Berlin (dts) - Offenbar hat die Ukraine nur einen Bruchteil der versprochenen Strela-Luftabwehrraketen erhalten. Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf ukrainische Regierungskreise. Der Ukraine wurden demnach nur 500 Stück geliefert. Die Bundesregierung hatte Anfang März jedoch 2.700 […] mehr

Kommentare

14Polarlichter20. März 2022
Mal sehen ob der Bruchteil über nutzbar ist... Beschämend und hochpeinlich.
13k29329518. März 2022
@11 ,12 : Ok, ich bin in der "Branche" Bundeswehr & Waffen nicht drin, das ist einfach nicht meine Baustelle - ja aus ideologischen Gründen. Aber einmal festgestellt untaugliches Material muss doch nach erstem Erkennen als solches ein entsprechendes Label kriegen und auch so gezählt werden. Ein kaputter Gabelstapler wird doch beim Edeka-Markt auch als untauglich gelabelt, bis er repariert worden ist oder den Laden verlassen hat. Der Edeka-Markt wartet damit nicht, bis ihn jemand auskaufen will.
12AS118. März 2022
@10 überschaubaren Anzahl von Angestellten bewirtschaftet wird. Bei den in der Truppe verwendeten Systemen ist die Bewirtschaftung immer auf dem aktuellen Stand. Altbestände verwaltet man nebenbei, zudem muss bei Systemen wie der Strela zur Überprüfung immer ein ausgebildeter Feuerwerker ran, die gibt es auch nicht im Überfluss. Aber wie gesagt: natürlich darfst Du das seltsam finden.
11AS118. März 2022
@10 Natürlich darfst Du das seltsam finden. Hättest Du die gleiche Frage vor 20 Jahren gestellt, dann hätte ich Dir erzählt, dass auch die Höhe bzw. Anzahl der Bestände nicht in jedem Fall bekannt sind. Das ist seit der Umstellung auf SAP-Lagerhaltung deutlich anders. Ich bin zu lange im Betrieb gewesen, um das seltsam zu finden. Ein Gerätehauptdepot oder auch Munitionshauptdepot ist im Regelfall eine Anlage von mehreren Hektar bis mehreren Quadratkilometern Größe, das von einer sehr...
10k29329518. März 2022
@9 : Ja, klar darum doch mein Hinweis auf das Inventurwesen. Jeder Edeka-Markt weiß, was von seiner Ware noch verkaufsfähig ist und was nicht - aber die Bundeswehr hat keine Ahnung, was von ihrem Zeug noch brauchbar ist? Das darf ich doch seltsam finden. Hey, wir reden da über kein Massenprodukt wie Kartoffelsalat sondern über tödliche Waffen! Natürlich soll die BW nicht öffentlich Rechenschaft über all ihre Bestände ablegen, aber gegenüber dem BMVg muss da doch Klarheit zu jeder Zeit herrschen.
9AS118. März 2022
@8 Beachte bitte meinen Zwischensatz aus @7: Sind ja mehr nicht mehr einsatzbereit, als wir dachten...
8k29329518. März 2022
@7 : <<Beim Rausholen: oh, 2200 sind gar nicht mehr einsatzbereit.>> und <<Bekannt ist, dass etwa 700 der aus alten NVA-Beständen stammenden Strela-Raketen Schäden aufgrund ihres hohen Alters aufweisen.>> passen aber nicht zusammen. - also so rein rechnerisch. Mindestens muss da das bundeswehrliche Inventurwesen nicht ok sein.
7AS118. März 2022
@6 Für diese Frage dürfte es eine sehr einfache Antwort geben. Frage Bundeskanzler: was können wir liefern? Anwort BmVg: Muss ich prüfen. Anruf im Depot: wieviele Strelas sind da? 2700. Zusage an Ukraine: 2700. Beim Rausholen: oh, 2200 sind gar nicht mehr einsatzbereit. Sind ja mehr nicht mehr einsatzbereit, als wir dachten. Na gut, dann liefern wir halt die 500.
6k29329518. März 2022
@5 : <<Bekannt ist, dass etwa 700 der aus alten NVA-Beständen stammenden Strela-Raketen Schäden aufgrund ihres hohen Alters aufweisen.>> Da stellt sich doch die Frage, ob das schon bei Lieferzusicherung bekannt war, oder von den zugesicherten 2.700 Strelas die 700 subtrahiert werden müssen. Eine Rechnung, die irgendwie auf nur 500 gelieferten käme, fällt mir nicht ein.
5AS118. März 2022
@4 Nein. Das beschreibt den Umgang der Armee mit Altwaffen. Deren Beseitigung kostet Geld, das man nicht hat. Daher lagert man sie lieber ein, was natürlich auch Geld kostet und irgendwann dann auch die Kosten für die sofortige Beseitigung übersteigt. Aber die Lagermöglichkeiten und das Personal sind ja ohnehin da. Und dann modern die Altbestände in diversen Depots eben vor sich hin.
4Marc18. März 2022
Das beschreibt den Zustand der Bundeswehr wohl ganz gut.
3Black-Shark18. März 2022
Die Teile wurden Ende der 90 Jahre ausgemustert, das wir überhaupt noch so viele herumliegen, haben wundert mich
2pullauge18. März 2022
dann läßt man die Zusage
1AS118. März 2022
Na, die anderen werden wohl nicht mehr einsatzbereit gewesen sein. Schade. Ein sehr gutes und vor allem sehr einfach zu bedienendes System.