Weimar (dpa) - Gemeinsam mit KZ-Überlebenden haben mehrere hundert Menschen an die Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora vor 80 Jahren gedacht. Nach einem Gedenkakt im benachbarten Weimar mit einer Rede von Altbundespräsident Christian Wulff wurden am Nachmittag auf dem […] mehr

Kommentare

5Stiltskin06. April 2025
@4 : Du sagst es. Manch einer versteht in der Tat nicht, welche Gefahren unserer Gesellschaft drohen, sollten die "Enkel" der Nazis in diesem Land noch einmal das sagen haben. DIe etablierten Parteien mögen Fehler begehen, in allen Bereichen der Politik. Das muss und darf man kritisieren. Die Vorteile unseres nicht vollkommenen Systens zu Gunsten einer extremisch/rassistisch geprägten Politik aufzugeben darf aber nicht die Folge sein. Extremistische Tendenzen sind ein gesamtdeutsches Problem.
4raffaela06. April 2025
@3 Aber nur die Blöden, die nichts kapiert und verstanden haben, gehen hin und wählen ihren Schlächter selbst. Und dann hinstehen und sagen: "Ätsch, das habt ihr nun davon - hättet ihr da oben mal gemacht, was ich wollte!" Wer mit dieser grausamen Vergangenheit nicht in der Lage ist, die Zukunft besser mitzugestalten (und dazu gehört keine Elite, sondern alle in Deutschland), der hat den Schuss nicht gehört.
3Brutus7006. April 2025
Wenn Wulff wirklich verstanden hätte wie seinerzeit die Nazis an die Macht kommen konnten dann müßte er eigentlich den etablierten Parteien ins Gewissen reden. Denn ihre Politik ist es die zum erstarken der AfD führt, aber vor dieser Tatsache verschließt die (vermeintliche) politische Elite nach wie vor die Augen, nur weil man sich nicht die Blöße geben will sich einzugestehen einzig und allein selbst für die aktuelle Lage verantwortlich zu sein. Mit einem "weiter so" wird es nur noch schlimmer.
2Stiltskin06. April 2025
Vielleicht sind meine Sorgen zu groß. Aber ich habe Angst, dass sich "1933" widerholt. Denn, die da meinen, es werde auf keinen Fall so schlimm werden wie damals, kann ich nur erwidern, dass wir längst schon wieder ein Klima des Hasses, der Ausgrenzung, körperlicher Gewalt haben. Auch vor Mord wird längst nicht mehr zurückgeschreckt. Unsere Gesellschaft steht vor einer Zerreißprobe, vor der Gefahr einer politisch/ gesellschaftlichen Radikalisierung.
1Stiltskin06. April 2025
Als Bundespräsident mag man Wulff zu Recht kritisiert haben. Das diskreditiert ihn jedoch nicht, wenn er bei einer Gedenkveranstaltung die Verbrechen der Nazis beim Namen nennt, und er seine Sorgen über das erneute erstarken des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik zum Ausdruck bringt. Sicher, die heute Generation lebt in relativer Freiheit, und kann Meinung frei äußern. Das darf indes nicht dazu führen, dass man, wie oft gefordert, einen "Schlußstrich" ziehen soll. Das wäre fatal.