Kommentare
angesprochene herumdoktern: also eine geringe Änderung des System Schritt für Schritt. Sei es per Tierwohlabgabe oder (falls diese scheiten sollte) per Subvention, wie vom Bio-Verband angesprochen. Es gab auch gestern bei WISO einen Beitrag zur Käfighaltung, welche das Problem mit umfasst.
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Wie schon gesagt: Ich verstehe deine Ansichten und gehe auch mit dem meisten konform. Allerdings musst du wenn du eine Änderung möchtest eben das System komplett umstülpen. Das geht nicht nur in Deutschland, Europa - das braucht die gesamte Welt. Wenn du die Verteilung in Deutschland gerechter machst, dann kostet es mehr. Also lohnen sich Importe stärker - wenn du dass verhindern willst, dann bedeutet das gleichzeitig höhere Kosten für die Verbraucher. Und dann bleibt eben nur das
-händler, von denen nichts bei den Erzeugern ankommt, die "Geizistgeil" Mentalität und die Ansprüche der Verbraucher, die Sicherung der Lebensgrundlagen aller, die teilweise unmöglichen Auflagen für Erzeuger,...sind alles Punkte, an denen dringend etwas getan werden muss. Der Vorschlag des Bio-Verbandes ist da nicht hilfreich.
für unsinnig. Fleisch unterliegt der verminderten USt, weil es als Grundnahrungsmittel gilt und das sollte auch so bleiben. wie vorher schon mal erwähnt, kann man den entsprechenden Anteil der USt nicht herausrechnen und als Subventionen weitergeben an die Erzeuger. Eine zusätzliche Abgabe wäre ein enormer Aufwand, der evtl mehr kostet als er einbringt. Es braucht also ein Ansetzen an mehren Punkten, um eine dauerhafte und vertretbare Lösung zu finden. Die enormen Gewinnspannen der Zwischen-
und vor allem für die Erzeuger. Subventionen sind da sinnvoll, wo es kurzfristig nicht reicht, sie dürfen aber nicht zur Selbstverständlichkeit werden. Es ist schlicht unmöglich, Bio für alle zu produzieren, es wird immer ein gewisser Luxus bleiben. In den Bereichen, wo es um die einfachsten Bedürfnisse geht (Wohnen, Grundnahrungsmittel z.B.) werden wir immer subventionieren müssen. Ja, ich mag eine Träumerin sein und DIE Lösung habe ich bestimmt nicht. Diesen Vorschlag halte ich aber immer noch
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: Letztlich hängt alles so sehr zusammen, dass ich das eine kaum vom anderen zu trennen vermag. Politik doktert immer nur an kleinsten Dingen herum statt auf das Gesamtbild zu achten. Und die einzelnen Menschen hängen so sehr an ihrem Ego, dass sie Zusammenhänge noch viel weniger beachten. Es braucht eine langfristigere Lösung und dieser Vorschlag ist nur Schönrederei ohne weiter zu denken. Verbraucher müssen ihren Konsum überdenken, Arbeit sollte mehr als das schiere Überleben sichern, auch
gibt es Zwischenweg auch noch, jedoch ist die Belastung ähnlich wie beim Wegfall der Subventionen.
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Auch bei dem ökologischen Beispiel muss ich fragen: Geht es da um den Bauern? Oder um die Nutzungsanforderungen der Menschen? Ich stimme dir da im generellen beim Umweltaspekt zu, nur entfernt es sich immer weiter von dem Vorschlag rund um das Bio-Fleisch. Mit höherem Preis, bei dem mehr bei den Bauern hängen bleibt, belastet man die Verbraucher (und die Geringverdiener im speziellen) stärker. Über Subventionen aus Steuermitteln wäre dies anders herum. Die "Nutzersteuer" via Tierwohlabgabe
...die Preise diktieren und die kleinen Landwirte von ihrer Arbeit nicht mehr leben können. Wir subventionieren derzeit eine enorme Verschwendung damit Aktionäre ihre Taschen füllen und die Schere zwischen arm und reich immer mehr auseinander geht. Noch nie waren wir so weit von einer sozialen Marktwirtschaft entfernt wie heute. Konsum und Gewinn um jeden Preis richten Umwelt und Menschen zu Grunde. Es muss nicht gleich das andere Extrem werden, aber Umdenken und Umverteilung sind nötig
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: Zwischen der derzeitigen Situation und dem bedingungslosem Grundeinkommen gibt es noch viele andere Möglichkeiten. Es ist doch ein Unding, dass es inzwischen ökologisch sinnvoller ist, z.B. Äpfel aus Neuseeland zu importieren statt die einheimischen klimaschädlich in teuren klimatisierten Hallen zu lagern, damit wir verwöhnten Verbraucher das ganz Jahr "frische" Früchte im Supermarkt bekommen. Europäische Überproduktion von landwirtschaftlichen Erzeugnissen landet auf dem Müll weil Konzerne
bedingungslosen Grundeinkommens gehen müsst, womit man Essen und Wohnen bezahlen könnte.
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"Landwirte sollen und wollen von ihrer Arbeit leben können" beißt sich doch ebenso mit "Also können sich noch weniger Verbraucher "gutes" Fleisch leisten", wobei es sich ja dann nicht nur auf Fleisch beziehen würde, sondern auf jedes Lebensmittel. Eine gewisse Umverteilung über Steuern und Subventionen wird es immer geben müssen, sonst bleiben am Ende nur preiswertere Importe übrig - oder man ändert die finanzielle Lage aller Menschen im Großen und Ganzen, wobei man da wohl in Richtung eines
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: Wenn, dann soll ja die USt auf alles Fleisch erhöht werden. Das führt zu weniger Konsum. Was also mit etwas Glück die Steuereinnahmen gleich bleiben lässt. USt ist eine nicht zweckbestimmte Einnahme, die als ganzes eingenommen, aufgeteilt und ausgegeben wird. Es gibt nicht den Extraposten für Fleisch, der rausgerechnet und verteilt werden kann. - Davon abgesehen, bin auch ich gegen solche Subventionierung. Landwirte sollen und wollen von ihrer Arbeit leben können, nicht von Subventionen.
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Deiner Argumentationskette kann ich nicht folgen. Wäre es nicht eher so, dass nach diesem Vorschlag die heutigen Konsumentïnnen von Nicht-Bio- und Billigfleisch über die höhere MwSt. das Biofleisch für alle subventionieren? @
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Nein, natürlich sehen Erzeugerïnnen heute nichts von der Umsatzsteuer. Aber den Erzeugerïnnen finanzielle Hilfen auszahlen, die mit einer Erhöhung der Umsatzsteuer gegenfinanziert werden, das wäre doch möglich? Wie gesagt, ich bin kein Freund davon.
"höhere laufende Kosten in der Biohaltung" aus Steuermitteln zu subventionieren, wie es der Bioland-Präsident vorschlägt, davon halte ich nichts. Die Umstellung auf Biotierhaltung, bessere Haltungsstufen, den Umbau von Ställen subventionieren – von mir aus gerne. Grundsätzlich müssen wir aber akzeptieren, dass wir alle, die ganze Gesellschaft, weniger tierische Produkte konsumieren müssen. Klasse statt Masse, dann klappts auch mit der Umwelt (Klima / CO2-Emissionen, Nitratbelastung der Böden...)
Umsatzsteuer ist für alle Zwischenhändler ein durchlaufender Posten. Erzeuger sehen davon gar nichts, Verbraucher zahlen sie komplett. Am Tierwohl ändert sich nichts. Milchbauern bekommen ihre Preise von den Molkereien diktiert und wenn sie blöd genug sind, ihre Kälber von den Mutterkühen aufziehen zu lassen, werden sie für die geringere Milchmenge für die Molkerei noch bestraft. Beim Fleisch ist es ähnlich. Nur Masse macht Kasse. Aber Masse in BioQualität ist ein Widerspruch in sich.
"Höhere Haltungsstufen dürfen kein Luxus werden", Bio-halter sollen aus den höheren Steuereinnahmen entschädigt werden. Also können sich noch weniger Verbraucher "gutes" Fleisch leisten, der Verkauf geht zurück, damit bleiben evtl. die Steuereinnahmen gleich, der Absatz für Biofleisch wird schwieriger, die kleinen Biobauern bekommen noch weniger und die, die sich die Umstellung nicht leisten können, kriegen nix mehr. Steuern sind kein Allheilmittel!
genau, belastet die BürgerInnen nur noch mehr anstatt sinnlose Ausgaben zu hinterfragen...
Das mache ich ebenso. Auch der Bauernhof nebenan freut sich für einen direkten Einkauf.
Wenn die Mehrwertsteuer erhöht wird dann wird es durch weniger Konsum kompensiert. Habe ich kein Problem damit, eher der Metzger meines Vertrauens. Im Supermark kaufe ich schon Jahre keine Wurst und kein Fleisch mehr.