Berlin/Paris - Nach dem überraschenden Rücktritt von Frankreichs Premierminister wenige Wochen nach dessen Amtsantritt zweifelt die Bundesregierung nicht an der politischen Stabilität bei seinem wichtigsten EU-Partner. Es gebe für einen solchen Zweifel "keinen Anlass", sagte Regierungssprecher […] mehr

Kommentare

10oells06. Oktober 2025
@9 Da sind wir doch absolut einer Meinung!
9Sonnenwende06. Oktober 2025
@8 So habe ich das nicht gemeint. Ich bin da sehr vorsichtig und verharmlose das damals alles überhaupt nicht. Das war jetzt ein Missverständnis. Ich versuche nur immer, die Dinge irgendwie zu verstehen, wie das so kommen konnte, um daraus zu lernen. Und aus der Geschichte meiner Großeltern habe ich gelernt, dass man nichts, ganz besonders so etwas nicht, verharmlosen darf. Und dass man aus Angst niemals schweigen darf.
8oells06. Oktober 2025
@7 Klar hätte man 43,9 % überstimmen können. Aber a) sind 43,9 % für mich mehr als nur "rechter Rand" und b) schreibst Du ja selbst, dass die Zustimmung in der Bevölkerung wuchs - der "rechte Rand" war spätestens dann eben kein Rand mehr. Wir sollten nicht so hochmütig sein und denken, dass es nicht noch einmal so laufen kann!
7Sonnenwende06. Oktober 2025
@6 Da kann ich so nicht ganz zustimmen – die NSDAP hatte 1933 43,9 % der Stimmen, das ist eine starke Mehrheit, aber keine die man nicht hätte überstimmen können im Parlament. Und dann lief es ja erst mal ganz gut für Deutschland, scheinbar, so dass die Zustimmung in der Bevölkerung wuchs. Später dann gab es auch viele die einfach nur Angst hatten. Meine Großmutter, die sehr ehrlich war und nie geleugnet hat, allerdings auch nie in der Partei war, hat das ganz klar so thematisiert.
6oells06. Oktober 2025
@5 Beim letzten Nebensatz bin ich absolut bei Dir. Allerdings war es ehrlicherweise nicht nur der "rechte Rand", sondern tatsächlich ein Großteil der damaligen Bevölkerung, der die NSDAP getragen hat. Ab 1945 gab es natürlich nur noch "Widerstandskämpfer".
5Sonnenwende06. Oktober 2025
(2) ist als die AfD in Deutschland. Für mich schwer zu beurteilen, wer da das kleinere Übel ist. Ich tendiere aber eher zur NFP. Und zwar aus den Erfahrungen deutscher Geschichte heraus – wir hatten da so ein Experiment mit dem rechten Rand, das auf furchtbare Weise daneben ging und nie wieder geschehen darf.
4Sonnenwende06. Oktober 2025
@3 da stimme ich dir durchaus zu. Problematisch ist, dass Macron und sein Umfeld nicht bereit sind von alten Sichtweisen Abstand zu nehmen – wie die Unionsparteien bei uns ja auch. Irgendwann, das wird auch bei uns so sein, muss man von den Rändern das kleinere Übel wählen. Bei uns wäre das aus meiner Sicht die Linke. In Frankreich ist die linke NFP schwieriger als unsere Linke, was liberal-demokratische Werte anbetrifft, und als Bündnis auch in sich zerstritten, während die RN gemäßigter (2)
3oells06. Oktober 2025
Im Moment ist die Regierung für mich nicht handlungsfähig und damit ist Frankreich politisch für mich nicht stabil. Kann jeder sehen wie er will.
2Sonnenwende06. Oktober 2025
@1 Es gibt aber keine Mehrheit für die RN im Parlament derzeit nach Wahlumfragen, genauso wenig wie für die NFP, die auch immer stärker wird <link> . Die politische Zerreisprobe stärkt halt die Ränder – und die können nicht miteinander. Insofern kann man schon sagen, wenn es zu keinem Volksaufstand kommt, der zur Ablösung der 5. Republik führt, dass es sozusagen eine Stabilität in Instabilität gibt.
1oells06. Oktober 2025
Pfeifen im Wald? Ich zweifle durchaus, denn früher oder später wird es zu Neuwahlen kommen und dann stehen die Chancen für den FN leider recht gut.