Imperia Online

Imperia Online ist ein kostenloses Strategiespiel mit RPG-Elementen, das komplett im Browser läuft. Es wurde entwickelt von der Imperia Ltd. und 2005 veröffentlicht. Neben der PC-Version gibt es mittlerweile Apps für iOS und Android. Das Spielgeschehen läuft hauptsächlich über Menüs ab, zudem gibt es für die Stadt eine grafische Übersicht, die ziemlich detailreich ist, aber aufgrund der wenigen Animationen auch ältere PCs und Smartphones vor kein großes Hindernis stellt. Imperia Online hatte viel Zeit, sich zu entwickeln und hat eine gute Spielerbasis aufgebaut. Neueinsteiger werden keine Mühen haben, Mitspieler für Allianzen zu finden und die Server sind gut gefüllt.

Der Spielstart

Spieleinsteigern wird mithilfe eines ausführlichen Tutorials durch die ersten Spielstunden geholfen. Dies ist wichtig, denn es gilt, zwischen militärischer Stärke und Wirtschaftlichkeit abzuwägen. Man beginnt mit einer kleinen, bescheidenen Siedlung, die zunächst nur wenige Entscheidungsmöglichkeiten zulässt. Mit steigender Spieldauer erhöht sich aber auch die Komplexität. Für den Gebäudebau benötigt man Ressourcen, die es zu sammeln gilt. Außerdem muss man Truppen trainieren und sich gegen Nachbarprovinzen verteidigen bzw. kann diese jederzeit angreifen. Wer möchte, kann einen Schutz von 7 Tagen aktivieren. Während dieser Zeit kann man nicht angegriffen werden, aber es ist auch selbst nicht möglich, anzugreifen.

Auf der großen Spielfläche darf man seine Gebäude frei platzieren und später auch neu positionieren. Weiterhin ist es möglich, die Stadt den eigenen Wünschen anzupassen, indem man sich für unterschiedliche Gebäudestile entscheidet oder mehrere Gebäude zu einem großen, beeindruckenden Prachtbau zusammenfasst. Die Attribute werden dabei nicht beeinflusst und jegliche Änderungen sind rein kosmetischer Natur. Trotzdem sorgt die Funktion dafür, dass die Städte einzigartig aussehen.

Wirtschaft und Militär

Alle Gebäude in Imperia Online gehören entweder dem Zweig der Wirtschaft oder dem Zweig des Militärs an. Erstere sorgen für Ressourcen und halten den Wirtschaftskreislauf am Laufen. Letztere sind für die Truppenausbildung oder die Verteidigung der eigenen Stadt zuständig. Es ist wichtig, die beiden Zweige auszubalancieren und dabei auch die Truppen- und Bevölkerungslimits nicht aus den Augen zu verlieren, die mithilfe spezieller Gebäude erhöht werden können. Die Bauwerke sind typisch für das Mittelalter: Es gibt zum Beispiel Sägemühlen, Eisenminen, Baracken für Truppen, Garnisonen und Festungen.

In den Krieg ziehen

Benachbarte Städte lassen sich, sofern sie nicht geschützt sind, jederzeit angreifen. Entscheidet man sich für einen Angriff, läuft das Geschehen weitgehend automatisch ab. Als Spieler kann man sich lediglich die Ergebnisse des Kampfes ansehen, diese aber nicht direkt beeinflussen. Stattdessen ist eine gute militärische Planung wichtig. Das Spiel "errechnet" den Sieger anhand mehrerer Kriterien: Zum einen gibt es ein Stärken- und Schwächen-System, das sich grob an Schere-Stein-Papier orientiert, zum anderen kann die Moral der Truppen entscheiden, ob sich diese dem Kampf gewachsen fühlen. Ist dies nicht der Fall, wird die Armee schnell die weiße Fahne schwenken und den Rückzug antreten.

Wer die Oberhand gewinnen möchte, braucht also Truppen, die den Gegner ausstechen. Mit Bogenschützen kann man sich die Speerkämpfer vom Hals halten, während diese sich wiederum gut für Kavallerie-Einheiten eignen, die aber ihrerseits gut gegen Bogenschützen funktionieren. Das Rezept zum Erfolg ist eine ausgewogene Truppenkombination, die später an den Gegner angepasst werden sollte und eine hohe Truppenmoral. Wer gewinnt, erhält 32 % der verlorenen Truppen zurück. Für den Verlierer gibt es nur 17 %. Zudem verliert man weitere 50%, wenn die Truppen aufgrund von fehlender Moral aus dem Kampf fliehen.

Die Adeligen

Eines der letzten Updates brachte die Adeligen in das Spiel. Dabei handelt es sich um besondere Bewohner des Imperiums, die als "die großen Leute" bezeichnet werden. Adelige können vom Kaiser an den Hof bestellt werden, wo sie für ihre Arbeit Erfahrungspunkte erlangen. Der Einsatz kann dem Spieler gleich mehrere Boni bringen. Adelige können Talente in Regierungsgeschäften oder in Militärwissen mitbringen. Erstere können beispielsweise die Ressourcenproduktion verbessern, Letztere beeinflussen das Kampfgeschehen. Zudem hat jeder Adelige ein einzigartiges, angeborenes Talent, das man zu seinem Vorteil ausnutzen kann.

Warten oder zahlen

Imperium Online lässt sich prinzipiell kostenlos spielen und alle Inhalte sind erreichbar, ohne einen einzigen Euro auszugeben. In den späteren Spielstunden gehören aber lange Wartezeiten zum Spielalltag, wenn man beispielsweise auf Ressourcen wartet, höherwertige Gebäude baut oder etwas Neues erforschen muss. Ungeduldige können dann Diamanten erwerben, um diesen Vorgang zu beschleunigen. Der Vorteil ist groß und kann dafür sorgen, dass blutige Anfänger bereits nach einem Tag eine gut ausgebaute Stadt haben, aber letztlich bleibt die Entscheidung natürlich jedem selbst überlassen, ob man für den Zeitvorteil bezahlen möchte. Wer eine Auszeit braucht, kann für eine kleine Gebühr den "Urlaubsmodus" aktivieren. Dann ist man vor feindlichen Angriffen geschützt, produziert in der eingestellten Zeit aber auch keine Ressourcen.

Fazit

Freigegeben ab  Jahren

Wer schon "Clash of Clans" oder vergleichbare Spiele mochte, wird auch mit Imperium Online seinen Spaß haben. Das Spielprinzip ist sehr ähnlich und man wird sich schnell zurechtfinden. Empfehlenswert ist es außerdem für Liebhaber von Aufbaustrategie, da man das Militär nur verwaltet und nicht selbst steuert. Mit der gelegentlichen Wartezeit muss man sich arrangieren, kann aber auch seine Brieftasche öffnen, um das Ganze zu beschleunigen. Insgesamt ist das Spiel gelungen und entwickelt sich auch nach Jahren noch weiter, wird aber wohl nicht jeden überzeugen. Vielleicht hilft eine Proberunde, um eine Entscheidung zu fällen.

 
 
Imperia Online Screenshot
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