Berlin (dts) - Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) regt nun eine Entlastung bei den Lebensmittelpreisen an. "Längst nicht jeder hat ein Auto oder ist darauf angewiesen, aber jeder muss sich ernähren, darauf sind alle angewiesen", sagt Özdemir dem "Spiegel". "Deshalb muss man schon […] mehr

Kommentare

9oells18. März 2022
Der Staat sollte sich aus der Preisgestaltung raushalten. Seine Aufgabe ist (oder wäre es), die Rahmenbedingungen für die Lebensmittelproduktion zu setzen (z.B. Düngemitteleinsatz, Haltungsbedingungen für Tiere etc.). Dann ergibt sich automatisch ein Verkaufspreis, der erforderlich ist, um diese Rahmenbedingungen einzuhalten. Wenn die Verbraucher bereits sind, diesen zu zahlen: gut. Wenn nicht: werden diese Lebensmittel eben nicht mehr produziert.
8Marc18. März 2022
@7 Aber welche Lebensmittelpreise sind für den Verbraucher denn jetzt bereits exorbitant (>10%) gestiegen? Man merkt eben m.E. nur gleich, dass sobald dann tatsächlich irgendwo die Preise erhöht werden, damit es z.B. dem Produzenten besser geht, gleich der nächste schreit, weil es ihm zu teuer ist.
7thrasea18. März 2022
@6 Spekulativ überhöhte Weltmarktpreise sind eben auch nicht fair. Ich sehe immer noch keinen Widerspruch in dem Ansinnen, für beide Seiten (Produzenten und Verbraucher) faire Preise zu verlangen.
6Marc18. März 2022
@4 Er will faire Preise. Soweit ist dem nichts entgegenzusetzen. Nur jetzt wo die Preise dann tatsächlich mal für die Verbraucher steigen, merkt er offensichtlich selbst, dass man direkt "entlasten" muss, da höhere Preise eben wohl doch nicht so gut sind. Bei mir fehlt da einfach die Verknüpfung von Theorie (Preise müssen steigen, damit es fairer ist) und Praxis (Preise steigen, also müssen wir entlasten).
5thrasea18. März 2022
@4 Eben! Ergänzend: "Für alle in der Lebensmittelkette braucht es faire Bedingungen. Wir wollen [...] weiter gegen unlautere Handelspraktiken vorgehen und prüfen, ob der Verkauf von Lebensmitteln unter Produktionskosten unterbunden werden kann. [...] Jeder soll sich weiterhin Fleisch leisten können, es soll kein Luxusgut werden." <link> Und wo siehst du jetzt einen Widerspruch zur Meldung heute?
4Marc18. März 2022
@3 Nope: "Noch Ende letzten Jahres hatte Özdemir angekündigt, in Deutschland höhere Preise für Lebensmittel und Agrarprodukte durchsetzen. "Es darf keine Ramschpreise für Lebensmittel mehr geben, sie treiben Bauernhöfe in den Ruin, verhindern mehr Tierwohl, befördern das Artensterben und belasten das Klima", hatte er damals gesagt."
3thrasea18. März 2022
@1 @2 Einen Widerspruch kann man wohl nur sehen, wenn man ausschließlich die Überschriften liest.
2mellyelina18. März 2022
@1 er ist wie eine Fahne im Wind
1Marc18. März 2022
Hatte er nicht noch vor wenigen Wochen gefordert, dass die Lebensmittelpreise steigen müssten? Ich bin verwirrt.