eine soziale Absicherung ist, dann nein. Der Gegenleistung nur durch erzwungene Arbeit zu bekommen ist demnach nicht demütigend? Warum nicht einfach zusätzlich zur sozialen Absicherung? Ach dafür will ja dann wieder niemand aufkommen, egal ob im Pflegebereich oder wo anders.
32Sonnenwende07. März um 09:22
@30 Sorry, ich hab überhaupt nicht über Mindestlohn geredet und auch keine Meinung dazu abgegeben. Ich redete über das Ansinnen an Bürgergeldempfänger, Arbeit gezwungenermaßen ehrenamtlich zu leisten oder als 1-€-Job, die man auch anständig vergüten könnte. Das gilt insbesondere für Jobs in der Pflege.
31smailies07. März um 09:19
@29 Warum unterstellst Du, dass sie dies ungern tun? Und noch einmal, "Pampers wechseln" ist nicht das von mir genannte Aufgabenfeld, das ist Deine Unterstellung! Und im Moment sind die aktuellen Pflegekräfte überlastet. Was spricht dagegen, sie auf so eine Art zu entlasten? Nach heutigem Stand werde ich von überlasteten, überteuerten unausgebildeten Pflegekräften schlecht gepflegt werden. Weiter nach unten kann es kaum noch gehen....
30smailies07. März um 09:16
@27 : Wo kommen jetzt plötzlich 1-Euro-Jobs her??? Ist es weniger demütigend, Geld OHNE Gegenleistung zu erhalten? Warum ist es demütigend, für Geld zu arbeiten? @28 : Also ist der Mindestlohn nicht angemessen? Klar sollen und dürfen sie gerne jederzeit einen aneren Beruf ergreifen, was hindert sie daran? Nur wenn z.B eine Stadt kein Geld für weitere Stellen hat wird sie auch keine solche Stellen schaffen können. Wo soll die Stadt das Geld hernehmen bitte?
29Dr_Feelgood_Jr07. März um 08:54
@26 "Und was spricht dagegen, wenn arbeitsfähige Menschen, die vom Staat Geld bekommen, hierfür eine Gegenleistung erbringen". Genau hier schließt sich der Kreis. Deshalb nochmal meine Frage, siehe @12: "du möchtest später mal von Menschen gepflegt werden, die dazu gezwungen werden, dir die Pampers zu wechseln? Und die überarbeitet sind und schlecht bezahlt werden?" Meine Glaskugel sagt weiterhin: "Möchtest du nicht". Aber dann ist es zu spät.
28Sonnenwende07. März um 08:53
@26 Ich frag mal umgekehrt: was spricht denn dagegen, diese Menschen für ihren Dienst an der Allgemeinheit angemessen und menschenwürdig zu entlohnen? Dann bräuchten sie evtl. keine Unterstützung vom Staat mehr beziehungsweise müssten nur noch aufstocken, würden Krankenkassen- und Rentenbeiträge bezahlen. WIN WIN würde ich mal sagen, nicht wahr?
27thrasea07. März um 08:47
@25 Du framest das sehr schön. Aber im Prinzip ist das nichts anderes als die 1-Euro-Jobs, von denen man überwiegend wieder weggekommen ist. Ich sags mal mit Verdi: Sie tragen kaum zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt bei, verdrängen reguläre Arbeitsplätze. " Sie gelten als Ausbeutung, Demütigung und Zwangsinstrument"
26smailies07. März um 08:47
@23 : Definiere "Zwangsarbeit" für mich. Und was spricht dagegen, wenn arbeitsfähige Menschen, die vom Staat Geld bekommen, hierfür eine Gegenleistung erbringen, die der Mindestentlohnung rechnerisch entspricht? Das entkräftet die komplette Argumentation von der AFD in meinen Augen.... Und wegen derGelder - hier kann gerne nachjustiert werden, es war ein einfaches Beispiel um des Verständnisses Willen - aber bedenke auch, dass es ja in diesem Fall keine Sozialabgaben,.... gibt :)
25smailies07. März um 08:43
@23 , @22 , @24 : Pflege ist in meinen Augen nur ein Beispiel. Wenn es hier Missbrauch gibt muss man da dagegensteuern. Und es wird immer auch Unternehmer geben, die hier versuchen werden, das auszunutzen. Soll man es deswegen erst gar nicht einführen? Wie sieht es mit städtischen Aufgaben aus, Umweltschutzmaßnahmen? @22 : Es geht nicht um eine Entlohnung. Die MEnschen erhalten Sozialhilfe in der ihnen zustehenden Höhe. Aber im Umkehrschluss leisten sie auch einen Beitrag für die Allgemeinheit.
24Dr_Feelgood_Jr07. März um 08:30
@21 wir reden da ein wenig aneinander vorbei. Nicht-Fachkräfte übernehmen die von dir aufgezählten Tätigkeiten. Dabei bleibt es aber nicht. Es werden jetzt schon zunehmend Tätigkeiten von Assistenzkräften übernommen, die eigentlich Fachkräfte zu machen haben. Und da wären wir dann wieder bei den "Zwangsarbeitern", die vom Staat in die Pflege gedrückt werden und Windeln wechseln müssen. Selbst Menschen, die sich den Beruf ausgewählt haben, können nicht zwangsläufig auch mit Menschen umgehen.
23Pontius07. März um 08:12
Aber die Argumentationsweise geht ja vielmehr in Richtung Zwangsarbeit und nicht in Richtung Überführung ins reguläre Arbeitsleben...
22Pontius07. März um 08:11
"Für Pflegehilfskräfte empfiehlt die Pflegekommission für 2026 im ersten Schritt eine Anhebung auf 16,52 Euro brutto pro Stunde, für qualifizierte Pflegehilfskräfte auf 17,80 Euro und für Pflegefachkräfte auf 21,03 Euro. Eine weitere Erhöhung ist für den 1. Juli 2027 vorgesehen." <link>
21smailies07. März um 08:11
@18 : Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich will arbeitsfähige Sozialhilfeempfänger nicht unter MIndestlohn einsezten. Aber sie können für ihren "Lohn" (=Sozialleistung) in meinen Augen eine angemessene Gegenleistung erbringen. Als ganz vereinfachte einfache Rechnung: Du bekommst 420 €/ Monat Sozialleistung, Mindestlohn ist bei 14 € (ich weiß, 13,90) dann musst du 30 Stunden/Monat Hilfstätigkeiten ausführen. Ist das zu viel verlangt?
20smailies07. März um 08:07
@17 : Da solche (neben-)Leistungen im Moment oft von teuren Fachkräften erbracht werden muss ist es quasi unbezahlbar bzw. kann nicht angeboten,... werden. Deswegen ja die Idee, diese Leistungen von Nicht-Fachkräften übernehmen zu lassen, was die Gesamtsituation der Pflegebedürftigen verbessert, Kosten senkt und die Pflegekräfte entlastet. Das ist ein neuer Ansatz, der so noch nicht existiert. Und "Können" ist in meinen Augen nicht die Frage.
19Pontius07. März um 07:52
Sorry Quelle für die Entlohnung deutlich unter Mindestlohn vergessen: <link> - übrigens auch etwas, was man gern kritisieren kann.
18Pontius07. März um 07:29
Zumal die Buftis da aber ein schlechtes Beispiel sind: "Freiwillige bekommen ein Taschengeld von maximal 644 € monatlich (Stand Januar 2025). Das konkrete Taschengeld wird mit der jeweiligen Einsatzstelle vereinbart." Wobei für die pflegebedürftigen Menschen (und vor allem die Wirtschaft) wären sie preiswerter.
17Dr_Feelgood_Jr07. März um 07:18
@16 also zumindest in der ambulanten Pflege sieht es hier völlig anders aus. Solche Hilfstätigkeiten werden überhaupt nicht angeboten, da sie von der Pflegekasse überhaupt nicht gedeckelt werden. Stationär ... Sehe ich da auch nicht viel.Potenzial. Wer aufräumen kann, kann auch Windeln wechseln. Und ja, dürfen nur Fachkräfte. Interessiert aber keinen.
16smailies06. März um 23:58
@15 : Nein, ich weiß, dass Hilfskräfte hier sehr viel unterstützen könnten und können. Bufdis machen ja nichts anderes. Sowohl meine Frau als auch ich haben schon in der Pflege gearbeitet.
15Dr_Feelgood_Jr06. März um 20:51
@14 ich habe dich schon richtig gelesen, nur hast du vermutlich eine romantisierte Vorstellung von der Pflege. Aufräumarbeiten? Fahrdienste?
14smailies06. März um 17:33
@11 ? Tun sie dann doch! @12 : Genau lesen: Es geht um "Ergänzung". Das sind nicht unbedingt diejenigen, die die Pflegearbeit vor Ort leisten. Aber vielleicht diejenigen, die einen Teil der Fahrdienste leisten, die Aufräumarbeiten unterstützen,...
13jensencom06. März um 08:29
@6 , <link>
12Dr_Feelgood_Jr06. März um 07:35
@10 du möchtest später mal von Menschen gepflegt werden, die dazu gezwungen werden, dir die Pampers zu wechseln? Und die überarbeitet sind und schlecht bezahlt werden? Möchtest du nicht, sagt meine Glaskugel.
11Pontius06. März um 07:04
@10 warum sollen sie dies dann nicht richtig bezahlen?
10smailies06. März um 06:55
Mal ein grundsätzlicher Gedanke: Es gibt sehr viele Bereiche im Land, wo Arbeitskräfte fehlen. Das ist im Pflegebereich der Fall, wo z.B. Pflegehelferin großem Stil die Arbeit von den zu wenigen Fachkräften sinnvoll ergänzen könnten. Ebenso im Umweltschutz, im ÖPNV,... Warum stellt der Staat "langzeitförderbedürftige Arbeitsfähige" einfach ein und setzt sie in solchen Stellen ein?
9Dr_Feelgood_Jr05. März um 19:07
Fördern und fordern. Hahaha. Das war ja schon zu HartzIV-Zeiten eine Farce, jetzt dürfte es wohl endgültig auf fordern und fordern hinauslaufen.
8Dr_Feelgood_Jr05. März um 18:46
@2 Ja, ich finde es auch eine Schande, dass die Löhne in Deutschland offenbar so niedrig sind, dass der Monatslohn nur knapp über dem Existenzminimum liegt. Schließlich wimmelte es in Deutschland ja nur so von Arbeitnehmern, die den Arsch hochkriegen und trotzdem unisono nur 200 Euro mehr bekommen, als die ganzen Faulpilze. Freut euch nicht zu früh über die Bürgergeld-Reform. Das ist nur die erste Schraube, an der gedreht wurde.
7Pontius05. März um 15:21
... Oder es werden noch nicht alle staatlichen Transferleistungen angerufen.
6MasterYoda100005. März um 15:16
Wie kommst du bitte auf einen Anspruch von 3000 Euro? Vollkommen utopisch.
5jensencom05. März um 15:08
@4 , ich hätte einen Anspruch von ca. 3000 Euro. verdiene in era10 IG Metall netto ca. 1000 euro mehr, aber ich schaffe dann ein Auto ganz ab und das andere braucht 500€ pro Monat weniger. So komme ich auf die 200 Euro. Ich gehöre somit zu den Gutverdienern, und dennoch lohnt sich Arbeit für mich kaum! Geh wieder in deinen Paulaner Garten und trinke ein Bier auf meinen Nacken.
4MasterYoda100005. März um 14:54
@3 Geschichten ausm Paulaner Garten. Wenn du ernsthaft nur 200 Euro mehr verdienst, ist es NICHT die Schuld des Bürgergeldes sondern von deinem gierigen Chef, der dich nicht anständig bezahlt. Das dürfte ja dann nichtmal der gesetzliche Mindestlohn sein....
3jensencom05. März um 14:37
@1 , über dieses Klientel solltest du schimpfen, nicht über die Folgen, die deren Faulheit hat.
2jensencom05. März um 14:36
@1 , ich bin da ganz anderer Meinung... ich könnte mich mit 2 Kindern in die soziale Hängematte legen und hätte nur 200 Euro weniger als heute (Programmierer im Maschinenbau), würde dafür noch ein Auto abgeben müssen. Ich finde es eine Schande, daß es keinen Anreiz gibt, seinen Arsch morgens aus dem Bett zu bewegen! Wer wirklich nicht kann, für den sei das System da, aber ich kenne zu viele die könnten, aber wegen 30 Euro mehr im Monat sich nicht bewegen werden.
1MasterYoda100005. März um 13:55
Jetzt hat es der Bundestag also wirklich geschafft, gegen die Ärmsten der Armen weiter nach unten zu treten. Diese Politiker sind einfach lachhaft. Anstatt sich den echten Problemen im Land zu kümmert, tritt man weiter nach unten. Erbärmlich.