Berlin - Die Mehrheit der Bundesbürger lehnt ein Verbot der AfD ab. Das hat eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe) ergeben. 52 Prozent der Befragten sprechen sich dagegen aus und nur 27 Prozent dafür. In Ostdeutschland ...

Kommentare

(21) Sonnenwende · 19. Juli 2025
(2) Laut den Mitte Studien zu, darum ist interessant, was der Bericht dieses Jahr ergibt. Denn die Zunahme ist nicht linear, bisher allerdings auch (noch) nicht exponentiell. Die Frage ist wann es "kippt" und ich stimme @15 zu: uns beginnt da die Zeit davon zu laufen.
(20) Sonnenwende · 19. Juli 2025
@18 Falls es dich interessiert: die Mitte Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung werden alle zwei Jahre erstellt und du findest sie hier: <link> Die Studie für 2024/25 dürfen wir wahrscheinlich wieder im September erwarten. Ich referiere jetzt aus der Erinnerung: laut der letzten Studie waren es 15% im Osten und 10% im Westen, die sich bereits radikalisiert haben, über die Jahre nimmt das (2)
(19) Pontius · 19. Juli 2025
@18 "69 Prozent sind mit dem demokratischen System des Landes unzufrieden, nur eine Minderheit hält die Soziale Marktwirtschaft für ein überzeugendes System." aus #13 hast du aber gelesen? Der harte Kern sind also nicht die 30-35% der Wählenden, sondern etwa 15% im Osten, was im Trend der Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zu erkennen war, welche bald eine neue Ausgabe für 2025 bekommt.
(18) tchipmunk · 19. Juli 2025
@17 Ok, ich hätte es anders formulieren sollen: nicht alle Anhänger, sondern ein (großer) Teil der Anhänger will vielleicht einfach nur mehr gehört werden und mehr direkte Beteiligung. Anhänger, die nicht (oder es zu spät) erkennen, dass sie nur benutzt werden, um an die Macht zu kommen. Denn das würde ja sonst bedeuten, dass z.B. etwa 30% der Wähler im Osten einen Umsturz wollen (die bei den letzten LT-Wahlen AfD gewählt haben). Der harte Kern will das vielleicht, aber nicht 30%...
(17) thrasea · 19. Juli 2025
@16 Ja, das hätte man denken können. Bevor ich den ganzen Artikel gelesen habe, hätte ich dir durchaus zugestimmt. Jetzt wissen wir aber dank dieser umfangreichen Umfrage, dass es anders ist. Die Zeit für relativierende Vermutungen ist abgelaufen. Es gilt unser Land und unsere Demokratie vor den Verfassungsfeinden in der Partei und unter den Wählerinnen und Wählern zu schützen. Zum zweiten Teil deines Kommentares: Ja, Menschen wie du trauen es der Linken zu. Fachleute sehen das aber anders.
(16) tchipmunk · 19. Juli 2025
@13 Vielleicht wollen die Anhänger nur einfach mehr gehört werden und mehr direkte Beteiligung? Es ist die Parteispitze und deren Kadernetzwerk, die die Unzufriedenheit mit dem demokratischen System missbrauchen könnte, um einen Umsturz anzuzetteln und sich zu ermächtigen. (Es gibt übrigens auch noch andere, denen zugetraut wird, dass sie Umsturzphantasien hegen, z.B. aus dem Dunstkreis der Heidi Reichinnek oder auch beim BSW.)
(15) thrasea · 19. Juli 2025
@14 Ja, so sehe ich das auch. Es ist keine Zeit mehr zu verlieren. @10 Danke! Wie bereits geschrieben, ich halte den freien Zugriff auf diesen Artikel wirklich für elementar, um diese Diskussion zu führen.
(14) Sonnenwende · 19. Juli 2025
@13 In Anbetracht dessen, was ich in @6,7 geschrieben habe, ist das sogar mehr als sehr alarmierend. Denn das würde ja bedeuten, dass je länger man wartet, desto mehr radikalisieren sich Wähler der AfD, desto weniger sind dazu bewegen, Abstand davon zu nehmen. @10 Danke.
(13) thrasea · 19. Juli 2025
"Herausforderungen, vor denen Deutschland steht, bewältigt werden. 69 Prozent sind mit dem demokratischen System des Landes unzufrieden, nur eine Minderheit hält die Soziale Marktwirtschaft für ein überzeugendes System." Das ist, was mich sehr beunruhigt. Für mich ist klar, dass die Partei verfassungsfeindlich ist. Jetzt wissen wir, dass die Mehrheit der Anhänger sie nicht aus Protest wählt, sondern weil sie wirklich einen Umsturz wollen. Keine EU, keine soziale Marktwirtschaft, keine Demokratie
(12) thrasea · 19. Juli 2025
Bevölkerung die Partei als rechtsextrem einstufen, haben nur fünf Prozent von den Sympathisanten, die sie kennen, diesen Eindruck." Zu den AfD-Anhängern: "Immer mehr sind jedoch auch von den Positionen der AfD überzeugt und fühlen sich mit ihren Interessen und Sorgen dort am besten aufgehoben. [...] AfD-Anhänger unterscheiden sich gravierend von den Anhängern aller anderen Parteien. [...] Die Mehrheit der AfD-Anhänger hat anders als die Mehrheit der Bevölkerung keinerlei Vertrauen, dass die
(11) thrasea · 19. Juli 2025
Und weiter: "Ein Grund für die überwiegend kritische Haltung zu einem Verbot liegt in der Vertrautheit der Mehrheit mit Sympathisanten der Partei. 67 Prozent der Westdeutschen und 88 Prozent der Ostdeutschen haben in ihrem Bekanntenkreis Anhänger der AfD – ein Ergebnis, das auch zeigt, dass trotz jahrelanger Stigmatisierung von AfD-Sympathien diese im privaten Kreis freimütig bekannt werden. Die Anhänger der AfD werden völlig anders eingeschätzt als die Partei selbst: Während 54 Prozent der
(10) Pontius · 19. Juli 2025
@8 just4Info: Der gesamte Artikel wurde vor der Paywall gesichert: <link>
(9) thrasea · 19. Juli 2025
alarmierend. Daher ein paar Ergebnisse im Zitat: "Zwar ist die Mehrheit über den wachsenden Zuspruch für die AfD beunruhigt: 57 Prozent der Bevölkerung halten diese Entwicklung für besorgniserregend, nur 22 Prozent für eine positive Entwicklung. Die Mehrheit ist auch überzeugt, dass die AfD eine rechtsextreme Partei ist. Trotzdem votieren nur 27 Prozent für ein Verbot, 52 Prozent sprechen sich dagegen aus [...] 54 Prozent sind überzeugt, dass rasch eine neue Partei gegründet würde [...]"
(8) thrasea · 19. Juli 2025
Grundsätzlich: Wie oft hört / liest man das Argument, die AfD sei eine ganz normale demokratische Partei – denn wenn sie verfassungsfeindlich wäre, wäre/würde sie ja verboten. Aus diesem Grund führt m. E. nichts an einem Prüfverfahren vorbei. Jetzt zur Umfrage: Ich kann nicht verstehen, warum die FAZ diesen wichtigen und umfangreichen Artikel hinter der Paywall versteckt. Es wurde nämlich viel mehr gefragt als nur nach einem Verbot der AfD. Die anderen Ergebnisse sind teils beruhigen, teils
(7) Sonnenwende · 19. Juli 2025
(2) empfunden werden, zum Nachdenken bringen wird. Und damit wäre schon sehr viel gewonnen.
(6) Sonnenwende · 19. Juli 2025
Ich glaube, dass ein Prüfverfahren vor dem Verfassungsgericht (es ist kein Verbotsverfahren, weil das Ziel nicht das Verbot ist, sondern die Prüfung eines Verbots) eher den Effekt hat, dass die AfD Wähler verlieren wird. Bleiben wird der radikale Kern – das sind derzeit nach Studien rund 10%. Der Rest wird abwandern, entweder zu anderen Parteien oder zu den Nichtwählern. Einfach weil das all die Bekannten, die in der Umfrage von den Befragten als nicht radikal, also als nicht staatsfeindlich,(2)
(5) Pontius · 19. Juli 2025
@4 Ja das "bekannte" Dilemma - mal sehen wie es dann bei der Machtübernahme wird. Die Überprüfung der Verfassungsfeindlichkeit ist eines der Grundlagen unserer Demokratie. Was soll daran ein Dilemma darstellen? Warum beantragt es die AfD denn nicht selbst, wenn sie so bombensicher auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung stehen? Doch nicht etwa noch ein Dilemma...
(4) Chris1986 · 19. Juli 2025
Ist doch auch richtig so. Mit einem Verbotsverfahren kann man nur verlieren. Gibt es kein Verbot, jubelt die AfD, gibt es ein Verbot, geht der Mythos von der verbotenen Opposition los und die vielen Millionen Wähler der AfD werden sich noch weiter von der Gesellschaft entfernen.
(3) Sonnenwende · 19. Juli 2025
Ich bin bei Allensbach sehr skeptisch. Sie verhauen sich seit Jahrzehnten regelmäßig mit ihren Wahlergebnis-Prognosen zu den Unionsparteien in Richtung viel zu hoch. Und so ist es auch mit Themen, die der CDU nahe sind, die sich ja auch gegen ein Prüfverfahren zum Parteiverbot ausspricht.
(2) Pontius · 19. Juli 2025
@1 Nach <link> lautete die Frage: "Sollte die AfD verboten werden, oder sollte sie nicht verboten werden?"
(1) BobBelcher · 19. Juli 2025
Is oft auch eine Sache der Fragestellung und dem Altersdurschnitt. Deswegen sollte man da nicht zu viel hinein-interpretieren. Zumal Umfragen auch immer ne Fehlerquote von 2-3 % haben.
 
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