Berlin - Metformin, das wichtigste Medikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes, steht offenbar vor dem Aus. Hintergrund ist eine neue EU-Abwasserrichtlinie, die verlangt, dass Pharmahersteller die Kosten für eine zusätzliche Reinigungsstufe in Klärwerken mittragen, um Mikroschadstoffe aus dem […] mehr

Kommentare

11katzee27. Mai 2025
Was mich an dieser Sache stört, ist die Tatsache, dass nun die Pharmakonzerne ihre teureren Alternativen los werden. Müssen deren Rückstände nicht aus dem Abwasser gefiltert werden?
10tchipmunk26. Mai 2025
@9 Welche Theorien?
9Pontius26. Mai 2025
Da klopft man mal an der Türe der sozialisierten Verluste und gleich springen die wildesten Theorien hervor.
8thrasea26. Mai 2025
das Vierfache der EU-Schätzungen." So steht es im Artikel des Spiegels. @6 "Für eine Dreimonatspackung berechnen die Hersteller im Schnitt gerade einmal 5,12 Euro. [...] Für Medikamente wie Metformin könnten die Zusatzkosten laut Schätzungen des Pharmadaten-Dienstleisters IQVIA bis zu 445 Prozent der aktuellen Ausgaben betragen. Da die Preise für Medikamente in Deutschland gesetzlich gedeckelt sind, bleibt den Herstellern keine Möglichkeit, die Mehrkosten weiterzugeben."
7thrasea26. Mai 2025
@1 Wie kommst du auf "Idee der Grünen"? @3 Ein anderer Weg - Kosten auf die Gebühren für Abwasser aufschlagen? Oder aus Steuermitteln bezahlen? Ist das dann gerechter? @5 Doch, gibt es. "Die EU-Kommission geht in ihrer Folgenabschätzung von vergleichsweise niedrigen Belastungen für die Pharmaindustrie aus. Nationale Berechnungen zeichnen jedoch ein anderes Bild. In Deutschland schätzt das Umweltbundesamt die jährlichen Kosten für die vierte Reinigungsstufe auf rund eine Milliarde Euro – mehr als
6truck67626. Mai 2025
Für mich hört sich das mal wieder nach unerwünschten Gewinneinbußen gute verdienender Aktionäre an. Wenn ein Medikament plötzlich nicht mehr soviel Gewinn abwirft, wie man es gewohnt ist, dann wird es eben 'ausgemustert'. Dazu braucht es noch nichtmal in die 'Verlustzone' abrutschen. Vielleicht ändert sich das, wenn alle Aktionäre Diabetiker werden? 😇
5tchipmunk26. Mai 2025
Gibt es denn gar keine Folgenabschätzung bei der Einführung neuer EU-Richtlinien, ob dadurch manche Menschen überfordert oder gar geschädigt werden? Vielleicht sollte man das nochmal verschieben und überarbeiten. @2 Fast alle Abbauprodukte von Medikamenten werden über den Urin ausgeschieden. Man sollte trotzdem nicht kranke Menschen, die Medizin brauchen gegen die Umwelt ausspielen, da muss es bessere Lösungen geben, um das in Einklang zu bringen. Und unser Trinkwasser ist trotz allem sehr gut.
4Alladin26. Mai 2025
Ich sehe jetzt auch keinen Nachteil darin, dass Mikroschadstoffe wie Plastik, Medikamente und andere Chemikalien aus dem Trinkwasser gefiltert werden oder eine bessere Überwachung auf Krankheitserreger. Das die Industrie dagegen ist und mehr Subventionen will ist auch klar. Wieso sind eigentlich die Grünen mit 12 Sitzen im EU Parlament von 720 Sitzen aller Staaten dafür verantwortlich?
3Polarlichter26. Mai 2025
@2 Dann muss man andere Wege finden, um einerseits das Wasser reinzuhalten, andererseits aber den wirklich sehr vielen Diabetikern den Zugang zu diesem wichtigen Medikament zu bewahren. Bin kein Diabetiker, aber kenne das Medikament recht gut. Das ist in der Behandlung sehr weit verbreitet und viele Patienten sind damit sehr gut eingestellt. Das wird eine Boomerang werden, sofern man es einfach vom Markt nimmt.
2slowhand26. Mai 2025
@1 >> Das klingt nach typischem EU-Irrsinn. << Warum EU-Irrsinn? Ich persönlich bin froh wenn in meinem Trinkwasser weniger Schadstoffe drin sind. Wenn Du gern Substanzen zu Dir nimmst die Andere absondern ist das ja Dein gutes Recht, ich brauche das aber nicht. Außerdem wird das in Zukunft ein Grund sein weniger schädliche Substanzen zu verwenden.
1Polarlichter26. Mai 2025
Das klingt nach typischem EU-Irrsinn. Nebst der Tatsache, dass viele gut eingestellte Diabetiker nun darunter leiden dürfen. Wieder eine im Grunde gute Idee der Grünen vor allem, die in der Ausgestaltung dann in Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen richtig grottig umgesetzt wurde, mit fatalen Folgen.