Berlin (dts) - Die Bundesregierung sieht die Schuld für die aktuell vergleichsweise hohen Energiepreise bei den Kraftwerksbetreibern. Der Hauptgrund für den Anstieg der Großhandelsstrompreise sei der gestiegene Erdgaspreis und die Rolle der "oft preissetzenden Kraftwerke", wie es in einer Antwort […] mehr

Kommentare

14BobBelcher08. Februar 2022
Und für die, die es interessiert: Der Kurs der Leipziger Strombörse <link> . Man sieht, dass die Kurse seit einigen tagen fallen. ( Gelbe Linie ) Ausserdem gibts eine Erklärung, wie die Anbieter und Kraftwerke Strom kaufen und verkaufen. vom 1.1. - 09.02. ist der MW Preis sogar von 230 auf 120 Euro gefallen.
13BobBelcher08. Februar 2022
@12 Also letzteres kannste bei begründetem Verdacht auch von der Bundesnetzagentur erfahren. Die Leipziger Strombörse bietet genug günstigen Strom aus dem Ausland an. Man müsste also nicht das Gas verfeuern. Ich vermute also ehr, dass man die Kraftwerke laufen lassen will, weil das Gas schon eingekauft ist und man abwartet, bis die Preise wieder fallen, was bei diesen milden Temperaturen auch gut möglich ist, da weniger Heizungen laufen und der Gaspreis wohl wieder etwas günstiger wird.
12AS108. Februar 2022
@10 ...kann tatsächlich aufgrund mangelnden Gasimports nicht mehr gesichert werden. Dieses Szenario wird dann eintreten, wenn sich der Ukrainekonflikt so entwickelt, dass die EU Sanktionen gegen Russland verhängt. Dann wird zugekauft werden - auch unter der Gefahr der von Dir geschilderten Vertragsbrüche. Und - by the way - wie willst Du als Verbraucher nachweisen, dass Du vertragswidrig keinen grünen Strom bekommen hast?
11AS108. Februar 2022
@10 Warum sollten Sie? Die gut begründbaren Preiserhöhungen kann man doch voll weitergeben und vielleicht sogar noch was draufpacken, solange die Elastizität der Nachfrage gegen Null geht. Und bis jetzt ist die Versorgungssicherheit ja noch nicht gefährdet. Die von Dir geschilderte Option wird dann greifen, wenn eines von zwei Szenarien eintritt: Szenario 1: massiver Nachfrageeinbruch durch Sparmassnahmen der der Verbraucher (leider eher unwahrscheinlich). Szenario 2: die Versorgungssicherheit..
10BobBelcher08. Februar 2022
@7 Aber das erklärt immer noch nicht, warum die Stromanbieter kein Strom aus dem EU Raum importieren, sondern lieber das ( im Moment ) teure Gas verfeuern.. Schließlich könnte man ja auch Atomstrom oder Kohlestrom importieren aus Frankreich, Polen usw. Dafür brauchste weder Gas noch Öl. Und von dem Strom ist genug da. Zwar ist der CO2 Preis gestiegen und damit teurer, aber umgekehrt ist die EEG Umlage um 43% gesunken. Also daran kanns nicht liegen. Und um den Strom ging es in der Anfrage ja.
9AS108. Februar 2022
@6 Als man dann versuchte, sich noch einigermassen günstig einzudecken, war der Zug schon abgefahren. Resultat: hohe Nachfrage, nicht wesentlich ausgeweitetes Angebot...führt zu...steigenden Preisen. Das allein hat aber nicht gereicht, um die exorbitanten Preissteigerungen zu erklären. Mangelnder Ausbau regenerativer Energien + weitere AKW gehen vom Netz...bedeutet: hohe Abhängigkeit von Gaskraftwerken. Und jetzt sind wir ja schon bei des Pudels Kern.
8AS108. Februar 2022
@6 Und da sind wir unmittelbar beim grossen Irrtum Nr.2: die Nachfrage nach Erdgas und Erdöl wird nicht steigen, denn die Weltwirtschaft erholt sich nur langsam von der Pandemie. Wie wir wissen, sind beide Prognosen nicht eingetreten. OPEC plus haben die Fördermenge nicht ausgedehnt und die Nachfrage nach Erdöl und Erdgas hat rapide angezogen. Aufgrund des zweifachen Irrtums haben die Damen und Herren Importeure entschieden, erstmal abzuwarten...um dann günstigere Preise zu bekommen.
7AS108. Februar 2022
@6 Es war einmal das Ende des Jahres 2020, da erlagen die Energieimporteure einem grossen zweifachen Irrtum. Irrtum Nr.1: die OPEC plus (denn bekanntlich ist der Grosshandelspreis des Erdgases immer noch an den Ölpreis angekoppelt) werden bei anziehender Nachfrage die Fördermengen ausdehnen, womit der Preis fallen wird. Und falls sie das nicht tun, werden einzelne wie z.B. der Irak und Venezuela ausscheren und mehr fördern - spätestens dann sinkt der Preis.
6BobBelcher08. Februar 2022
@5 und was ist deine Erklärung? Und komm mir jetzt nicht mit eeg-umlage oder Trassenpreise.
5AS108. Februar 2022
@3 Nochmal: diese eher in den Bereich der Comedy zu verweisende Erklärung ist von keinerlei Sachverstand getrübt. @4 Nein, auch die "Spekulanten" an den Strombörsen liefern da leider keine Begründung.
4Brutus7008. Februar 2022
und Spekulanten an den Strombörsen haben natürlich weder heute noch in der Vergangenheit eine Rolle gespielt...
3BobBelcher08. Februar 2022
Leider hat die Bundesregierung nicht ganz unrecht. Strom ist genug da. Das Problem ist nur, dass sie den nicht kaufen können. Alle werben mit grünem Strom und schließen Verträge ab. Jetzt können die Stromanbieter aber nicht so einfach französischen Atomstrom zukaufen, sonst brechen sie Verträge.. Meist ist vertraglich nur geregelt, dass Erdgas die einzige Notlösung ist.
2AS108. Februar 2022
Muhahaha. Auf die Erklärung muss man erst mal kommen. Respekt. Hat nur leider mit den Fakten überhaupt nichts zu tun. Wie peinlich.
1Wasweissdennich08. Februar 2022
Diese Lümmel sollten doch besser Mal vor der eigenen Tür kehren