Berlin (dts) - Der Chef des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen, Franz Knieps, hat vor dem nächsten Treffen der Ministerpräsidenten am Dienstag eine rasche Öffnung der Schulen gefordert. "Die Schulen müssen wieder geöffnet werden, je schneller desto besser", sagte Knieps dem "Redaktionsnetzwerk ...

Kommentare

(16) thrasea · 18. Januar um 14:49
@15 Der Kinderarzt Johannes Hübner hat es ganz gut ausgedrückt: "Schulen haben eine wichtige Kontrollfunktion. Wenn ein Kind mit einem blauen Auge in die Schule kommt, dann fragt der Lehrer nach – und im Idealfall schreitet er ein. Wenn die Kinder die ganze Zeit zu Hause sind, bemerkt das niemand. Gleichzeitig führt es leichter zu Konflikten, wenn Familien den ganzen Tag in einer viel zu kleinen Wohnung eingesperrt sind und aufeinanderhocken." <link> (sorry 4 paywall)
(15) Wawa666 · 18. Januar um 14:16
@13 Bei solchen Familienverhältnissen hilft Präsenzunterricht nicht. Da müssen andere Maßnahmen her. Außerdem ist "bildungsfern" ein Klischee - als wenn es nicht auch die Akademiker- oder gut situierten Mittelschichtsfamilien gäbe, in denen gesoffen und geprügelt wird. Ich habe in meinem Leben einige Mädchen gekannt, mit solchen scheinglücklichen Familien und Saubermann-Eltern, die auch sehr einfach das Jugendamt täuschen konnten oder denen wegen ihres hohen Status keiner Gewalt zugetraut hat.
(14) Marc · 18. Januar um 10:15
@12 Ja,bei den ganz Kleinen braucht es einen höheren Betreuungsaufwand der Eltern,das stimmt. @13 ich bekomme FAST JEDEN TAG Berichte aus erster Hand wie es in "bildungsfernen" Familien zugeht. Und ich kann Dir berichten: da hilft bei diesen angedeuteten schlimmen Fällen auch keine Schulpräsenz mehr etwas. Und ja: ich habe von Zwangsehen im Ausland, sobald die Tochter 14 ist, Vater im Knast, Mutter Alkoholikerin,...u.v.m. schon berichtet bekommen. Schule, Jugendamt und Co: machtlos!
(13) thrasea · 18. Januar um 09:47
Ich bin bestürzt über die bisherigen Kommentare (mit Ausnahme von @12). Ich sehe es ja auch so, dass Schulen derzeit nicht geöffnet werden können und dürfen. Aber deswegen darf man doch die durchaus vorhandenen "Komplikationen" und Schwierigkeiten dieser Maßnahme nicht leugnen. Die Kommentatoren bestätigen leider den zitierten Satz: "Ich habe den Eindruck, die politischen Entscheidungsträger können sich die Situation für Kinder in bildungsfernen Haushalten gar nicht vorstellen"
(12) anddie · 18. Januar um 09:42
@3: Das mag bei älteren Kindern funktionieren, aber nicht unbedingt in der 1.-4. Klasse. @topic: Ich frage mich aktuell aber eher, was die Betriebskrankenkassen für ein Interesse an geöffneten Schulen haben. Die brauchen doch eher geöffnete Betriebe, damit sie ihre Beiträge bekommen.
(11) Marc · 18. Januar um 01:37
@8 ...und gegen das Rausgehen, Fotografieren, Radfahren, Joggen,...und wenn vor Ort nicht zuviel los ist auch das "Freilichtsehenswürdig- keitenbesichtigen", Rodeln, ... spricht ja auch aktuell nichts.
(10) wimola · 18. Januar um 01:23
2) - Ich wäre auch für einen strengen, konsequenten Lockdown, mit der Hoffnung, dass man es dann halbwegs überstanden hätte. Vielleicht wüsste dann auch jeder, was er tun darf und was nicht und müsste nicht weiter nach Ausreden suchen.
(9) wimola · 18. Januar um 01:22
@8) Stimmt. Das ist wirklich eine erstaunliche Erkenntnis, dass so viele so gar nichts mit sich allein (oder mit ihrer Familie) zuhause anfangen können. Als ob sich das ganze "echte" Leben nur durch Ablenkung außerhalb der eigenen vier Wände abspielen könnte/würde. Nicht, dass das nicht auch zum Leben gehört - aber es geht doch auch anders, ohne dass man deswegen so tatsächlich leiden müsste. ..2)
(8) Wawa666 · 18. Januar um 01:14
Mich entsetzt ja, dass Vielen die einfache Tatsache, dass es, je länger man halbherzig vorgeht, letztlich umso länger dauert und damit nur noch mehr Schaden anrichtet (zB was Laden- und Theater- oder Kinoschließungen betrifft), einfach nicht einzuleuchten scheint. So schwer kann es doch eigentlich nicht sein, wenigstens mal 1 Monat die Füße still zu halten. In der Zeit wäre ich ja noch nicht einmal mit meinem Bücherstapel durch, und es gibt noch so viel Anderes, was man statt Rausgehen tun kann.
(7) wimola · 18. Januar um 01:05
@ 6) Da stimme ich Dir vollkommen zu. Alles andere bringt doch nur noch mehr Verwirrung und birgt gleichsam auch soviel Unsicherheiten in sich. Wenn ein Kind krank ist, geht es doch auch nicht in die Schule und muss trotzdem "später im Leben" bestehen. Als ob davon die gesamte Zukunft eines Kindes abhängen würde. - Wir könnten doch einfach mal unsere Ansprüche etwas reduzieren ... - es gibt doch nichts, was man nicht auch später noch lernen könnte. Und hier geht es um ein paar Wochen/Monate.
(6) Wawa666 · 18. Januar um 00:57
Ich kann die ständigen Forderungen, dieses oder jenes solle "endlich" wieder öffnen, ehrlich gesagt nicht mehr hören. Was Schulen betrifft: In manchen Bundesländern sind die Weihnachtsferien nun grad mal 1 Woche um. Und in 2 Wochen sind eh wieder Winterferien. Wieso kann man die Schule jetzt nicht einfach erstmal bis danach geschlossen lassen? Mitte Februar wird zwar auch noch früh sein, aber darüber kann man dann debattieren. Aktuell ist es auf jeden Fall viel zu früh.
(5) wimola · 18. Januar um 00:24
"...Dass es dort Kinder ohne Computer gibt, ohne Unterstützung beim Lernen, ohne warmes Mittagessen, aber vielleicht sogar mit häuslicher Gewalt." - Mal ganz ehrlich, die paar Stunden Schule beseitigen die vorgenannten Probleme? Sollte man sich dann nicht ganz andere Gedanken machen?
(4) inuvation · 18. Januar um 00:19
Ich bin in den 70er Jahren in der Schule und da gab es schon Lehrermangel für die "Babyboomer"-Jahrgänge. x Stunden Unterrichtsausfall und unser Wikipedia war das Lexikon im Schrank wenn überhaupt vorhanden. Kinder heute können schon in der Kita mit Smartphon, Laptop und Co umgehen. Wer einfach nicht aus dem A...h kommt sind die denen nichts einfällt außer Sätze aus Kaisers Zeiten zu wiederholen.
(3) Marc · 18. Januar um 00:11
...Selbstorganisation, Umgang mit digitalen Medien (seit Jahren gefordert und mit Insta, TikTok und WhatsApp klappt es ja auch) und Programmen, Kommunikation in digitaler Form,... Das wird auch nach der Pandemie eine immer größere Rolle spielen und somit könnte man auch die derzeitige Situation (die sicherlich keine dauerhafte sein sollte) als Chance sehen. Aber nein, es wird ja nur gemeckert und "den Anderen" die Schuld gegeben, statt auf das eigene Unvermögen zu schauen.
(2) HerrLehmann · 18. Januar um 00:08
"Zwar wisse man inzwischen, dass Kinder beim Infektionsgeschehen eine größere Rolle spielten als bisher vermutet. Aber das Risiko müssen wir eingehen" NEIN. Abgesehen davon geht mir diese Heuchelei gehörig auf den Keks. Vor Corona war allen Wirtschaftshörigen die Bildung unterprivilegierter Kinder völlig schnuppe.
(1) Marc · 18. Januar um 00:07
"Der Staat kann doch nicht hinnehmen, dass es vom Geldbeutel oder dem Improvisationstalent der Eltern abhängt, ob die Kinder Zugang zu Bildung bekommen" ...wenn die Eltern die Kinder nicht richtig erzogen haben und sich um die Bildung der Kinder einen feuchten Kehricht scheren, dann nützt auch eine offene Schule wenig...natürlich haben es diese Kinder dann noch ein wenig schwerer als die, wo das größtenteils klappt, aber so können Kinder direkt mal für die Arbeitswelt lernen...
 
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