News Wie die Stasi die Bundesrepublik beeinflusste

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25 April 2006
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[N] Wie die Stasi die Bundesrepublik beeinflusste

Folgende News wurde am 24.05.2009 um 17:33:34 Uhr veröffentlicht:
Wie die Stasi die Bundesrepublik beeinflusste
DPA-News

Berlin (dpa) - Die neuen Erkenntnisse über einen Stasi-Hintergrund des West-Berliner Polizisten, der 1967 Benno Ohnesorg erschoss und so die Studentenbewegung radikalisierte, werfen weitere Fragen nach dem Einfluss des DDR-Geheimdienstes in der Bundesrepublik auf. Einige der bislang bekanntesten Fälle:DIFFAMIERUNG VON HEINRICH LÜBKE: Der Bundespräsident sieht sich Ende der 60er Jahre dem zu einer breiten Debatte führenden Vorwurf ausgesetzt, unter den Nazis am Bau von Konzentrationslagern mitgewirkt zu haben. Nach dem Mauerfall erweist sich, dass die zugrundeliegenden Papiere von der Stasi gefälscht und lanciert waren. MACHTERHALT FÜR SPD-KANZLER WILLY BRANDT: Das Misstrauensvotum im Bundestag und die geplante Wahl des CDU-Chefs Rainer Barzel zum neuen Kanzler am 27. April 1972 scheitern, weil zwei Stimmen fehlen. Die Stasi hatte zwei Unionsabgeordnete bestochen, um ein Ende der Entspannungspolitik der sozialliberalen Koalition zu verhindern. STURZ BRANDTS: Am 6. Mai 1974 tritt Brandt zurück, weil sein Referent Günter Guillaume wenige Tage zuvor als Stasi-Agent enttarnt wurde. Die DDR hatte Guillaume und seine Frau 1956 in die Bundesrepublik geschickt, wo er zunächst in der SPD und später im Regierungsapparat aufstieg. ANWERBUNG VON POLITIKERN: Unbekannt ist, wie viele Bundestagsabgeordnete Spitzel waren. Untersucht wurde das beispielsweise für den 6. Bundestag (1969-1972), in dem von 49 Abgeordneten Informationen abgeschöpft wurden - wobei mindestens 5 in dieser Zeit oder später wissentlich für die Stasi arbeiteten. UNTERSTÜTZUNG DER RAF UND ANDERER TERRORISTEN: Die Stasi bildet in den 80er Jahren Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF) an Waffen aus, lässt sie mit gefälschten Papieren über den Ost-Berliner Flughafen Schönefeld reisen und gewährt Aussteigern in der DDR ein Leben mit neuer Identität. Sie unterstützt die Vorbereitung des Anschlags der linksextremistischen «Carlos»-Bande auf das französische Kulturinstitut in West-Berlin 1983. FINANZ-HILFE FÜR AUSSERPARLAMENTARISCHE OPPOSITION: Über die Stasi und die SED hilft die DDR ihr nahestehenden politischen Gruppen wie der DKP, aber auch der Friedensbewegung mit Millionen-Beträgen. ERMORDUNG VON DDR-GEGNERN AUS DEM WESTEN: Mehrere DDR-Gegner bezahlen ihr Engagement mit dem Leben. Walter Linse, der immer wieder gegen Menschenrechtsverletzungen in der DDR protestiert, wird 1952 entführt und später in Russland hingerichtet. Michael Gartenschläger, der Selbstschussanlagen an der Grenze demontiert, wird bei einer seiner Aktionen 1976 von einem Stasi-Kommando erschossen. Auch der tödliche Unfall des geflüchteten DDR-Fußballers Lutz Eigendorf gilt als von der Stasi verursacht.
 
Zumindest der Fall Gartenschläger war Schuld eigene...

Man hätte ihn wegen Diebstahls und Sachbeschädigung in der DDR vor ein Gericht stellen können denn mehr hat er nicht getan.
Aber auf ihn Spitzel anzusetzen und ihn dann an der Grenze hinterhältig zu erschiessen ... :roll::ugly:

"Eigene Schuld" ist angesichts eines Mordes [!] nicht wirklich passend.
Mehr Info zu dem Fall gibts in diesem Buch - wirklich empfehlenswert.
 
Man hätte ihn wegen Diebstahls und Sachbeschädigung in der DDR vor ein Gericht stellen können denn mehr hat er nicht getan.

...

"Eigene Schuld" ist angesichts eines Mordes [!] nicht wirklich passend.

Ich sag es mal so:
Wenn eine bewaffnete Gruppe sich auf den Weg macht, in ein militärisches Sperrgebiet einzudringen, um dort Waffen zu klauen, hat man, auch nach aktuell geltendem deutschen Recht, mit einer Bleivergiftung zu rechnen.

Soweit ich weiß, konnten die genauen Tatumstände auch nie geklärt werden.
Fakt ist jedenfalls auch, dass einer seiner Begleiter auf das MfS Kommando geschossen hat.

Mich würde ja mal interessieren, ob diese Person irgendwie strafrechtlich belangt wurde, allein schon wegen illegalem Waffenbesitz.

gruss kelle!